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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Handball: „Ich bedauere es ein wenig, wegzugehen“

16.05.2011

VAREL Ein bisschen Wehmut, große Dankbarkeit und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft: Es war von allem etwas dabei, als sich die Handballer der HSG Varel am Sonnabend gemeinsam mit ihren Zuschauern von der 2. Bundesliga verabschiedeten. Nach 24 Spielzeiten in Deutschlands zweithöchster Klasse, davon zuletzt zwölf in Folge, wollte der Abschied sportlich angesichts der klaren 25:33 (8:17)-Niederlage gegen TuSEM Essen nicht so recht klappen, doch die Verantwortlichen der HSG Varel setzen trotz der Abgänge mehrerer Spieler, die im Rahmen der Partie verabschiedet wurden, auf einen guten Neustart in der Dritten Liga.

„Man hat schon bei der Verabschiedung gemerkt, dass das einigen Spielern sehr nahe ging“, sagte HSG-Vorstand Lothar Brecht, der letztmals als Interimstrainer an der Seitenlinie stand, und sah darin auch eine Erklärung für die magere Leistung gegen Essen. „Wir hatten in der ersten Halbzeit erhebliche Probleme, waren in der zweiten aber gleichwertig.“ Nach der Partie fiel die Last aber gänzlich von den Schultern, und so konnte die letzte Zweitliga-Saison für die meisten Akteure doch noch mit Fans und Freunden versöhnlich ausklingen.

„Trotz Niederlagen gereift“

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„Ich habe mich bei der HSG sehr wohl gefühlt. Der Schritt, vor vier Jahren vom TV Neerstedt nach Varel zu gehen, war absolut richtig. Trainer Peter Kalafut habe ich viel zu verdanken. Unter ihm habe ich große Fortschritte gemacht. Ich bedauere es ein wenig, wegzugehen“, erklärte Tim Coors, der nach Bietigheim in die eingleisige Zweite Liga wechselt.

Lobende Worte für den Trainer, der vor wenigen Wochen vorzeitig zurückgetreten war, fand auch Linksaußen Jan Molsen (Ziel noch unbekannt). „Unter Kalafut habe ich mich zu einem Spieler entwickelt, der Verantwortung übernimmt und Stammspieler geworden ist. Ich habe mich in Varel sehr wohl gefühlt“, erklärte der 24-jährige Speditionskaufmann. „Ich hätte mich gegen Essen gerne anders verabschiedet. Aber insgesamt war es eine erfolgreiche Zeit für mich“, ergänzte Molsen, der vor zwei Jahren nach Varel gekommen war. Er glänzte nicht nur in der Zweiten Liga, sondern führte in dieser Saison die weibliche C-Jugend als Trainer zur Meisterschaft in der Regionsliga.

Nach nur einer Saison verlässt Uwe Kalski die HSG in Richtung TSV Altenholz. „Es war für mich ein lehrreiches Jahr. Peter Kalafut hat jeden von uns als Spieler weitergebracht“, meinte der 22-Jährige, der zurzeit Sport und Geschichte in Oldenburg studiert, und fügte hinzu: „Trotz der zahlreichen Niederlagen sind wir gereift. Ich habe mich bei der HSG sehr wohl gefühlt. Die Leute haben sich sehr um mich bemüht.“

Der vierte bereits feststehende Abgang ist der von Linkshänder Renke Bitter. „Die Zeit bei der HSG war wichtig für mich. Hier habe ich die Chance bekommen, in der Zweiten Liga zu spielen. Ich hätte sicherlich einiges besser machen können“, sagte der 19-Jährige, der ebenfalls in Oldenburg Wirtschaftswissenschaften studiert und noch nicht weiß, für welchen Verein er künftig spielen wird: „Wo ich hingehe, steht noch nicht fest. Ich habe Angebote aus Liga zwei und drei.“

Vielversprechende Jugend

Wie die vier Spieler wurden die weibliche A-Jugend für die Meisterschaft in der Landesliga und ihre männlichen Kollegen für die geschaffte Qualifikation für die neue A-Jugend-Bundesliga geehrt. Die Mannschaft von Trainer Ralf Koring macht auch Hoffnungen auf weitere erfolgreiche Jahre im Männerhandball.

„Die HSG sollte weiterhin auf die Jugend setzen“, meinte Klaus Seebergen, der mit der damaligen SG VTB/Altjührden am Ende der Saison 1980/81 als Tabellendritter die Qualifikation für die Zweite Liga schaffte. Er ist der Meinung, dass der Abstieg des aktuellen Teams kein Beinbruch ist. „Für die Zuschauer ist das sogar besser. Es werden spannende Derbys zu sehen sein“, sagte der ehemalige Kreisläufer am Sonnabend in der Halle und ergänzte: „Zudem bin ich der Überzeugung, dass die HSG oben mitspielen wird. Lassen wir uns überraschen. Ich bin in der nächsten Saison als Zuschauer auf jeden Fall wieder dabei.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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