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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Kunst streckt sich zum DM-Double

14.08.2018

Kiel /Varel Mit dem zweiten nationalen Titelcoup binnen zwei Wochen hat Lea Sophie Kunst vom Vareler TB am Wochenende ein weiteres Mal eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den größten deutschen Nachwuchshoffnungen im Beachvolleyball gehört. So sicherte sich die Friesländerin bei der DM der U-19-Juniorinnen in Kiel-Schilksee mit ihrer neuen Partnerin Svenja Müller (DJK TusA Düsseldorf) spiel- und nervenstark den begehrten Meistertitel.

Umkämpftes Finale

Anfang August hatte die 16-jährige Varelerin an der Seite von Anna-Lena Grüne (Hildesheim) in Magdeburg bereits die deutsche U-18-Meisterschaft geholt (die NWZ berichtete). An der Ostsee machte die Schülerin des Lothar-Meyer-Gymnasiums nun ihr DM-Double perfekt – in einem engen Finale, in dem ausgerechnet ihre bisherige Partnerin Grüne auf der anderen Seite des Netzes stand.

Doch der Reihe nach: Zur U-19-DM in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt waren 32 spielstarke Nachwuchsteams angetreten. Die Vorrunde wurde in acht Gruppen à vier Mannschaften ausgespielt. Die Gruppenersten qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, die zweit- und drittplatzierten Duos mussten in einer Zwischenrunde ran, um die die weiteren Achtelfinalisten zu ermitteln. Die Endrunde der 16 besten Teams wurde dann im K.o.-System ausgespielt.

Lea Sophie Kunst war mit ihrer neuen Mitspielerin Svenja Müller an Nummer eins gesetzt – und damit vor ihrer vorherigen Partnerin Grüne mit deren neuer Mitspielerin Greta Klein-Hitpass (Düsseldorf). Letztere war übrigens die bisherige Partnerin von Müller. Alle vier wiederum sind vom Bundestrainer und Olympioniken (Bronze 2000 in Sydney) Jörg Ahmann für den Bundeskader nominiert worden.

Die beiden deutschen Top-Teams wurden im Hinblick auf die am kommenden Wochenende im tschechischen Brünn stattfindende U-19-Europameisterschaft neu gebildet. Auch dort wird Lea Sophie Kunst an der Seite von Svenja Müller gegen internationale Konkurrenz am Netz stehen. Die DM in Kiel sollte daher auch als Vorbereitung unter Wettkampfbedingungen für Brünn dienen.

Souveräne Gruppenphase

In Kiel marschierte das Team Kunst/Müller erwartungsgemäß ohne Satzverlust durch die Gruppenphase und qualifizierte sich als Erstplatzierte somit direkt für das Achtelfinale. Dort traf das Duo dann auf das Hamburger Team Dickau/Fuchs und setzte sich mit 23:21, 21:13 durch.

Im Viertelfinale zeigten Kunst/Müller der an Nummer neun gesetzten Paarung Lübben/Schuhmann (USV Halle) beim 21:12, 21:18 die Grenzen auf. Deutlich enger ging es indes im Halbfinale zu.

„Das war eine hoch spannende Angelegenheit“, erklärte Matthias Kunst, der seiner Tochter am Spielfeldrand kräftig die Daumen drückte. Das Duell gegen das an Nummer vier gesetzte Bundeskaderteam Bartholome/Schieder (Berlin/Lohhof) kostete Kunst/Müller einiges an Kraft.

Der erste Durchgang war nach einigen abgewehrten Satzbällen knapp mit 24:22 an Lea und Svenja gegangen. Der zweite Satz verlief sogar noch dramatischer. Nach mehreren abgewehrten Satzbällen für Bartholome/Schieder und einigen Matchbällen für Kunst/Müller ging der Durchgang und damit auch das Match letztlich nach über einer Stunde Spielzeit hauchdünn mit 32:30 an die Varelerin und deren Partnerin.

Besondere Brisanz

Im Finale kam es dann zum bereits erwähnten, sehr speziellen Zusammentreffen auf dem Center Court. Wobei sich das Team Grüne/Klein-Hitpass sogar ohne Satzverlust bis ins Endspiel vorgespielt hatte. Angesichts der vor der DM vorgenommenen neuen Team-Aufstellungen hatte das alles entscheidende Duell natürlich für alle Beteiligten eine besondere Brisanz – und es wurde spannend.

Lea und Svenja gewannen den ersten Satz mit 21:18 und wähnten sich im zweiten Durchgang schon auf der Siegerstraße. Aber trotz teils deutlicher Führungen von bis zu fünf Punkten mussten die beiden den zweiten Satz dann doch noch mit 18:21 verloren geben. Auf den finalen Durchgang wurde das Team Kunst/Müller von Stützpunkttrainer Leo Waligora dann optimal eingestellt. Zudem mobilisierten Kunst/Müller letzte Kraftreserven, legten noch eine Schippe drauf, gewannen den letzten Satz souverän mit 15:7 und bejubelten anschließend ausgelassen den DM-Titel.

„Jetzt hoffen wir natürlich auf ein möglichst gutes Abschneiden bei der EM am nächstes Wochenende in Tschechien“, blickte Lea Sophie Kunst bereits schon wieder auf die nächste große Herausforderung voraus.

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2510

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