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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Abflug oder doch eher Wasserlandung?

06.06.2019

Dangast Wochenlang haben sie an ihren Maschinen getüftelt. Es wurden Pläne gemacht, Materialien ausgesucht und schließlich zusammengesetzt. Zwölf waghalsige Piloten stürzen sich an diesem Samstag, 8. Juni, bei der Neuauflage des Dangaster Flugtages ins Abenteuer. Einer von ihnen ist Frank Glanert aus Büppel.

Ein kleiner Flieger sei es geworden. Sechs Meter Spannweite, vier Meter Rumpf. „Fehlt noch Farbe und dann heben wir ab“, berichtete er von den letzten Vorbereitungen. Auf seiner Facebookseite dokumentierte er den Baufortschritt – und fragte nach einem Namen: „Schwalbe wäre passend.“

Ein Bild vom ersten Flugtag 1979. Vor 40 Jahren hob die Aktionsgruppe „Menschenmüll“ das Spektakel aus der Taufe. 2002 war Schluss, 2011 wurde es abgesagt. BILD: Menschenmüll

Menschenmüll veranstaltete 1979 ersten Flugtag in Dangast

Nach über zwölf Jahren Pause findet an diesem Samstag, 8. Juni, wieder ein Flugtag in Dangast statt. Ins Leben gerufen hatte diese Veranstaltung 1979 die Aktionsgruppe Menschenmüll aus Varel. 2002 war dann vorerst Schluss. Fünf Jahre später wurde der Flugtag noch einmal reaktiviert, das für 2011 geplante Spektakel fiel dagegen wegen zu viel Regen und Sturm aus. Andernorts fanden weiterhin Flugtage nach dem Dangaster Muster statt. Unter anderem hat es ein Brausehersteller aus Österreich fernsehtauglich gemacht.

Um 15 Uhr beginnt das Spektakel auf dem Deich am Dangaster Hafen. „Durch den berühmten Griff in den Lostopf wird die Reihenfolge der Starts der Fluggeräte festgelegt“, erklärt Organisator und Mitveranstalter Hannes Fridek das Prozedere. Die Teams bekommen im Anschluss die Möglichkeit, die Beschaffenheit der Startbahn zu testen und den Graswuchs sowie die Windrichtung zu überprüfen.

Die Regeln sind simpel. Die Flugmaschinen müssen eigenhändig gebaut sein und dürfen nur mit Muskelkraft betrieben werden. Ziel ist es, in halsbrecherischen Flugmanövern das Pegelhäuschen am Dangaster Hafen zu umrunden und wieder trockenen Fußes auf dem Deich zu landen. Geschafft hat das seit der ersten Auflage im Jahr 1979 jedoch niemand. Der Rekord liegt übrigens bei einer Weite von 2,34 Metern.

Bei der Eröffnung mit dabei ist auch Iko Chmielewski. Er hat vor 40 Jahren gemeinsam mit der Aktionsgruppe „Menschenmüll“ den Flugtag aus der Taufe gehoben. „Wir haben das damals aus Spaß gemacht. Einfach, weil wir fliegen wollten“, erinnert er sich. Zunächst traten Freunde und Bekannte vor 30 bis 40 Zuschauern an. „Wir starteten von der Landzunge, die gegenüber vom Alten Kurhaus liegt“, berichtet Chmielewski. Der starke Wind hatte es dabei in sich. „Manche unserer Fluggeräte erreichten eine Höhe von 80 Metern“, sagt er: „Natürlich haben wir vorher losgelassen.“ So gefährlich soll es diesmal nicht werden.

Auf die Weite alleine kommt es aber nicht an. „Gewonnen werden kann in zwei Kategorien“, sagt Hannes Friedek: „Der längste Flug und das schönste Flugobjekt.“ Welche Maschine die schönsten ist, bestimmt das Publikum – 2002 zog der Flugtag immerhin 5000 Menschen an den Hafen. „Durch kräftigen Applaus wird abgestimmt, wer das schönste Flugobjekt beim Flugtag Dangast hatte“, sagt Hannes Friedek.

Beim Bau gab es strenge Vorgaben: Es darf keine tragenden Metallteile geben, es darf keine Teile geben, die nach der Landung im Wasser sinken können, nicht die Umwelt gefährden, es darf keine spitzen Stellen haben, an denen man sich allzu leicht verletzt und die ganze Konstruktion darf nicht schwerer als 150 Kilogramm sein.

Nach der Siegerehrung kann der Sieg zusammen mit den Besuchern bei Tanz und Musik gefeiert werden. Denn ab 20 Uhr legt direkt am Hafen DJ Frank Koopmann auf. „Es soll ein Fest für die ganze Familie werden“, lädt Hannes Friedek ein. Und auch Frank Glanert und seine Crew Lucas Detje, Jan Wiese, und Jan-Luca Weidenhöfer fiebert dem Start entgegen: „Ich freu mich schon, das wird witzig.“

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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