• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Drama im Halbfinale kostet Titelchance

26.06.2019

Jever Das war extrem knapp! Trotz des Gewinns der Bronzemedaille bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften sind die Tischtennis-Jungen des MTV Jever mit gemischten Gefühlen aus Darmstadt in die Heimat zurückgereist. Grund: Die Krone auf nationaler Ebene war zum Greifen nahe für das Sextett aus der Marienstadt.

„Das Friesen-Power-Team hat mit dem hochverdienten dritten Platz das ausgegebene Ziel Halbfinale souverän geschafft. Doch dauerte es bei allen lange, um über die große vergebene Chance hinwegzukommen“, brachte Fachvorstand Thorsten Hinrichs die Stimmungslage beim MTV auf den Punkt. Denn das 5:5-Remis im Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister Hertha BSC hatte dazu geführt, dass bei 19:19 Sätzen die Bälle ausgezählt werden mussten und diese mit 336:331 hauchdünn den Ausschlag für die Berliner gaben.

Aber der Reihe nach: Die Auftaktpartie in den am ersten Tag ausgetragenen Gruppenspielen gewannen Janek Hinrichs, Mathis Kohne, Bennet Robben, Justus Lechtenbörger, Hendrik Hicken und Erik Mast klar mit 6:0 gegen den TuS Weitefeld-Langenbach. Die Doppel Hinrichs/Kohne und Robben/Lechtenbörger harmonierten prächtig und legten den Grundstein, ehe nacheinander Hinrichs, Kohne, Lechtenbörger und Mast ihre Einzel für sich entscheiden konnten.

Den sicheren Einzug ins Halbfinale machten die Jeveraner durch einen 6:2-Erfolg gegen FT Freiburg perfekt. Aufseiten des Gegners war nur Jugend-Nationalspieler Sven Hennig bei jeweils Viersatzniederlagen für Hinrichs und Kohne nicht zu schlagen.

„Aber die Jungs waren noch lange nicht satt“, freute sich Thorsten Hinrichs, denn gegen den DJK Biederitz sollte unbedingt der Gruppensieg eingefahren werden: „Dass diese Partie zu einer wahren Demonstration der Stärke und guten Form wurde, hatten wohl nur kühnste Optimisten erwartet.“ Doch wurden neben den beiden genannten Doppeln sämtliche vier Einzel durch Kohne, Hinrichs, Robben und Hicken gewonnen und somit ein Erdrutsch-Sieg von 6:0 errungen.

Im Halbfinale wollten sich die Jeveraner dann gegen Hertha BSC für die Vorjahres-Niederlage von 4:6 – damals noch mit Jevers Spitzenspieler der Ersten Herren Nico Burgos – revanchieren. Und das Wiedersehen entwickelte sich zu einem wahren Krimi mit dramatischem Ausgang.

In den Doppeln gab es noch eine unspektakuläre Punkteteilung. Während Hinrichs/Kohne ihre weiße Weste mit einem 3:0 gegen Nam Hoang Thai/Ho Quan behielten, unterlagen Robben/Lechtenbörger mit 0:3 gegen Voßkühler/Schulwitz. Danach dominierte Kohne mit 3:0 gegen Herthas Hoang. Parallel zeigte Janek Hinrichs in seinem letzten Jugend-Turnier eine tolle Leistung und bezwang den erwartet starken Voßkühler dank spektakulärer Ballwechsel mit 3:1. Damit führte der MTV insgesamt mit 3:1.

Doch die Berliner schlugen stark zurück: Lechtenbörger und Robben waren in ihren Partien gegen Ding Yuxiang und den unorthodox spielenden Schulwitz chancenlos und unterlagen mit 0:3 zum 3:3-Ausgleich. In der oberen Hälfte siegte Hinrichs 3:1 gegen Hoang, während Kohne nach einer 2:0-Führung noch den Faden verlor (2:3).

Beim Zwischenstand von 4:4 wogten die Spiele von Robben und Lechtenbörger hin und her. Letztlich siegte Robben im Entscheidungssatz gegen Ding denkbar knapp mit 12:10. Parallel musste sich Lechtenbörger im Entscheidungssatz nach einer 9:5-Führung dem Berliner Schulwitz noch unglücklich mit 10:12 geschlagen geben. So kam beim 5:5 zu der erwähnten Auszählung der Bälle, die den Finaleinzug für die Berliner bedeutete (+ 5).

„Noch Minuten nach dem Ausgang dieses Dramas war den Marienstädtern die Ungläubigkeit deutlich anzumerken – der Finaleinzug und der mögliche Titel waren zum Greifen nahe“, erklärte Thorsten Hinrichs: „Fast schon unglaublich aber auch die Reaktion des Teams, denn nur zehn Minuten nach der über dreistündigen Partie gegen die Berliner galt es, die Partie um die Bronzemedaille gegen Vortagsrivale Biederitz aufzunehmen. Zwar wollten sich die Biederitzer unbedingt für die 0:6-Schlappe revanchieren, doch setzten sich die MTV-Jungen mit 6:2 durch.

„Dass die Berliner das Finale mit 6:4 gegen Titelverteidiger Gievenbeck für sich entschieden, ist ein schwacher Trost“, bilanzierte Thorsten Hinrichs. Auch die Tatsache, dass die MTVer als einzige Mannschaft das Turnier ungeschlagen überstanden hatte, während die Berliner in der Vorrunde Gievenbeck unterlagen, zeige die große Titelchance des „Friesen-Power-Teams“. Hinrichs: „Dennoch war das eine tolle Saison!“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.