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Ex-Vareler im Pech und Glück

27.07.2016

Der 31:21-Erfolg des Wilhelmshavener HV am Sonnabend im Freundschaftsspiel gegen den Drittligisten SG VTB/Altjührden hatte für den gastgebenden Handball-Zweitligisten einen äußerst faden Beigeschmack. So zog sich in Janik Köhler ein ehemaliger Vareler in Diensten des WHV ohne Fremdeinwirkung in der Anfangsphase eine schwere Knieverletzung zu. Bei einer MRT-Untersuchung zu Wochenbeginn wurde ein Schaden am vorderen Kreuzband diagnostiziert – wegen der Schwellung war allerdings noch nicht klar, ob das Band komplett gerissen ist. Um eine Operation wird der 28-Jährige aber wohl nicht herumkommen. Es droht eine sechsmonatige Zwangspause. Eine Nachverpflichtung ist bislang nicht geplant, vielmehr will WHV-Trainer Christian Köhrmann nun im Abwehr-Innenblock vermehrt auf den Ex-Vareler Lukas Kalafut und Matej Kozul sowie in der Angriffsmitte auf den Ex-Vareler Jonas Schweigart und Kozul setzen.

Derweil befindet sich ein weiterer ehemaliger Spieler der HSG Varel-Friesland (die zur neuen Saison wieder als SG VTB/Altjührden firmiert) und des Wilhelmshavener HV nach einem überstandenen Kreuzbandriss auf dem Weg zu alter Stärke. Kreisläufer Dominik Kalafut hatte sich beim Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf in der Sommervorbereitung 2015 ebenfalls in einem Testspiel die schwere Verletzung im linken Knie zugezogen. Dennoch wurde sein auslaufender Vertrag bei den Recken bis zum 30. Juni 2017 verlängert. In den ersten Vorbereitungsspielen auf die kommende Bundesliga-Saison erhielt Kalafut, der langsam wieder an die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle herangeführt werden soll, bereits viel Einsatzzeit. Beim 50:13-Sieg gegen den Landesliga-Aufsteiger TV Oyten etwa holte der jüngere Bruder von Lukas Kalafut (Wilhelmshavener HV) am Kreis diverse Siebenmeter heraus und erzielte drei Treffer. Derweil fehlten Hannovers Teilnehmer an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro: Kai Häfner (Deutschland), Casper Ulrich Mortensen und Morten Olsen (beide Dänemark).

Echte Aufbruchstimmung herrscht nach dem finanziellen Insolvenz-Desaster und Rückzug aus der Bundesliga beim HSV Hamburg. Unter der Regie der Trainier und Ex-Bundesliga-Spieler Jens Häusler und Torsten Jansen strebt der Verein in der Dritten Liga Nord, wo man unter anderen auf die SG VTB/Altjührden und den OHV Aurich trifft, einen Neuaufbau an. 1500 Dauerkarten wurden von den Verantwortlichen um Vize-Präsident Martin Schwalb bereits verkauft. Die Heimspiele trägt das Team, das sich größtenteils aus Spielern der ehemaligen U 23 des HSV sowie der vereinseigenen Bundesliga-A-Jugend zusammensetzt, zukünftig in der 4600 Zuschauer fassenden Sporthalle in Winterhude aus.

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