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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Große Einmütigkeit beim Kreistag

20.07.2015

Schortens Der Kreis Friesland im Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) hat am Sonntag die Weichen für eine Fusion von fünf Kreisverbänden im Nordwesten zu einem Großkreis – aller Voraussicht nach zur Saison 2017/2018 – gestellt. Ein entsprechender Antrag des friesischen Kreisvorstandes wurde beim ordentlichen Kreistag im Bürgerhaus Schortens von den Vereinsvertretern einstimmig mit 182 Stimmen durchgewunken.

1100 Mannschaften

Damit werden die schon weit vorangeschrittenen Fusionsgespräche mit den benachbarten Kreisen Wilhelmshaven, Wesermarsch, Ammerland und Oldenburg-Stadt fortgesetzt. Der geplante neue Großkreis unter dem Arbeitstitel „Jade-Weser-Kreis“ würde rund 1100 Mannschaften umfassen.

Kreistag-Splitter

Der Bestand an Mannschaften ist im Vergleich zum Vorjahr mit 192 nahezu konstant geblieben. Doch zeigt der Trend über die Jahre gesehen auch im Fußballkreis Friesland (21 Vereine) nach unten. Vor sechs Jahren hatten noch 37 Mannschaften mehr am Spielbetrieb teilgenommen.

Sorgen bereiten derzeit die Zahlen vor allem im weiblichen Bereich. So hat sich der Bestand an Mädchenteams in den vergangenen drei Jahren fast halbiert. Zudem wird es sowohl für den Kreisverband als auch für die Vereine immer schwieriger, vakante ehrenamtliche Funktionen neu zu besetzen.

In diesem Zusammenhang hob der Kreisvorsitzende Heinz Lange die Bedeutung der Übungsleiteraus- und -fortbildung auf Kreisebene hervor, die im Verbund mit den Nachbarkreisen ein Schwerpunkt der Lehrtätigkeit gewesen sei – „mit dem uneingeschränkten Ziel, damit dem immer noch akuten Trainer- und Betreuermangel, insbesondere im Nachwuchsbereich, zu begegnen“.

Unterm Strich fiel die Bilanz des Spieljahres aus Sicht von Lange überwiegend positiv aus: „Es hat für unseren Kreisverband schlussendlich wieder einmal erheblich mehr Licht als Schatten gebracht. Unser Friesland-Fußball stellt sich nach wie vor gut dar und wird durch die Vereine bis weit über die Kreis- und Ländergrenzen hinaus eindrucksvoll vertreten.“

In Zeiten überall knapper Kassen appellierte Lange an die Politik: „Die Verantwortlichen der Kommunen sind aufgefordert, bei der Art und dem Umfang der Sparmaßnahmen zu differenzieren und vor allem nach Wegen zu suchen, die die Interessen sowohl der staatlichen Körperschaften als auch der Sportvereine weitgehend in Einklang bringen. Kürzungen der Mittel für den Sport bedeuten zugleich Kürzungen der Mittel im Sozialbereich – und dies führt zur Gefährdung eines gesunden Gesellschaftsgefüges.“

„Wir sind dabei und freuen uns, dass die zwischenzeitlich abgebrochenen Gespräche nun wieder aufgenommen werden können“, bilanzierte Heinz Lange, Vorsitzender des Fußballkreises Friesland zufrieden. Vorab hatte in seinem Grußwort Dieter Ohls, NFV-Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Weser-Ems, bereits betont: „Die Gespräche zwischen den fusionswilligen Kreisen fortzusetzen, ist ohne Alternative sowie richtungs- und zukunftsweisend.“

Die Fusionsgespräche hatten in den vergangenen Wochen einen Rückschlag erlitten, weil der Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst – wie berichtet – überraschend eine Kehrtwende vollzog und aus dem Projekt ausgestiegen war. Umso erleichterter reagierten die Verantwortlichen der verbliebenen fusionswilligen Kreise, als am Donnerstag „Wackelkandidat“ Ammerland pro weitere Fusionsverhandlungen gestimmt hatte (die NWZ  berichtete).

Da parallel auch die Vereinsvertreter aus Wilhelmshaven, Wesermarsch und Oldenburg-Stadt bei ihren jeweiligen Kreistagen grünes Licht gegeben haben, könne laut Lange in den entsprechenden Ausschüssen nun der Feinschliff beginnen. „Der angestrebte Fusionsvertrag mit den beteiligten Kreisen ist dann auf einem außerordentlichen Kreistag des NFV-Kreises Friesland zu beschließen – packen wir es an“, sagte Lange. Er rechnet mit einem solchen Beschluss spätestens im zweiten Quartal 2017.

