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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Im Galopp durch Watt und Priele

24.10.2016

Schillig Einheimische und Touristen erlebten am Samstag ein besonderes Ereignis: Die Wattjagd des Reit- und Fahrvereins (RuF) Hooksiel, ein reitsportliches Ereignis, bei dem der Spaß und die Herausforderung im Vordergrund stehen. Dieser Ritt zur Vogelinsel Minsener Oog, an dem etwa 55 Reiter, zumeist Amazonen, teilnahmen, ist ein einmaliges Naturerlebnis und hat auch nach 40 Jahren nichts von seinem Charme verloren.

Deshalb reisen Reiter auch von weit her mit ihren Pferden an, um an einer der wenigen Jagden teilzunehmen, die früher zum Abschluss der Sommersaison gehörten. Die Maria-Mettcker-Gedächtnisjagd des Reit- und Fahrvereins Jever-Moorhausen und die Fuchsschwanzjagd der Ostiemer Reiter gibt es seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.

Umso erfreulicher das Engagement der Hooksieler, wo in Gerd Kelterborn ein erfahrener Jagdreiter und Master das 1. Feld sicher durch Watt und Priele führte. Der ehemalige Ostiemer Reiter hat mit einer Prüfung seine Qualifikation als Nationalpark- und Wattführer erhalten und darf offiziell mit Gruppen im Watt reiten. Wer sich seinem starken Feld anschloss, durfte sich häufiger im Galopp austoben. Mit Master Annika Grauting im 2. Feld ließen es die Reiter ruhiger angehen.

Die Jagdhornbläser des Reit- und Fahrvereins Ostiem, in rotem Jagdrock mit weißer Hose gekleidet, signalisierten den Aufbruch zur Jagd. Stephan Mohrmann, Vereins-vorsitzender der Hooksieler, forderte zum fairen und disziplinierten Ritt auf, für den eine Genehmigung für die nächsten fünf Jahre erteilt wurde.

Fast drei Stunden lang dauerte der Ritt durch das Wattenmeer, der vom Strand in Schillig zunächst in Richtung Wasserkante führte. An ihr entlang orientierten sich die Teilnehmer bis zur Insel. Kurz bevor die Reiter Minsener Oog erreichten, musste ein großer Priel durchquert werden. „Wir hatten Glück“, sagte Gerd Kelterborn, der regelmäßig mit kleineren Touristengruppen im Watt unterwegs ist. „Alle konnten die Fahrrinne durchlaufen, auch die Ponys.“

„Wir haben uns der kühlen Witterung entsprechend angezogen“, erzählt Christine Theilen vom Mühlenhof Theilen aus Lindern bei Westerstede. Sie nahm zum 5. Mal an der Wattjagd teil und brachte drei weitere Reiterinnen mit. Den obligatorischen Stopp im Watt vor Minsener Oog gab es diesmal nicht. Stattdessen wurden Reiter und Zuschauer mit einem Bügeltrunk auf den Salzwiesen vor dem Hotel Upstalsboom bewirtet.

Zum Jagdabschluss nach einem gestreckten Galopp zum Schilliger Strand und Versorgen der Pferde trafen sich alle im Strandlokal 8 Grad Ost. Sie genossen den Blick auf das vom Nebel gelichtete Watt wo sie einen harmonischen und unfallfreien Ritt erlebten. Andrea von der Geest aus dem holsteinischen Ammersbek, Stammgast im Frieslandstern, und zum 1. Mal dabei, sprach aus, was viele dachten: „Das war mal was anderes – für den Kopf und die Seele.“

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