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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Horum-Regatta Vor Horumersiel: Kein Segeltag für schwache Nerven

28.09.2020

Horumersiel Die Horum-Regatta „lütt“ am Sonnabend war nichts für schwache Nerven: Mehrmals musste der Start verschoben werden, weil absolute Flaute herrschte. Zahlreiche Skipper zeigten sich ungeduldig und kehrten entnervt in die Heimathäfen zurück. Immerhin 31 Bootsbesatzungen bewiesen dagegen Durchhaltewillen und warteten mit Engelsgeduld auf den Wind; der setzte dann mit dreistündiger Verspätung endlich ganz schwach ein und hielt am Ende dann mit drei Beaufort aus nördlicher Richtung durch.

Regatta-Sieger

Siegerehrung und Preisvergabe fielen in diesem Jahr völlig aus. „Es geht um die Ehre“, hatte SKHS-Vorsitzender Jan Gerdes in seiner Einladung postuliert. Und so sahen es auch wohl die entspannt gebliebenen Wettfahrtteilnehmer. Die Segelzeiten und Platzierungen konnten die Skipper im Internet nachlesen.

Als First-ship-home ging Frechdax (Wilco Schipper, Sail Lollipop Regattaverein) nach 2:27.48 Stunden durchs Ziel. Die Gruppensieger:
 Doughnout (Helmut Hörnle, SLRV)
 Indigo (Hendrik Busemann, WSV Hooksiel)
 Törn to (Ole Grave, WSC Wilhelmshaven)
  May Way (Jens Walla, WSV)
 Frechdax (Wilco Schipper, SLRV)
 Stjernesknud (Claus Weegen, WSV)
 Lawai (Nikolai Koch, Yachtclub Harlesiel)
 Dienstreise (Tammo Diebel, Segelkameradschaft Horumersiel).

„In diesem Jahr ist das Virus drin“, meinte denn auch Heiner Thymm von der Regattaleitung, die auf Herbert Enklers Startschiff „Gesine“ einigermaßen komfortabel ausharrte.

Gar kein Wind

Schon während der Woche hatten die Meteorologen den Skippern und ihren Besatzungen mehr Fragen als Antworten gegeben. So war am Wochenanfang zunächst starker Wind für den Regattatag angesagt worden. Doch diese Prognose änderte sich im Laufe der vergangenen Woche so häufig, dass man kaum noch hinterher kam, die jeweils aktuellste Wettervorhersage zu interpretieren. Die gebräuchlichen Wetterdienste lieferten gar völlig gegensätzliche Modelle: Mal war von Nordwind die Rede, Stunden später sollte der Wind aus Süden kommen.

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Im Ergebnis herrschte am Sonnabendvormittag überhaupt kein Wind. Die Jade glich einem Ententeich, die Windmesser auf den Masten torkelten hin und her und lieferten Anzeigen auf den Displays, von denen man 0,0 Windstärke ablesen konnte.

Regattaleiter Alexander Bayer hatte schon frühmorgens eine erste Startverschiebung auf 11 Uhr bekannt gemacht. Weitere Verschiebungen um jeweils 30 Minuten folgten. Knapp die Hälfte der Skipper entschieden für sich und ihre Besatzungen: „Wir fahren zurück. Diese ewige Warterei ist nichts für uns!“

Unter Corona-Bedingungen lief in diesem Jahr die 51. Auflage der Regatta als Horum-Regatta „lütt“ völlig anders: Es fehlte die gemeinsame Steuermannsbesprechung am Vorabend, die stets auch ein Treffen der Segelsportler ist. Es fehlten Siegerehrung und Regattafete, die meist zusammen mit der Sielortfete in Horumersiel geselliger Abschluss eines Segeltages sind.

Stattdessen begrüßte der 1. Vorsitzende Jan Gerdes die Teilnehmer per Seefunk auf der Jade und dankte allen, die zum Gelingen dieser besonderen Regatta beigetragen hatten. Die hohe Meldezahl wertete er als Ermutigung für das nächste Jahr, wenn hoffentlich alles wieder in gewohnten Bahnen ablaufen darf. Bis zuletzt hatte die Segelkameradschaft gebangt, ob die Wettfahrt wegen der Corona-Einschränkungen gestartet werden durfte.

Start im Zeitlupentempo

Um 13.30 Uhr wurden dann die verbliebenen Boote auf den Kurs geschickt. Bei ein bis zwei Windstärken mussten die bunten Spinnaker gesetzt werden, um gegen den laufenden Ebbstrom Strecke gutmachen zu können. Im Zeitlupentempo setzte sich das stark geschrumpfte Regattafeld in Bewegung. Von gemeldeten 55 Jachten segelten 31 los.

Angesichts des schwachen Windes verkürzte die Wettfahrtleitung den Kurs deutlich. Vor der Hafeneinfahrt Hooksiel wurde gewendet. Gegen den Wind aus Nord kreuzten dann die Boote zurück zum Ziel auf Schillig-Reede, wo die Wettfahrtleitung auf der „Gesine“ die Zielzeiten stoppte. Das Regattafeld war bei den flauen Winden relativ eng beisammen geblieben und nach rund drei Stunden war die Horum-Regatta 2020 beendet.

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