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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Kreative Flieger: Mit Plastikrohren den Deich hinunter

28.05.2019

Dangast Am 8. Juni können sich wieder waghalsige Piloten in ihren tollkühnen Kisten vom Deich in Dangast stürzen. Dann findet nämlich nach zwölf Jahren Pause wieder der Flugtag statt – wenn auch nicht mehr unter der Regie von Menschenmüll. Wiederbelebt hat den Flugtag Hannes Friedek von der Agentur „Herr Hansen“.

Einer, der mit abheben wird, ist Frank Glanert. Der Vareler, der vielen vor allem über das Enera-Projekt der EWE bekannt sein dürfte, schraubt seit einiger Zeit mit Kollegen in Oldenburg an einem flugtauglichen Teil, mit dem er sich den Deich hinunterstürzen kann.

Die Konstruktion stellt aber selbst die erprobten Tüftler und Ingenieure des Energie-Konzerns vor Herausforderungen, denn es gibt einige Vorgaben: Es darf keine tragenden Metallteile geben, es darf keine Teile geben, die nach der Landung im Wasser sinken können, nicht die Umwelt gefährden, es darf keine spitzen Stellen haben, an denen man sich allzu leicht verletzt und die ganze Konstruktion darf nicht schwerer als 150 Kilogramm sein.

„Wir haben uns hier gleich gedacht, dass das witzig wird, aber bei den Vorgaben haben wir uns auch das Kinn gerieben“, erzählt Frank Glanert. Letztendlich entschied man sich für ein Gerüst aus Kunststoffrohren, die mit Hilfe von Hanfseilen und Spanngurten zusammengehalten werden. Gebaut wird der Flieger auf dem Gelände der EWE in Oldenburg.

Das führt zur nächsten Herausforderung, denn: Irgendwie muss das Fluggerät mit sechs Metern Spannweite ja noch nach Dangast geschafft werden. „Aber wenn wir den fertigen Flieger auf den Anhänger packen, haben wir am Ziel keine Tragflächen mehr“, sagt Frank Glanert. Also muss der Flieger wohl oder übel vor Ort zusammengebaut werden. Für Auftrieb soll später Pappmaché sorgen – auch aus ökologischen Gründen. Schließlich springen die Piloten damit ins Weltnaturerbe Wattenmeer.

Natürlich will die Mannschaft die Aufmerksamkeit beim Flugtag nutzen, um noch etwas Werbung für das Enera-Projekt zu machen, genau genommen für ein kleines Zusatzgerät für digitale Stromzähler.

„SAM“ heißt das kleine Gerät, was für „Smartes Auslese- und Kommunikationsmodul“ steht. Das kann einfach an einen digitalen Stromzähler angeschlossen werden und liefert dann Informationen über den Stromverbrauch. So kann man beispielsweise feststellen, ob es sich finanziell lohnt, Brot selbst zu backen oder zu kaufen. Die Informationen sind über eine Smartphone-App einsehbar.

Auf lange Sicht könnte mit den gesammelten Daten aber auch festgestellt werden, wann in welcher Straße wie viel Strom verbraucht wird, was letzten Endes eine sehr viel genauere Bestimmung des Energiebedarfs ermöglichen würde, erklärt Frank Glanert. Das SAM-Gerät und die Installation sind für Teilnehmer des Enera-Projekts kostenlos.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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