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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Handball im Blick – Meistertitel im Sinn

14.03.2014

Varel Ein Zufall führte Neele Buschmann einst zum Handball: „Ich war bei meiner Cousine und bin einfach mit ihr zum Training gegangen.“ In der Folge habe ihre Cousine aufgehört, aber sie hat trotzdem weiter gemacht – und das hat sich auch ausgezahlt.

Bis zur C-Jugend ging die Winkelsheiderin für die HSG Varel auf Torejagd und wurde in dieser Zeit auch zur ersten „Jugendsportlerin des Jahres“ bei der Sportlerwahl in Friesland gewählt (2003/ 2004). An dieses Ereignis kann sich die junge Sportlerin auch heute noch sehr gut erinnern: „Ich weiß noch genau, was ich anhatte und wie alles ablief.“ Wegen ihrer sportlichen Leistungen derart gewürdigt zu werden, sei „ein sehr schönes Erlebnis“ gewesen.

Minister a. D. Karl-Heinz Funke ehrte im Juni 2004 die kleine Handballerin Neele Buschmann. BILD: Archiv

Nachwuchssportlerin des Jahres 03/04

Fünfmal wurde in der 20-jährigen Geschichte der der Wahl von Frieslands Sportlern des Jahres in zwei gesonderten Kategorie auch der Nachwuchs gekürt. Erste „Jugendsportlerin des Jahres“ wurde Neele Buschmann bei der Sportlerwahl 2003/2004. Damals war die hochtalentierte Handballerin noch in Diensten der HSG Varel-Friesland.

Schnell machte Buschmann auf sich aufmerksam und kehrte im B-Jugend-Alter der HSG den Rücken in Richtung TV Neerstedt. „Ich bin meinem Großvater sehr dankbar“, berichtet sie. „Er hat mich oft zum Training gefahren.“ Nach nur einem Jahr in Neerstedt erfolgte 2009 der Wechsel zum VfL Oldenburg. Dort gehörte Buschmann der B- und A-Jugend-Oberligamannschaft an und avancierte nebenbei zur niedersächsischen Auswahlspielerin.

Oldenburg war aus zweierlei Gründen interessant für die Handballerin. „Zum einen war das deutlich näher an Varel gelegen, und zum anderen bietet der Verein ganz andere Perspektiven“, erklärt sie. In Neerstedt leiste man zwar eine gute Jugendarbeit, aber gerade im Seniorenbereich sei der VfL Oldenburg die Nummer eins des Frauenhandballs in der Region. Das absolute Highlight stellte für Buschmann das Final-Four-Turnier mit der A-Jugend in Blomberg dar, bei dem die vier besten Teams aus Deutschland um die Deutsche Meisterschaft kämpfen. Dort wurde der VfL 2012 Dritter, auch dank starker Leistungen von Neele Buschmann.

Heute ist die ehemalige Abiturientin des Lothar-Meyer-Gymnasiums 21 Jahre alt und steht kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau. Aus dem Jugendbereich ist sie vor zwei Jahren in den Seniorenbereich gewechselt und fühlt sich dort richtig wohl. „Ich komme mit der Mannschaft super klar und fühle mich so gut wie noch nie zu vor“, sagt Buschmann über ihr Team. Mit der zweiten Mannschaft des VfL Oldenburg startet sie in der Nordstaffel der Dritten Liga und befindet sich dort ungeschlagen an der Tabellenspitze. Nach 19 Spieltagen gab es lediglich ein Remis zu beklagen. Mit 435 Gegentreffern stellt der VfL II dort die beste Abwehr und hat drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Da die Erste des VfL in der Ersten Bundesliga aktiv ist, ist der Aufstieg der Reserve in die Zweite Liga somit allerdings nicht möglich.

„Wenn wir dürften, würden wir auch aufsteigen“, gibt Buschmann zu, betont aber, sehr zufrieden in der Dritten Liga zu sein: „Irgendwann rückt die berufliche Perspektive in den Vordergrund.“ Natürlich sei ihr der Handball auch heute noch sehr wichtig, aber von Einsätzen in der Ersten Bundesliga träumt sie nicht mehr. Schließlich sei sie mehr als zufrieden in ihrer Mannschaft und steht kurz vor dem Meistertitel in der Dritten Liga. Mit vier Trainingseinheiten pro Woche, davon einmal Krafttraining, ist ihr Trainingspensum bereits jetzt sehr ausgeschöpft.

Mit ihren 1,71 Metern ist Buschmann nicht besonders groß für eine Rückraumspielerin – und doch gehört sie seit je her zu den Top-Torschützen in ihren Mannschaften. „Durch Sprungkraft und ständiges Krafttraining konnte ich das bisher gut kompensieren“, erklärt die Rückraum-Linke. Inzwischen findet Buschmann aber vor allem auch Teamfähigkeit entscheidend für den Erfolg. „Zudem braucht man den nötigen Ehrgeiz, aber den braucht man in jeder Sportart.“ Der Handball ist laut der Varelerin nicht so hart wie alle finden, sondern auch sehr fair und zumeist auch ästhetisch.

Neele Buschmann ist in einer handballbegeisterten Familie groß geworden. Auch ihr Bruder Nils stand bereits für die HSG Varel-Friesland in der Dritten Liga zwischen den Pfosten. Auch deshalb wird sie auch in der Zukunft ihre Jagd auf Tore gekonnt fortsetzen und für den VfL Oldenburg II alles geben.

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