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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Sport: Kicker müssen Sand fahren statt Fußball zu spielen

13.03.2014

Wangerooge Sie hatten sich alle so auf das erste Fußballspiel nach der viermonatigen „Winterpause“ gefreut. Doch die Nachwehen von Orkan „Xaver“ im Dezember machen den jungen Kickern vom TuS Wangerooge einen dicken Strich durch die Rechnung: Sandfahren statt Fußball spielen ist angesagt. Deshalb sind die Inselkicker am Sonnabend, 15. März, beim Anstoß zum Heimspiel um 14.30 Uhr im „Stadion am Flugplatz“ gegen den VfL Wilhelmshaven nur krasse Außenseiter.

„Wir fahren täglich den Sand vom Osten der Insel zum Hauptstrand“, erklärt der Windsurfer Stefan Kruse. In Abwehr und Mittelfeld fehlen der Insel-Elf zwei Stammspieler.

Vorsitzender Kruse weiß, dass am Samstagmittag Niedrigwasser und deshalb „volle Pulle“ Sandfahren angesagt ist. Auch er ist bestrebt, dass die Strände zum Saisonbeginn für die Gäste hergerichtet sind.

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Personalprobleme gibt es schon lange. Deshalb wird verstärkt um neue Spieler, aber auch um neue Mitglieder geworben. Bei der Jahreshauptversammlung des kleinen Vereins wurde ein völlig neuer Vorstand gewählt. Und dieser tagte nicht auf Wangerooge, sondern in England. Im berühmten Wembley-Stadion in London setzten sich der neue erste Vorsitzende Stefan Kruse, sein Vize Jan Grunemann sowie dessen zum neuen Schatzmeister gewählter Bruder Philipp mit den Beratern Thijs Kretzberg und Marvin Hulston an den Pressetisch an der „Hall of Fame“, um erste Entscheidungen zu besprechen.

„Wir gehen mit Optimismus in die Rückrunde“, betonte Touristik-Student Philipp Grunemann. Das Mittelfeld-Ass weiß, dass ab sofort auch wieder einige Leistungsträger aus dem Ausland oder dem deutschen Festland nach Wangerooge zurückkehren.

Auch sein Zwillingsbruder Jan Grunemann kann nach seiner Ausbildung zum Polizeibeamten wieder mehr trainieren und hofft nach der langen Winterpause auf eine Erfolgsserie seiner Mannschaft, die auf keinen Fall aus der 1. Kreisklasse absteigen will.

„Jetzt erst Recht“ lautet das Motto des neuen, blutjungen Vorstands, der das Trio Dirk Janssen, Wolfgang Tröndle und Kassiererin Sabrina Illig – sie kandidierten nicht mehr – ablöste und schon für frischen Wind an der Nordsee sorgte.

Beim Besuch in London gab es nur Höhepunkte: Echt englischen Fußball erlebten die fünf Wangerooger beim Match der Premier League zwischen dem FC Fulham und Aston Villa. Die Gastgeber gewannen mit 2:0. „Aber das Ergebnis war für uns nicht so wichtig“, meint der stets gut gelaunte Philipp Grunemann, der sich mit seinen Freunden und Teamkameraden natürlich auch vor dem Denkmal der Fulham-Legende Bobby Moore ablichten ließ.

Es war ein tolles Erlebnis für die Wangerooger Kicker, die mit einer ganzen Menge neuer Eindrücke die große Insel verließen, aber ein wertvolles Kleidungsstück hinterließen: Das neue Trikot „Moin von Wangerooge“ ziert jetzt die Dresswand in der Londoner Hall of Fame. Es hängt inmitten der Trikots der Weltklubs Manchester United, FC Barcelona, Borussia Dortmund und FC Bayern München.

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