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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Gerätturnerin kehrt nach Friesland zurück: Alte Wirkungsstätte weckt Erinnerungen

14.11.2020

Glarum Wiedersehen macht Freude, heißt es. Mitunter aber auch ein wenig Wehmut. Diese Erfahrung musste jetzt Francoise Päschel machen. Die ehemalige erfolgreiche Gerätturnerin des TuS Glarum fasste kurz vor dem Abriss der alten Turnhalle in Glarum den Entschluss, ihre alte Wirkungsstätte noch einmal zu betreten. So machte sie sich auf den langen Weg vom Rheinland an die Nordsee.

Zwar hatte das bereits völlig leergeräumte gute alte Stück beim Wiedersehen nur noch den Charme einer Lagerhalle, doch kamen Päschel viele alte Erinnerungen zurück. Schließlich hatte die inzwischen verheiratete und zweifache Mutter in dieser Halle im Zeitraum von 1986 bis 1999 ihren Lieblingssport, das klassische Gerätturnen, unter der sportlichen Leitung der TuS-Trainer Traute und Hartwig Breckwoldt betrieben. Und die langen Jahre des Turntrainings sowie der zahlreichen Wettkämpfe sind ihr noch in bester Erinnerung.

Umfangreiches Training

In den wöchentlichen Halleneinheiten absolvierte Päschel ein umfangreiches Trainingsprogramm an den vier Standardgeräten im weiblichen Gerätturnen: Sprung, Barren, Balken und Boden. Immer mit dem Ziel, in den anstehenden Wettkämpfen möglichst gute Erfolge zu erzielen.

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Das gelang ihr dann auch eindrucksvoll. So bestritt sie ab 1986 zahlreiche Wettkämpfe und sicherte sich dabei unter anderem 13 Mal in Folge den Titel der Kreismeisterin. Ihr erfolgreichstes Turnjahr war zweifelsohne 1993, als sie sich mit dem Bronzerang bei der Bezirksmeisterschaft für die Teilnahme an den Landes-Titelkämpfen im Pflicht-Vierkampf qualifizieren konnte. Bei diesem – vor der eigenen Haustür – in Heidmühle ausgetragenen Leistungsvergleich, an dem sich 174 Turnerinnen aus 80 verschiedenen niedersächsischen Vereinen beteiligten, gelang Päschel ein sehr guter achter Platz.

In den späteren Jahren ihrer Glarumer Vereinszugehörigkeit ließ sie sich zur Trainerin ausbilden, um die Breckwoldts in deren Vereinsarbeit zu unterstützen und ihr Fachwissen und ihre turnerischen Fertigkeiten an den TuS-Nachwuchs weiterzugeben.

„Meine erste Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften 1993 in Wardenburg war sehr aufregend“, erinnert sich Päschel heute: „Das erste Mal, dass der TuS Glarum neben mir in Annette Gebhardt noch eine zweite Turnerin zu einem weiterführenden Wettkampf schicken konnte.“

Große Freude

Zusammen mit ihrer Mutter und Trainer Hartwig Breckwoldt sei man an jenem Sonntagmorgen früh losgefahren. „Nach einer mir ewig vorkommenden Fahrt kamen wir bei der Halle an. Die Ausstattung dort war im Gegensatz zu unserer Halle viel moderner und professioneller, die Turnerinnen alle so selbstsicher“, sagt Päschel: „Umso größer war unsere Freude, dass ich mich mit einem dritten Platz sogar für die Landesmeisterschaft qualifizieren konnte.“

Diese fanden drei Wochen später in Heidmühle statt. „Wenn ich nicht so aufgeregt gewesen wäre, und gleich bei der ersten Übung am Schwebebalken gepatzt hätte, wäre sogar eine bessere Platzierung als Rang acht drin gewesen“, bilanziert Päschel: „Trotzdem waren wir stolz auf diese ersten Erfolge. Und speziell für Traute und Hartwig Breckwoldt war es eine tolle Bestätigung ihres Trainings.“

Mehr noch: „Es hat den Weg für die weiteren Erfolge im Turnbereich geebnet und den Ausbau der Leistungssparte vorangetrieben, die ich dann als Fachübungsleiterin mit trainieren konnte“, betont Päschel und ergänzt: „Nur dem Engagement von Traute und Hartwig Breckwoldt habe ich es zu verdanken, dass ich so weit gekommen bin.“

Natürlich nutzte Päschel die Rückkehr in ihre alte Heimat auch dazu, die neue Halle und den mittlerweile stark angewachsenen Gerätepark des TuS Glarum zu bestaunen. „Zu meiner Zeit gab es den Sprungtisch noch nicht, der kam erst viel später. Wir mussten noch mit dem guten alten Sprungpferd vorlieb nehmen“, erzählt die Rheinländerin.

Mutig wie eh und je

Mutig wie eh und je wagte sie sich sogar auf den Schwebebalken und demonstrierte einige der Bestandteile ihrer damaligen Übungsreihenfolgen, wie etwa das Turnelement Standwaage. „Es ist wie mit dem Radfahren und dem Schwimmen“, erklärt sie: „Vieles verlernt man nicht. Und der Anziehungskraft einer mit aufgebauten Turngeräten versehenen Halle kann ich einfach nicht widerstehen.“

Inzwischen existiert die alte Glarumer Turnhalle nicht mehr. Übrig geblieben ist nach dem Abriss ein großer Berg an Steinen, Schutt, Glas und Metall. Die schönen Erinnerungen an alte Zeiten werden bei Päschel indes bleiben.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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