Geschlossen angetreten

Dann wird der langjährige Kreisvorsitzende mit seinen Vorstandskollegen auch weiterhin in Amt und Würden sein, denn auf dem Programm des harmonisch verlaufenen Kreistages standen auch Neuwahlen. Dabei hatten sich alle bisherigen Amtsinhaber im Vorstand, in den Ausschüssen und im Sportgericht – bis auf die Positionen Schriftführer (Guido Jaskulska) und Sportgerichtsvorsitzender (Thomas Göken) – bereit erklärt, erneut geschlossen anzutreten. Für die beiden offenen Stellen hatte der Kreisvorstand die Kameraden Tobias Zunker als Schriftführer und Gerd Kozlowski als Sportgerichtsvorsitzenden (beide FC Zetel) vorgeschlagen.

Nach der einstimmigen Entlastung des alten Vorstandes wurde zunächst Heinz Lange ebenso für drei Jahre einstimmig wiedergewählt wie danach der Rest des Vorstandes, dessen Wahlvorschläge im Anschluss allesamt durchgewunken wurden.

Einen breiten Raum nahmen beim zweieinhalbstündigen Kreistag in Schortens auch Ehrungen ein. So wurden folgende Mannschaften für deren erfolgreiches Abschneiden in der abgelaufenen Saison geehrt und mit einem Fußball beschenkt, nachdem die Meisterpokale bereits auf den Plätzen überreicht worden waren: Spielausschussvorsitzender Ludger Petroll und Tobias Zahn ehrten neben den beiden Meisterteams der SG Varel/Obenstrohe U 40 und Heidmühler FC U 50 auch den TuS Büppel (Vizemeister 1. Kreisklasse, Kreisliga-Aufsteiger) sowie die Frauenteams des TuS Obenstrohe (Kreisliga-Meister, Bezirksliga-Aufsteiger und Pokalsieger), der SG Neuenburg/Dangastermoor (Vizemeister, Bezirksliga-Aufsteiger) und des FC Zetel (Vizemeister in 7er-Staffel).

Groß war die Freude auch bei den C-Mädchen des TuS Büppel, die mit dem Titelgewinn in der Kreisliga den Bezirksliga-Aufstieg perfekt gemacht hatten und nun mit einer kleinen Abordnung beim Kreistag zugegen waren.

Fairnesssieger

In Sachen Fairness sieht Lange derweil noch deutliches Steigerungspotenzial. „Eine solche Saison darf sich diesbezüglich nicht wiederholen – wir arbeiten dran“, betonte der Kreisvorsitzende. So wurde der SV Astederfeld II (3. Kreisklasse) als einziger Fairnesssieger ausgezeichnet. In den übrigen Staffeln wurde die maximale Zahl der Strafpunkte überschritten.

Weitere Fairnessehrungen gingen an den TuS Obenstrohe II (Kreisliga) als beste friesische Mannschaft auf dem 34. Rang von insgesamt 1012 niedersächsischen Teams in der VGH-Fairnesswertung, an den Heidmühler FC II (Kreisliga) auf Rang 80 und den Heidmühler FC I (Bezirksliga) auf Platz 106. Jeweils ohne eine Rote oder Gelb-Rote Karte in der Saison 2014/2015 kamen neben Astederfeld II auch die SG Obenstrohe/Dangastermoor III (2. KK) und SG Wangerland III (3. KK) aus.

Verein des Jahres

Großen Beifall erntete abschließend der TuS Obenstrohe als Gewinner der Fair-Play-Plakette des Fußballkreises Friesland. Der TuS wurde damit bereits zum fünften Mal „Verein des Jahres“. Auf den weiteren Plätzen in der ausgeklügelten Auswertung, in die viele verschiedene Faktoren einfließen, folgten diesmal der FC Zetel, TV Neuenburg, TuS Dangastermoor, Heidmühler FC und RW Tettens.

Auch Einzelpersonen wurden wegen ihrer großen Verdienste um den Fußballsport beim Kreistag von Lange im Beisein von Ohls ausgezeichnet. Eine goldene Verdienstnadel erhielten Uwe Wilken (Abteilungsleiter/SV Gödens), Hans-Georg Berndt (Jugendbetreuer/FC RW Sande-Cäciliengroden), Wilhelm Bennen (40 Jahre Schiedsrichter/Heidmühler FC), Peter Schindler (50 Jahre Schiedsrichter/FC RW Sande-Cäciliengroden) und Dierk Nattke (Trainer/TuS Obenstrohe).

Eine silberne Ehrennadel wurde Karlheinz Kranke (1. Vorsitzender/TuS Varel), Hans-Dieter Weist (Abteilungsleiter/Heidmühler FC) und Uwe Wolters (NFV-Jugendausschuss/SV Gödens) angesteckt. Meike Harenberg (Geschäftsführerin/FC Zetel) und Thomas Habben (Abteilungsleiter/TuS Waddewarden) bekamen eine Verdienstnadel überreicht.

Mit der silbernen Verdienstnadel als Mitarbeiter des Fußballkreises wurden ausgezeichnet Hartmut Abrahams (KSG-Beisitzer/FC RW Sande-Cäciliengroden) und Uwe Schneider (Schiedsrichterausschuss/FC Zetel).

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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