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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

HSG Varel verliert Spiel und Schinnerer

28.09.2015

Varel Eine Nummer zu groß war Tabellenführer VfL Fredenbeck am Freitagabend für die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland. Vor 850 Zuschauern im Hexenkessel Geestlandhalle zogen die Gäste am Ende mit 26:32 (13:18) den Kürzeren – dabei wäre trotz der äußerst dünnen Personaldecke für die Mannschaft von Andrzej Staszewski durchaus mehr drin gewesen. „In der Abwehr haben wir es phasenweise nicht geschafft, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Außerdem haben wir im Angriff zu viel verworfen“, brachte es der HSG-Coach auf den Punkt.

Die Vareler, die ohne Gaddi Xhafolli (Wadenbeinbruch) und Oliver Staszewski (Schulterverletzung) angetreten waren, hatten die Partie nach schlechtem Beginn (2:5/6.) bis zum 9:9 (16.) zunächst völlig offen gestaltet. Ein Bruch kam allerdings ins Spiel, als sich Kreisläufer und Abwehr-Mittelblocker Till Schinnerer verletzte (19.). Er war bei einer Wurfaktion unglücklich auf der Schulter gelandet, musste unter starken Schmerzen ausgewechselt werden und konnte danach nicht mehr weiterspielen. Eine genauere ärztliche Untersuchung zu Wochenbeginn soll nun Aufschluss darüber bringen, ob ein weiterer HSG-Leistungsträger wochenlang auszufallen droht.

„Nach Tills Ausfall haben wir leider etwas die Stabilität in der Abwehr verloren“, bedauerte Staszewski. So zogen die Hausherren über 16:12 (25.) zur Pause auf fünf Tore davon – zumal sich die Vareler zudem viele Fehlwürfe geleistet hatten. Zwar stimmte diesmal unterm Strich die Durchschlagskraft aus dem Rückraum – Malvin Patzack erzielte neun Treffer, Marek Mikeci war achtmal und Martins Libergs viermal erfolgreich. Jedoch ließen die Gäste über den Kreis und vor allem über Außen zu viele Chancen ungenutzt. Dabei machte der junge Kevin Langer (3) seine Sache als „Xhafolli-Ersatz“ auf Rechtsaußen durchaus gut; trotz der hektischen Atmosphäre in der Geestlandhalle.

„Das war eine richtig heiße Kiste dort, die VfL-Zuschauer haben die Halle zum Kochen gebracht, wobei wir auch von unseren mitgereisten eigenen Fans gut unterstützt wurden“, sagte der HSG-Coach. Nur die auf beiden Seiten sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichter, die viel zu früh mit Gelben Karten und Zeitstrafen eingestiegen waren, ließen sich davon anstecken. Vielleicht hatten sie sich angesichts des Aufeinandertreffens der beiden bislang bissigsten und besten Deckungsreihen der Liga auch etwas zu viel vorgenommen. Bereits nach 30 Minuten wurde etwa Fredenbecks Eike-Carsten Wertz wegen der dritten Zwei-Minuten-Strafe disqualifiziert.

Nach der Pause konnten die Fredenbecker, bei denen Jürgen Steinscherer (9/6), Lars Kratzenberg (8) und Jonas Buhrfeind (6) am häufigsten trafen, ihren komfortablen Vorsprung über 22:17 (34.) und 25:19 (40.) bis zum 27:21 (45.) verteidigen. Das lag auch daran, dass die HSG-Torhüter Andre Seefeldt (1 Parade) und Hendrik Legler (4) einen schwarzen Tag erwischten.

Erst als Staszewski in Levin Stasch die dritte Option zwischen die Pfosten schickte (39.), bekam die Vareler Abwehrreihe mehr Unterstützung. „Er hat uns ins Spiel zurückgebracht, indem er auch freie Würfe vom Kreis oder über die Außen entschärft hat“, lobte Staszewski den Torwart-Youngster, der am Ende auf acht Paraden kam.

Prompt hatten die Gäste den Rückstand auf 25:28 (54.) verkürzt. Bis drei Minuten vor dem Ende (26:29) blieben sie in Schlagdistanz zum verlustpunktfreien Tabellenführer, konnten aber nicht mehr weiter verkürzen. Das wiederum lag daran, dass sich die Vareler auch nach der Pause gegen die Fredenbecker Nummer zwei im Tor, Szymon Krol, zu viele Fehlwürfe geleistet hatten. „Wir haben ihn richtig warmgeworfen“, ärgerte sich der HSG-Coach.

Nun wartet das nächste schwere Auswärtsspiel auf die Vareler. Am kommenden Sonnabend geht es nach Korschenbroich, und Staszewski gehen langsam die Spieler aus. Zumal auch der Einsatz von Linksaußen Max Wiedenmann wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel äußerst fraglich ist. Personelle Hilfe aus der Zweiten kann es nicht geben, weil diese mangels Spielern vor dem Saisonbeginn aus der Verbandsliga zurückgezogen wurde. „Der Kader wird immer kleiner, aber die Saison ist noch lang, daher werden wir nicht jammern“, bleibt Staszewski äußerlich erstaunlich gelassen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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