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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

„Ich lebe nach dem Ganzen“

26.05.2007

SCHORTENS Als Kapitän hat der Schortenser maßgeblichen Anteil am Erfolg der Huntestädter. Der VfB kämpft um den Bundesliga-Aufstieg.

Von Sören Siemens

Wenn die A-Junioren-Kicker des VfB Oldenburg Woche für Woche in der Regionalliga Nord den grünen Rasen betreten, marschiert ein Schortenser vorneweg. Steffen Puttkammer, der am Wochenende beim Nordfrost-Cup in Heidmühle aufläuft, spielt seine zweite Saison beim Traditionsverein und ist inzwischen sogar Kapitän. Als solcher hat er die Grundwerte der Blauen schon verinnerlicht: „Den neuen Spielern wird direkt vermittelt, dass man am Ende der Saison vor dem VfL Oldenburg zu stehen hat.“

Davon ist auszugehen. Der VfL ist mit 30 Punkten Achter, der VfB mit 53 Zählern Zweiter. Statt auf die Grünen zu schielen, blickt man gen Bundesliga. Zwar ist die Meisterschaft nach Braunschweig zur Eintracht gegangen, doch ist auch der zweite Rang lukrativ. Dieser zieht zwei Aufstiegsspiele gegen den Vizemeister der Nordost-Staffel nach sich. Der Widersacher des VfB vor den letzten zwei Saisonspielen ist der VfL Osnabrück.

Das alles hätte sich der 18-Jährige noch nicht träumen lassen, als er im Sommer 2005 von seinem Heimatverein Heidmühler FC zum VfB wechselte. Zwar schon in der Regionalliga spielend, waren die Rahmenbedingungen noch nicht so gut. Das ist inzwischen anders. Der Traditionsverein baut ein Jugendleistungszentrum für 300 000 Euro und intensiviert seine Nachwuchsarbeit. Steffen und seinem Jeveraner Mitspieler Daniel Oleksyn steht so für die fast tägliche Fahrt nach Oldenburg ein PKW zur Verfügung. Immerhin bittet Trainer Robert Heidtmann vier- bis fünfmal die Woche zum Training - plus Punktspiel. Da ist Steffen glücklich, auf die Unterstützung seiner Familie, Freundin und Freunde zählen zu können.

Um 16.30 Uhr geht der Schüler aus dem Haus, fünf Stunden später kehrt er zurück. Der ganze Aufwand soll sich irgendwann bezahlt machen: „Ich möchte als Fußballer so hoch wie möglich spielen. Ich lebe auch nach dem Ganzen“, sagt der torgefährliche Mittelfeldspieler: 13 Treffer steuerte er bereits zum Erfolg seines Teams bei. Das ist auch den VfB-Verantwortlichen nicht verborgen geblieben. Da er im Sommer in den Herren-Bereich wechselt, haben schon Gespräche stattgefunden. „Ich höre mir erst mal alles an“, schließt der Schortenser auch einen Vereinswechsel nicht aus. Die Herren-Mannschaft des VfB, die um die Oberliga-Rückkehr kämpft, wäre jedoch eine große Herausforderung.

Sein A-Junioren-Trainer Robert Heidtmann hält jedenfalls große Stücke auf Steffen: „Er ist nicht umsonst zum Kapitän bestimmt worden.“ Sein Lehrmeister sieht in dem Schortenser einen strategisch denkenden Mittelfeldspieler mit Torgefahr, der auch menschlich ein hervorragender Fußballer sei. „Ich hoffe, dass er bei uns bleibt.“

Was es bedeutet, beim ruhmreichen VfB zu spielen, bekommen die A-Junioren des öfteren zu spüren. „Wir haben mit Sicherheit die größte Fangemeinde der Liga“, freut sich Steffen, der alles auf sich zukommen lassen will und für diese Saison ein klares Ziel vor Augen hat: das Erreichen der Aufstiegsspiele. Im vergangenen Sommer seien zu den Partien 1000 und 5000 Zuschauer gekommen, berichtet der Zwölftklässler. Einen Vorgeschmack bekam man schon mal im Derby gegen den VfL Oldenburg: Da strömten 500 Fans an den Spielfeldrand. Und der VfB gewann. Wie es sich gehört.

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