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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

SG kassiert krachende 21:31-Derbypleite

05.02.2018

Cloppenburg /Varel Nächster Rückschlag im Titelkampf für die sich nach der Winterpause weiter in der Formkrise befindende SG VTB/Altjührden: Konnte der Spitzenreiter der Handball-Oberliga Nordsee vor einer Woche im Heimspiel gegen Aufsteiger Rotenburg nach einem Acht-Tore-Rückstand dank eines starken Schlussspurts zum 24:24 die zweite Saisonniederlage noch so gerade eben verhindern, hatten die Vareler am Samstagabend im Derby beim TV Cloppenburg nach dem Seitenwechsel nichts mehr entgegen zu setzen. So geriet die SG diesmal mit 21:31 (13:15) heftig unter die Räder.

Zwar bleiben die Friesländer nach nur einem mageren Zähler aus den ersten beiden Spielen der Rückrunde mit 25:5 Punkten Tabellenführer. Doch ist der Vorsprung vor dem VfL Edewecht (22:8) auf drei Punkte geschmolzen. Glück im Unglück für die Vareler: Auch die HSG Barnstorf/Diepholz (22:10) befindet sich aktuell in einem Formtief, kassierte mit der 24:30-Heimpleite gegen die SG Bremen/Hastedt bereits die zweite Niederlage in Folge und konnte keinen Boden auf die SG gutmachen.

„Es wird in dieser Trainingswoche ein paar klare Worte geben, dass die Jungs sich weniger mit der Entwicklung an der Tabellenspitze oder der Verfolger beschäftigen sollen. Wichtig ist es, wie in der Hinrunde von Spiel zu Spiel zu schauen und auf uns selbst zu gucken“, betont SG-Spielertrainer Ivo Warnecke: „Wir müssen uns jetzt schnell aus diesem Tief herauskämpfen und die nötige Sicherheit in Angriff und Abwehr wiederfinden.“

In der mit 700 Zuschauern komplett ausverkauften Sporthalle an der Schulstraße hatten die Friesen die Partie vor dem Seitenwechsel noch offen gestalten können. Das bekamen aber längst nicht alle Interessierten zu sehen. So war der Andrang zum Derby derart groß, dass knapp 100 Handball-Fans vor verschlossenen Türen standen, aus Sicherheitsgründen wieder nach Hause geschickt wurden und damit ein packendes Prestigeduell verpassten.

Nach dem Zwischenstand von 10:10 (20.) konnten die Vareler gleich aus zwei Zeitstrafen für die Hausherren in Überzahl kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Die von TVC-Coach Axy Akacsos bestens eingestellten Cloppenburger, die sich unbedingt für die hochverdiente 20:25-Niederlage zu Saisonbeginn revanchieren wollten und deutlich entschlossener zu Werke gingen als die Gäste, setzten sich auf 13:10 ab.

„Mit der Leistung der ersten Hälfte im Angriff war ich dennoch zufrieden, da haben wir einen guten Ball gespielt und wenig technische Fehler gemacht“, analysierte Warnecke den 15:13-Pausenstand: „Leider haben wir in der Abwehr aber Kreisläufer Ole Harms nicht in den Griff bekommen, weil wir das im Training Besprochene nicht umgesetzt wurde. Außerdem haben wir nach der Pause, anders als vorgegeben, die Geduld im Angriffsspiel verloren.“

So nahm das Unheil seinen Lauf: Nach dem Seitenwechsel spielten sich die Cloppenburger, lautstark angefeuert vor heimischer Kulisse, in einen Rausch. Indes verzweifelten die Gäste im Abschluss immer mehr an einem ehemaligen Vareler auf der Gegenseite, der schon im Hinspiel der beste Akteur aufseiten des TVC war: Torhüter Nils Buschmann. „Die erste Halbzeit war noch okay, aber in der zweiten Hälfte haben wir Nils zum König geworfen“, ärgerte sich Varels Sportlicher Leiter Andre Seefeldt über insgesamt 25 Fehlwürfe der SG-Spieler.

Tor um Tor zogen die Cloppenburger davon. Beim Stand von 20:14 (39.) drohte die Partie den Gästen erstmals endgültig zu entgleiten. Zwar verkürzte die SG noch einmal auf 20:17 (44.). Doch nach diesem Strohfeuer war spätestens beim 24:17 (48.) die Vorentscheidung gefallen. Die Gegenwehr erlahmte zusehends, und die Aktionen wurden hektischer. Erschwerend kam hinzu, dass SG-Abwehrspieler Fabian Hartwich nach einem rüden Foul am Ex-Vareler Mark Schulat, den er bei einem Sprungwurf im Gesicht erwischte, die Rote Karte sah (51.). Danach machte der TVC endgültig den Kantersieg perfekt und feierte damit bereits den fünften Sieg in Folge.

Zum ersten Mal in dieser Saison klassierten die Vareler indes mehr als 30 Gegentreffer. So warten für Warnecke und seine Mannen nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive einige Baustellen, die es dringend zu schließen gilt, um beim Unternehmen direkter Wiederaufstieg in die Dritte Liga rechtzeitig wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.