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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Note 5: Dieser Sportplatz ist unbrauchbar

16.05.2018

Friesland /Varel Note 5! Das Ergebnis kommt nicht unerwartet, die Auswirkungen sind aber richtungsweisend. Der Schlackeplatz an der Windallee in Varel ist als Sportplatz unbrauchbar. „Es herrscht eine zu hohe Verletzungsgefahr, er sollte rückgebaut oder entwidmet werden“, sagte Kai Langer am Montagabend. Der Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB) Friesland stellte im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur des Landkreises in der Oberschule Bockhorn den neuen Sportentwicklungsplan vor. Darin enthalten ist eine Bewertung von 232 Sportplätzen im gesamten Kreis von der Note 1 (optimaler Zustand) bis 5 (unbrauchbar).

Und zu letzterer Kategorie gehört das heruntergekommene Geläuf an der Vareler Windallee, das zuletzt als Parkfläche für Autos und Veranstaltungsort für den Pferde- und Fohlenmarkt genutzt wurde. Doch was passiert damit, wenn weder Vereine und Schulen ihn nutzen? „Eine einzelne Sportanlage zu betrachten macht keinen Sinn, wenn man eine Entscheidung treffen will, die Varel weit voran bringt“, sagte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner auf NWZ-Nachfrage.

Er verwies vielmehr auf „die Idee einer neuen zentralen Sportstätte im Sinne eines Sport- und Bürgerparks“. Das könnte Varel und die Bürger vielleicht interessieren, sagte Wagner, „da davon sehr viele Bürger etwas hätten“.

Eine „5“ erhielten vom KSB zudem das Volleyballfeld Hohenkirchen, die Stabhochsprunganlage in Zetel, die Weitsprunganlage in Obenstrohe, der Fitnessraum in Schortens, die Boule-Anlage an der Jahnstraße in Jever und die Laufbahn auf der Insel Wangerooge.

Mit einer „4“ (erhebliche Mängel) wurde die Hochsprunganlage im Waldstadion an der Vareler Windallee benotet. Sie soll seit Jahren saniert werden. Um die finanziellen Mittel zu beschaffen, wurden sogar schon Spendenaktionen gestartet. Der KSB empfiehlt die rasche Reparatur. Und da machte Gerd-Christian Wagner Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung.

„Wir stehen kurz davor, eine sehr gut erhaltene gebrauchte Anlage zu erwerben“, sagte der Bürgermeister – allerdings ohne Angabe der Kosten: „Es wäre toll, wenn das klappen würde.“

Zweieinhalb Jahre arbeitete der KSB an dem neuen Konzept. In jeder der acht Städte und Gemeinden fanden Veranstaltungen statt, Vereine wurden nach Kritik, Ideen und Wünschen gefragt. Herausgekommen ist ein Problem- und Lösungskatalog (siehe Infobox), den Kai Langer Frieslands Landrat Sven Ambrosy und der Sportausschussvorsitzenden Anne Bödecker (SPD) überreichte. Sie bedanken sich beim KSB für die „tolle Arbeit“.

Ergebnisse und Empfehlungen


 die Konkurrenz von immer mehr privaten Fitness-Studios schadet den Vereinen
 Schaffung von Bewegungs- und Spielplätzen für Ältere
 jährliche Sportstättenschau
 alle Zugänge zu Sportanlagen sollten behindertengerecht sein
 Sportstätten sollen energetisch saniert werden
 Vernetzung und Zusammenarbeit von Kommunen und Vereinen bei der Nutzung von Sport-Geräten und Pflege der -Anlagen
 Erstellung einer Sportlandschaftskarte
 Zentrale Erfassung der Auslastung und Belegung von Sporthallen und -plätzen durch ein digitales Buchungssystem (gibt es schon in Varel, Jever und Schortens)
 Problem beim Schulschwimmen: lange Anfahrtswege, wenige Lehrer

Lob gab es auch aus Varel. Dort präsentiert die Stadtverwaltung demnächst ihren eigenen Sportstättenentwicklungsplan. „Die vom KSB benannten Mängel sind bekannt, wurden mit uns besprochen und werden in unserem Konzept aufgegriffen“, sagte Bürgermeister Wagner. Der Sportentwicklungsplan des KSB sei damit eine „gute Grundlage“. „Ich bin den KSB-Verantwortlichen dankbar, dass wir so gut zusammengearbeitet haben. Ich sehe enormes Potenzial mit vielen Impulsen für eine gute Stadtentwicklung. Varel ist eine extrem aktive, sportliche Stadt. Das müssen wir unterstützen und fördern.“

Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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