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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Situation für Frauen „gleichbleibend schlecht“

21.12.2018

Friesland Die gute Nachricht für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch zuerst: Die Hebammenzentrale Friesland, die im Juni in Varel den Betrieb aufgenommen hat, läuft toll: „Sie ist bereits jetzt eine immense Entlastung für die Hebammen Frieslands, aber auch für die schwangeren Frauen“, sagt Christina Harms-Janßen, Kreisdelegierte Hebamme für Friesland/Wilhelmshaven.

Die Hebammenzentrale

mit Sitz am St. Johannes-Hospital Varel hat folgende Sprechzeiten: Montag/Donnerstag/Freitag 8.30 bis 11.30 Uhr, Dienstag/Mittwoch 13 bis 16 Uhr. Kontakt: E-Mail info@hebammenzentrale- friesland.de, Tel. 04451/ 92 02 580.

Vom 1. Juni bis 3. Dezember hat Hebamme Fenna Wardenburg in der Zentrale 144 Frauen bzw. Familien an eine Hebamme vermittelt. „Sie findet auch kurzfristig die passende Betreuung für Schwangere oder Wöchnerinnen“, freut sich Harms-Janßen. Und dadurch, dass es die zentrale Hebammenvermittlung nun gibt, läuft auch die Koordination von Angebot und Nachfrage viel besser – und das freut auch die 30 gelisteten Hebammen.

Frauen, die eine Hebamme für ambulante oder häusliche Betreuung suchen, können über die Hebammenzentrale den Kontakt herstellen. Das Angebot ist kostenlos, Beratung gibt es dort für die Frauen allerdings nicht.

„Die Hebammenzentrale geht genauso auf, wie wir uns das gewünscht haben“, sagt Harms-Janßen. Sie war Motor der Gründung und holte den Landkreis mit ins Boot.

Doch eines kann die Hebammenzentrale nicht: Den generellen Hebammenmangel im Landkreis Friesland und auf der gesamten ostfriesischer Halbinsel beheben. „Die Hebammen-Versorgung ist gleichbleibend schlecht“, sagt Harms-Janßen. Verschärfen wird sich die Situation in zehn Jahren, wenn ein Großteil der jetzigen Hebammen in Ruhestand geht.

Und mit der Schließung des Kreißsaals in Wittmund zum Jahresende werden die Wege für Frauen aus dem nördlichen Friesland auch noch länger: Zur Entbindung müssen sie nach Varel oder Wilhelmshaven, nach Aurich oder gar Oldenburg. „Wohnortnahe Entbindung wird immer schwieriger. Und die Wahlmöglichkeit der Frauen wird weiter eingeschränkt.“

Zudem sei es ja nicht so, dass die verbleibenden Geburtskliniken bisher nichts zu tun hatten. „Die Krankenhäuser in Aurich, Varel und Wilhelmshaven müssen die 300 Geburten, die Wittmund bisher hatte, mitübernehmen“, sagt sie. „Es würde mich nicht wundern, wenn künftig mehr Babys im Auto auf die Welt kommen.“

Was sich ändern muss? „Die Berufsbedingungen für Hebammen müssen besser werden“, sagt Harms-Janßen. Die Hebammen hoffen auf Abhilfe durch eine Akademisierung ihres Berufs.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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