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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Friesensport bekommt Mitgliederschwund nicht in Griff

27.11.2018

Friesland Die Offiziellen und Delegierten sind sich am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung des Klootschießerlandesverbands Oldenburg (KLVO) in Spohle einig gewesen: Der Mitgliederschwund in den Vereinen ist ein riesiges Problem. Vor der Jahrtausendwende lag die Zahl der Mitglieder knapp unter 50 000 auf dem Gebiet des Friesischen Klootschießerverbands (FKV). Derzeit zählt man noch 33 000 Mitglieder, darunter 7000 Personen in 112 Vereinen im Landesverband Oldenburg.

Der Feldkampf in Stollhamm, der nach einer sechsjährigen Pause endlich über die Bühne gebracht werden konnte, wurde kritisch betrachtet. Vertreter des Landesverbands waren durchweg der Meinung, dass er mit neun Stunden eindeutig zu lang gewesen sei. Überdies habe es keine idealen Bedingungen gegeben. „Früher hatten die Bahnweiser das Sagen“, meinte der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts. „Da muss etwas passieren. Eine Stopp-Uhr hilft auch nicht weiter“, sagt er und kritisierte im nächsten Atemzug die Rahmenbedingungen der deutschen Meisterschaften in Aurich. Es fehle die Ausbildung und Unterstützung aus den Vereinen und Kreisen. Im Hinblick auf die EM werde man versuchen, A- und B-Jugendliche zu fördern.

In die gleiche Kerbe schlug der ostfriesische Landesvorsitzende Johannes Tränapp, der 2019 nach zwölf Jahren abtritt: „Leider sind viele verdammt stur, um etwas zu verändern: Etliche Vereine werden nur noch verwaltet. Wenn wir so weitermachen, geht es noch schneller nach unten.“ Mit seiner Kritik bezog er sich nicht nur auf das Klootschießen, sondern auch auf das Boßeln, das auch kein Selbstläufer mehr sei. Ein hohes Leistungsniveau gebe es noch in den Altersklassen Männer II und III.

FKV-Boßelwart Alwin Jurisch appellierte an die Vereine, sich mehr bei Wettkämpfen einzubringen. Die Championstour sei aufgebläht, meinte er. Sie beginne mit jeweils 30 Männern und Frauen, doch schon bald bröckele es. Mit einer Reduzierung des Kaders könne der Konkurrenzkampf erhöht werden. Weitere Vorschläge: Die Qualifikation könne über die FKV-Meisterschaft erfolgen und nicht – wie zurzeit – über die beiden Landesverbände. Wie bei der EM solle nur noch mit der Eisenkugel geworfen werden: „Die FKV-Meisterschaft wird dadurch aufgewertet.“

Derweil wählten die Delegierten Erich Kuhlmann (61) aus Rastederberg zum Boßelobmann und Heike Kuhlmann (47) jeweils einstimmig zur Boßelwartin. Beide hatten ihr Amt zuvor schon kommissarisch ausgeübt.

Der Kreissportbundvorsitzende des Landkreises Friesland, Kai Langer (Varel), schlug vor, sich für die Vereinsarbeit Rat von hauptamtlichen Kräften zu holen. Er hoffe, dass der Friesensport als Kulturgut anerkannt wird. Zur Mitgliedergewinnung müsse man sich schon bei den Kitas einbringen.

Der KLVO-Vorsitzende Helmut Riesner freut sich auf das traditionelle Silvester-Klootschießen in Spohle. Von einer angespannten Kassenlage berichtete Geschäftsführerin Kathrin Krutzsch. Daher gab es eine Anpassung der Mannschaftsgelder im Ligenbetrieb. Ärgerlich: Ein Hackerangriff schlug mit 2300 Euro zu Buche.

Den FKV-Ehrenteller für langjährige Vorstandsarbeit überreichte Vogts an Jürgen Bödecker (62) und dessen Vater Wilhelm (91). Jürgen Bödecker führt den KBV Schweinebrück seit 2004. Von 1982 bis 1991 war er als Spielwart tätig, danach bis 2004 Geschäftsführer. Wilhelm stand bei den Schweinebrückern 38 Jahre an erster Stelle und sorgte mit seinen Worten für Heiterkeit in der Versammlung.

Auch Wolfgang Niemeyer erhielt den Ehrenteller. Der 66-Jährige war von 1986 bis 2012 Vorsitzender beim BV Osterforde und bringt sich seit 2009 ehrenamtlich im Kreisverband ein.

Das Stedingen-Schild für den punktbesten oldenburgischen Kreisverband beim FKV-Mehrkampf überreichte der KLVO-Feldobmann Stefan Bruns an das Ammerland um den engagierten Jugendwart Michael Reil.

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