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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Pokalderby im Endspiel-Modus

18.10.2019

Jever /Varel Ein brisantes Nachbarschafts-Duell steht an diesem Sonntag im Fokus der in Turnierform ausgespielten zweiten Runde des HVN/BHV-Pokals. Haben die gastgebenden Regionsoberliga-Handballer der HG Jever/Schortens II ab 13 Uhr im Sportzentrum Jahnstraße neben dem Landesklassen-Spitzenreiter TS Hoykenkamp doch auch den favorisierten Oberligisten SG VTB/Altjührden zu Gast.

Das letzte Spiel des Tages (16 Uhr) hat es trotz des großen Spielklassenunterschieds zwischen den HG-Allstars und den Varelern nicht nur wegen des Derby-Charakters in sich. Vielmehr sind die Jeverländer das Ex-Team von SG-Trainer Christian Schmalz. Zudem laufen für die teils erst-, zweit- und drittliga-erfahrenen Routiniers aus der Marienstadt viele ehemalige Vareler Aktive auf – darunter Jan-Philip Willgerodt, Thore Linda, Jan Henrik Behrends, Kai Behrend und Björn Bröckerhoff.

„Wir nehmen den Pokal absolut ernst, sonst hätten wir gar nicht melden brauchen“, betont SG-Trainer Schmalz: „Allerdings hätte ich vor heimischer Kulisse in Altjührden und mit Backe weniger Bauchschmerzen“, fügt er mit Blick auf das für die Vareler ungewohnte Haftmittelverbot in der Jahnhalle hinzu.

Dort eröffnen am Sonntag um 13 Uhr Jever/Schortens II und Hoykenkamp das Turnier. Gespielt wird 2x20 Minuten. Bei Unentschieden geht es sofort ins Siebenmeterwerfen. Nur der Turniersieger zieht in die dritte Runde ein.

„Wir schauen uns das erste Spiel in Ruhe an und wissen dann noch mehr, was uns erwartet“, erklärt Schmalz. Um 14.30 Uhr steht die Partie der SG VTB/Altjührden gegen die angriffsstarken und in der Landesklasse noch verlustpunktfreien Hoykenkamper an, die im Schnitt bislang 37 Treffer pro Saisonspiel erzielt haben. „Sie wollen im Pokal mit Sicherheit nicht nur das Zünglein an der Waage sein, sondern ebenfalls eine Runde weiter“, rechnet Schmalz schon in diesem Duell mit erbitterter Gegenwehr.

Im vermeintlichen „Endspiel“ um 16 Uhr dürfte es dann allerdings noch mehr zur Sache gehen. Während die HG-Allstars personell wohl aus dem Vollen schöpfen können, drohen bei den Varelern die grippegeschwächten Dennis Summa und Lucas Rüdebusch auszufallen. Zwar nimmt Lukas Kalafut nach überstandenem Kreuzbandriss seit Kurzem schon wieder am Mannschaftstraining der SG VTB/Altjührden teil. Ein Einsatz des Shooters kommt zurzeit aber noch zu früh.

„Die HG-Spieler sind extrem heiß“, weiß Schmalz aus erster Hand: „Sie sind mit ihrer Routine in der Lage, gegen jeden Gegner aus der Oberliga zu bestehen, und werden auch uns am Sonntag das Leben schwer machen.“ Natürlich seien seine Vareler von der Spielklasse her in der Favoritenrolle: „Aber dieser Gegner hat eine Sonderstellung. Wir müssen einen guten Tag haben, eine gute Trefferquote aufweisen und übers Tempo kommen.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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