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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Vereinsleben: Im 100. Jahr noch knapp 100 Mitglieder

07.02.2013

Astederfeld Am kommenden Sonnabend ist es 100 Jahre her: Am 9. Februar 1913 trafen sich die Herren Gerd Lammers, Gerd Ahlhorn, Friedrich Säfken, Johann Kuhlmann, Heinrich Wilhelms, Heinrich Kloppenburg, Fritz Ehlers und Georg Ehlers in der damals vom Gastwirt Meyer geführten Gaststätte „Zur freien Aussicht“ in Astederfeld, um den Boßelverein „Pattlöper“ zu gründen.

Im 100. Jahr seines Bestehens hat der Boßelverein Astederfeld noch knapp 100 Mitglieder. Vorsitzender ist seit 2009 Wolfgang Schubert. Feiern will der Club sein Jubiläum im August.

Besondere Straße

1913 führte durch Astederfeld eine relativ schmale und runde Klinkerstraße, die auf der einen Seite einen Sandweg für die damaligen Ackerwagen hatte und auf der anderen Seite einen schmalen Sandweg, der als Fußweg diente. Wenn die Astederfelder Boßler zu jener Zeit Freundschaftswettkämpfe austrugen, versuchten sie immer, die Boßelkugel so auf der Klinkerstraße aufzusetzen, dass sie nach Anwurf auf dem Fußweg zu laufen kam, damit eine ordentliche Wurfweite erreicht wurde. Die plattdeutsche Bezeichnung für einen Fußweg ist „Patt“, und die plattdeutsche Bezeichnung für Laufen ist „lopen“. Aus diesen plattdeutschen Bezeichnungen resultiert der Vereinsname „Pattlöper“.

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Der Boßelverein hatte damals um die 30 Mitglieder und wurde zu einem wichtigen sozialen Faktor für das Leben im Dorf – bis heute.

Eine Glanzzeit erlebte das Boßeln in Astederfeld in den 30er Jahren. Da nämlich übernahm der Lehrer Johann Haschen die Leitung der damaligen Volksschule Astederfeld. Haschen war ein eifriger Verfechter des Boßelsports und führte diesen sogleich als Lehrfach an der Schule ein. Haschens ehemalige Schüler zählten zu jener Zeit zu den herausragenden Werfern des Vereins.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Fritz Hasselbach 1949 zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Mit Freundschaftswettkämpfen wurde das Vereinsleben neu belebt. Bald nahmen Mannschaften auch an offiziellen Wettkämpfen teil. Der erste Vereinsausflug fand 1956 nach Bremerhaven statt. 1958 wurde eine Jugendgruppe gebildet.

Passend zum 50-jährigen Bestehen 1963 wurde dem Verein von der damaligen Gemeindeverwaltung Neuenburg mitgeteilt, dass künftig für alle Boßelwettkämpfe auf kreiseigenen Straßen Genehmigungen einzuholen sind, die kostenpflichtig sind. Heute werden die Straßen vom Landkreis auf Antrag des Kreises X Friesische Wehde freigegeben, die Kosten werden von den Vereinen mit dem Beitrag an den Kreis X gezahlt.

1972 wurde in Astederfeld die erste Frauengruppe gegründet. 1980 begann der Boßelverein damit, Altpapier zu sammeln. Dadurch konnten jährlich rund 1000 Euro eingenommen werden. Aufgrund der blauen Tonne wurden die Altpapiersammlungen inzwischen eingestellt. Zum 75-jährigen Bestehens schaffte „Pattlöper“ eine Vereinsfahne an.

2007 noch 140 Mitglieder

Wie viele Vereine hat auch „Pattlöper“ Astederfeld mit einem Mitgliederrückgang zu kämpfen. 2007 hatte der Verein noch 140 Mitglieder, heute sind es noch knapp 100. „Nach und nach sterben uns die Mitglieder weg und es kommen nicht genug junge Leute nach“, erklärt Vorsitzender Wolfgang Schubert. Er bedauert, dass die heutige junge Generation andere Interessen habe, als sich in Vereinen zu organisieren und sich ehrenamtlich zu engagieren.

Dieser Entwicklung musste Astederfeld schon Tribut zollen. Eine Jugendabteilung gibt es nicht mehr. Die Männermannschaft ist in die 2. Kreisklasse zurückgegangen, wo mit acht Werfern gespielt wird. „Eine Mannschaft mit vier Gruppen à vier Werfern bekommen wir nicht mehr zusammen“, so Schubert. Er gibt die Hoffnung aber nicht auf, dass junge Leute wieder das Interesse am Heimatsport finden und der traditionsreiche Verein am Leben bleibt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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