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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Halsbrecherische Manöver in selbstgebauten Maschinen

01.11.2018

Dangast Eigentlich ist es gar nicht so schwierig. Die Flugmaschinen müssen eigenhändig gebaut und dürfen nur mit Muskelkraft betrieben werden. Ziel ist es, in halsbrecherischen Flugmanövern das Pegelhäuschen am Dangaster Hafen zu umrunden und wieder trockenen Fußes auf dem Deich zu landen. Geschafft hat das seit 1979 indes niemand. Nun soll ein neuer Anlauf unternommen werden.

Nach über zwölf Jahren Pause findet am 8. Juni 2019 wieder ein Flugtag in dem Nordseebad statt. „Geplant ist ein bunter Tag direkt am Dangaster Hafen“, sagt Veranstalter Hannes Friedeck von der Agentur „Herr Hansen“. Neben dem Flugspektakel wird auch allerhand Kulinarisches sowie Live-Musik am Abend geboten.

Waghalsige Piloten, die mitmachen wollen, können sich schon jetzt an den Bau ihrer Fluggeräte machen. Wie es für die Überflieger endet, ist allgemein bekannt. „Fast alle tauchen mehr oder weniger elegant ins Wasser ein“, weiß Hannes Friedeck. Aber genau das sei ja das Spektakel. Der Rekord liegt übrigens bei einer Weite von 2,34 Metern.

In alter Tradition treten die Teams gegeneinander an. Und diese hat die Aktionsgruppe Menschenmüll 40 Jahre zuvor gegründet. „Wir haben das damals aus Spaß gemacht. Einfach, weil wir fliegen wollten“, erinnert sich Iko Chmielewski. Zunächst traten Freunde und Bekannte vor 30 bis 40 Zuschauern an. „Wir starteten von der Landzunge, die gegenüber vom Alten Kurhaus liegt“, erinnert sich Chmielewski. Der starke Wind hatte es dabei in sich. „Manche unserer Fluggeräte erreichte eine Höhe von 80 Metern“, sagt er: „Natürlich haben wir vorher losgelassen.“

In den kommenden Jahren wurde der Flugtag mehr und mehr zum Publikums-Magneten. Zum Schluss säumten regelmäßig 5000 Schaulustige die Kaimauer rund um den Hafen. „So viele wünsche ich mir nächstes Jahr auch“, meint Hannes Friedeck.

Den Machern von Menschenmüll wuchs der Erfolg aber schließlich über den Kopf. „Organisatorisch und finanziell war der Aufwand zu groß geworden“, sagt Iko Chmielewski. Vor allem die Sicherheitsauflagen für das Massenereignis wurden immer strenger.

2002 war dann vorerst Schluss. Fünf Jahre Später wurde der Flugtag noch einmal reaktiviert, das für 2011 geplante Spektakel fiel dagegen wegen zu viel Regen und Sturm aus. Andernorts fanden weiterhin Flugtage nach dem Dangaster Muster statt. Unter anderem hat es ein Brausehersteller aus Österreich TV-tauglich gemacht. „Wir waren aber lange vorher da“, betont Iko Chmielewski.

Nun also die Neuauflage in Dangast. „Wir freuen uns sehr, dass jemand den Mumm hat, den Flugtag zu reaktivieren“, sagt Iko Chmielewski. Dabei zählt nicht nur die Weite. „Es kann in zwei Kategorien gewonnen werden“, erläutert Hannes Friedeck die Regeln: „Der längste Flug und das schönste Flugobjekt.“

Das bisher größte Flugobjekt in Dangast war ein zwölf Meter langer Zeppelin, die schwerste Maschine ein 1000 Kilo-Eisenbett. Gestartet wird auf eigenes Risiko. Wann und wo sich die Piloten anmelden können, wird noch bekannt gegeben. „Wir freuen uns schon sehr und es wird super“, ist sich Hannes Friedeck sicher.

Ob dann auch die Aktionsgruppe Menschenmüll dabei ist? „Vielleicht machen wir wieder mit einer Flugmaschine mit“, überlegt Iko Chmielewski: „Mal sehen.“

Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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