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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

HSG verliert Tanz auf Rasierklinge

12.12.2011

AURICH Eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebten die Fans beider Lager am Sonntag im hart umkämpften Derby zwischen den Drittliga-Handballern des OHV Aurich und der HSG Varel-Friesland. Am Ende einer Partie mit Licht und Schatten auf beiden Seiten hieß es vor 1540 Zuschauern in der Arena an der Emder Straße 26:23 (12:13) für die Gastgeber. Diese hatten – angeführt durch den ehemaligen HSG-Spieler Henning Padeken, der vier Tore in Folge warf – zwar einen Blitzstart erwischt (6:2/10.). Sie waren dann aber ins Hintertreffen geraten und sahen Mitte der zweiten Hälfte schon wie die sicheren Verlierer aus.

Dementsprechend zerknirscht zeigte sich HSG-Trainer Jörg Rademacher unmittelbar nach dem Schlusspfiff: „Die Niederlage war trotz unserer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung verdient, weil die Auricher nie aufgegeben und immer an den Sieg geglaubt haben.“ Was in der vergangenen Woche beim 26:25-Sieg in Hagen noch so gerade eben gut gegangen war, als dem dünnen Vareler Kader am Ende ebenfalls die Kräfte ausgegangen waren, ging diesmal schief. „Das ist für uns personell gesehen jedes Mal ein Tanz auf der Rasierklinge – mal geht es gut, mal eben nicht“, erläuterte Rademacher. Er konnte zwar die angeschlagenen Außen Petar und Andrija Bubalo aufbieten, aber nur Ersteren sporadisch einsetzen.

So verspielten die Vareler in der zweiten Hälfte binnen sechs Minuten eine Fünf-Tore-Führung, während sich die Ostfriesen in einen Rausch steigerten. „Da hatten wir plötzlich keine Ideen mehr und haben nicht mehr getroffen“, bedauerte Jochen Toepler, der wie schon in Hagen als reaktivierter Außenspieler aushalf und per Heber zur 21:16-Führung (47.) getroffen hatte. Doch die Hausherren stemmten sich mit dem Mute der Verzweiflung gegen die drohende Niederlage, kamen eindrucksvoll zurück und glichen zum 21:21 aus (53.).

„Wir haben ganz klar auf die Karte des kleinen Vareler Kaders gesetzt“, erläuterte nach Spielende Aurichs zufriedener Trainer Dusko Bilanovic. Er hatte auch nach dem hohen Rückstand noch an seine Mannschaft geglaubt: „Wir wussten, dass der HSG irgendwann die Kräfte ausgehen würden und haben mit den 10:2 Toren in den letzten zehn Minuten den Grundstein zum Derbysieg gelegt.“

Spezial: Alle Informationen zur 3. Handball-Liga West Daran konnte auf Vareler Seite auch Torwart Andre Seefeldt nichts mehr ändern, obwohl er zuvor mit teilweise sensationellen Reflexen und insgesamt 20 Paraden plus drei gehaltenen Siebenmetern einmal mehr ein bärenstarker Rückhalt für die Friesländer gewesen war. „Mehr Bälle als Andre diesmal gehalten hat, kann ein Torwart nicht halten“, lobte Rademacher seinen seit Wochen in Bestform agierenden Kapitän bei der Pressekonferenz und bekam dafür auch von den Aurichern anerkennenden Applaus. Doch Seefeldts Vorderleute konnten vor allem im Rückraum mit der Leistung ihres Schlussmannes nicht Schritt halten. So konnte im Abschluss neben Außenspieler Thore Linda nur Martins Libergs Durchschlagskraft entwickeln. Dagegen blieben Vaidas Dilkas und Regisseur Niels Bötel, der sich zudem einige technische Fehler leistete, sehr blass. HSG Varel: Seefeldt (20 Paraden), Legler - Janßen 3, Linda 8, Bötel 3/2, Libergs 7, Dilkas, Toepler 2, A. Bubalo, P. Bubalo, Schinnerer, Schulat.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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