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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Sportlerwahl: Held gewinnt Kopf-an-Kopf-Rennen

01.04.2020

Friesland Knappe und extrem spannende Zieleinläufe ist Ulrike Held vom Vareler TB als Leichtathletin gewohnt. Auch bei der Wahl von Frieslands Sportlerin des Jahres 2019 gab es im übertragenen Sinne ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titelgewinn. Am Ende gaben gerade einmal mickrige 22 von insgesamt 13 305 gültigen Stimmen den Ausschlag zugunsten der 61-jährigen Varelerin.

So entschied Held die Wahl mit 1778 Stimmen und damit hauchdünnem Vorsprung vor ihrer ärgsten Konkurrentin für sich. Den zweiten Platz belegte Handballerin Johanne Hobbensiefken (JHSG Varel) mit 1756 Stimmen. Auf dem dritten Rang landete unterdessen Rettungsschwimmerin Svea Fellensiek (901) von der DLRG Schortens-Jever.

„Das ist eine absolut tolle Wertschätzung“, freute sich Held riesig über den Gewinn der Sportlerwahl bei den Frauen: „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und kann es noch gar nicht so richtig glauben.“

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Bemerkenswert: Die Förderschullehrerin an der Friedrich-Schlosser-Schule in Jever hat erst vor sieben Jahren mit dem Laufsport angefangen und seitdem beständig Top-Platzierungen auf der 10-Kilometer-Strecke bis hin zur Marathondistanz eingeheimst. „Ich bekomme dabei den Kopf frei, es hält gesund und fit und macht einfach großen Spaß“, erklärt Held ihre Leidenschaft. Und sie möchte auch andere dazu motivieren, selbst im höheren Alter noch aktiv zu werden – getreu ihrem Motto: „Es ist nie zu spät, also fang an oder bleib dran!“

Das Ergebnis

Bei der 26. Wahl von Frieslands Sportlern des Jahres haben 4435 NWZ-Leser insgesamt 13 305 gültige Stimmen abgegeben. Ganz besonders spannend ging es dabei in der Kategorie „Sportlerin des Jahres 2019“ zu. Gerade einmal 22 Stimmen trennten am Ende die Siegerin von der Zweitplatzierten. Hier das Endergebnis:

1. Ulrike Held (Vareler TB/ Leichtathletik) 1778 Stimmen 2. Johanne Hobbensiefken (JHSG Varel/Handball) 1756 Stimmen 3. Svea Fellensiek (DLRG Schortens-Jever) Rettungsschwimmen 901 Stimmen.

Genutzt wurden bei der Abstimmung überwiegend die Stimmkarten, die von den Nominierten und ihren Unterstützern fleißig unters Volk gebracht wurden. Aber auch die Original-Coupons aus der Printausgabe der NWZ oder die Online-Stimmabgabe spielten eine Rolle.

Nachdem die Varelerin 2018 Landesmeisterin in ihrer Altersklasse im Halbmarathon geworden war, hielt sie Ausschau nach neuen Herausforderungen. So plante sie, nach bis dahin vier Marathonläufen, für 2019 unter anderem ihren ersten Ultralauf als Saisonhöhepunkt. Und diesen meisterte sie eindrucksvoll, indem sie auf Anhieb Siegerin der Altersklasse W 60 beim äußerst anspruchsvollen Rennsteiglauf im Naturpark Thüringer Wald über 73,9 Kilometer wurde.

„Das war im Vorjahr mein Highlight“, betont Held: „Davor war ich ja nie mehr als 42,2 Kilometer in einem Wettkampf gelaufen, so dass ich natürlich besonders und mit längeren Einheiten darauf hintrainieren musste. Klar war es anstrengend. Aber ich war so entschlossen, das durchzuziehen, dass ich am Ende glücklich und gar nicht so k.o. im Ziel angekommen bin. Es war ein Traum!“

Zudem landete die Varelerin 2019 bei neun weiteren Laufwettkämpfen auf dem Siegerpodest – darunter der Kyffhäuser Bergmarathon (1. Platz) und der Harz-Gebirgslauf Brocken-Marathon (2. Platz).

Auch für dieses Jahr hatte sich Held ein äußerst anspruchsvolles Ziel gesteckt – das die Corona-Krise aber nun zunichte gemacht hat. So wollte die Varelerin am 26. April in Hannover bei der Deutschen Meisterschaft im Marathon ihre Bestzeit von 3:30 Stunden knacken und liebäugelte mit einem Platz in den Top 5 ihrer Altersklasse. Doch inzwischen wurde die DM abgesagt und auf 2021 verschoben.

„Das sehe ich schon mit einem weinenden Auge“, gibt Held zu: „Andererseits gibt es nun ganz andere Schwerpunkte und relativiert sich das vor dem Hintergrund, was wir alle gerade durchmachen müssen, natürlich total.“ Auch wenn die Varelerin ihr Trainingspensum nun vorerst etwas herunterschraubt, wird sie sich weiter fit halten und laufen: „Ich will schon meine Form halten. Und ich freue mich, dass ich meinen Sport in diesen schweren Zeiten – anders als zurzeit zum Beispiel leider viele Mannschaftssportler – weiter treiben kann, wenn ich mich an die Regeln halte.“

Indes können die anderen beiden Nominierten bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres ihrer großen Leidenschaft wegen geschlossener Sport- und Schwimmhallen sowie abgesagter Wettbewerbe zurzeit nicht nachgehen. So ruht im Handball der Spielbetrieb vorerst bis zum 19. April. Johanne Hobbensiefken, die bei der JHSG Varel Leistungsträgerin in zwei Mannschaften ist und zudem den Landesauswahlkadern der Jahrgänge 2004 und 2005 des Handball-Verbandes Niedersachsen angehört, hält sich aktuell mit individuellen Trainingseinheiten im Ausdauer- und Kraftbereich fit. Dabei nutzt sie im heimischen Garten ein Minitrampolin sowie kleine Handballtore.

„Ich bin skeptisch, dass die ausgefallenen Spiele noch nachgeholt werden“, bedauert die 14-jährige Varelerin, die Anfang Februar an einer Sichtung des Deutschen Handball-Bundes in Kienbaum bei Berlin teilgenommen hat und weiterhin auf eine Nominierung für die deutsche Jugend-Nationalmannschaft hofft. Dass sie bei der Sportlerwahl nur haarscharf am Sieg vorbeigeschrammt ist, haut sie nicht um: „Darüber bin ich nicht traurig. Es war schon eine Ehre, überhaupt nominiert worden zu sein – und über 1700 Stimmen zu bekommen.“

Die drittplatzierte Svea Fellensiek war 2019 als herausragende Schwimmerin der DLRG Ortsgruppe Schortens-Jever sowohl Bezirks- als auch Landesmeisterin im Rettungsschwimmen der Altersklasse 13/14 geworden. Bei der DM belegte die 14-jährige Schortenserin, die dem niedersächsischen Landeskader angehört, den zwölften Platz, bei der Bundes-Talentsichtung Rang fünf. In diesem Jahr konnte sie auf Bezirksebene ihren Titel noch verteidigen. Die für April geplante Landesmeisterschaft wurde abgesagt.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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