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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Leichtathletik: Lale Eden fliegt bei DM auf vierten Platz

02.08.2016

Mönchengladbach /Heidmühle Lange Zeit hatte Lale Eden vom Heidmühler FC bei den deutschen U-20-Meisterschaften der Leichtathleten in Mönchengladbach auf Medaillenkurs gelegen. Am Ende ging die amtierende Norddeutsche Meisterin knapp leer aus. Zwar übersprang sie die Höhe von 1,77 Metern im ersten Versuch mühelos, scheiterte danach aber – wie zuvor auf norddeutscher Ebene – dreimal an der Einstellung ihrer persönlichen Bestleistung von 1,80 Metern und landete in Mönchengladbach auf dem vierten Rang.

Reine Kopfsache

„Diese Höhe ist momentan einfach auch eine Kopfschwelle bei ihr“, analysierte HFC-Coach Steffen Klaudius: „Vielleicht werden wir im Training jetzt erstmal ein paar andere Akzente setzen und den Weitsprung für sie etwas in den Vordergrund rücken, damit sie den Kopf wieder freibekommt.“

Dabei hatte die Heidmühlerin bei der Jugend-DM – anders als viele ihrer Konkurrentinnen – nur fünf Versuche bis zur für sie aktuell kritischen Höhe von 1,80 Metern benötigt und lag auf Silberkurs. „Lale hat zu Wettkampfbeginn eine unheimlich gute Körpersprache gezeigt und Selbstvertrauen ausgestrahlt“, freute sich Klaudius über die tolle Entwicklung der 18-Jährigen, die nun bereits auf sechs DM-Teilnahmen kommt (drei in der Halle, drei im Freien).

Hätte sie die 1,80 Meter in Mönchengladbach im ersten Versuch gemeistert, wäre sie deutsche Vizemeisterin geworden. Doch es kam anders. Den Meistertitel sicherte sich U-20-WM-Starterin Mareike Max (Werder Bremen) mit übersprungenen 1,82 Metern, gefolgt von Laura Gröll (LG Eckental/1,80 m) und U-20-WM-Finalistin Mona Gottschämmer (LG Eintracht Frankfurt/1,80 m).

Höhengleich mit Eden, die tags zuvor im Vorlauf über 100 m bei widrigen Bedingungen mit 12,54 Sekunden ausgeschieden war, landete die deutsche Hallen-Jugendmeisterin Meike Reimer (ABC Ludwigshafen) auf Rang vier. „Irgendwann wird auch Lale wieder die 1,80 Meter springen“, ist sich Klaudius sicher. Vielleicht ja schon bei den Landesmeisterschaften Ende August in Delmenhorst.

Von den Qualitäten der Heidmühlerin scheint auch Bundestrainer Jan-Gerrit Keil überzeugt zu sein. So gibt es erste Signale, dass Lale Eden in ihrer Paradedisziplin in den deutschen C-Kader befördert wird. Das würde neben regelmäßigen D-Kader-Trainingseinheiten in Hannover unter Landestrainerin Astrid Onnen zum Beispiel auch die Berücksichtigung für spezielle Trainingslager in Berlin und im Ausland bedeuten.

Von der C-Kader-Norm im Stabhochsprung (4,90 Meter) ist unterdessen Nico Becker vom HFC nicht weit entfernt. Umso mehr ärgerte sich der Heidmühler über die Windlotterie bei der Jugend-DM in Mönchengladbach. Während seine persönliche Bestleistung bei 4,80 Metern liegt, musste sich Becker diesmal mit übersprungenen 4,55 Metern begnügen und wurde – wie im Vorjahr bei der U-18-DM – Elfter.

Unterschiedliche Winde

„Natürlich hatte er sich mehr vorgenommen und war unzufrieden, zumal er vor den Titelkämpfen gut trainiert hatte“, erläuterte Klaudius: „Das große Problem war diesmal der Wind, der mal von hinten, dann von der Seite und mitten im Anlauf mit dem langen, schweren Stab dann plötzlich von vorn kam.“

Becker war nicht der einzige, der mit diesen Bedingungen zu kämpfen hatte, gleich vier Starter brachten keinen einzigen gültigen Versuch zustande und fabrizierten einen „Salto Nullo“. Der Heidmühler riss indes die 4,70 Meter dreimal, wobei im zweiten Versuch deutlich mehr drin war. „Nico hatte nach dem Absprung ein richtig schönes Haus über der Latte aufgebaut, doch fehlt von unten etwas der Schwung, so dass er die Latte im Herunterkommen leider gerissen hat“, analysierte Klaudius.

Den DM-Titel sicherte sich derweil überraschend Julian Otchere (MTG Mannheim), der die 4,80, 5,00, 5,05 und 5,10 Meter allesamt souverän im ersten Versuch nahm. Vizemeister wurde Vincent Hobbie (LG Region Karlsruhe/5,05 m) vor Philip Kass (Werder Bremen/4,95 m).

Die Qualifikation für die Jugend-DM in der Halle, die am 25./26. Februar in Sindelfingen ausgetragen wird, haben beide aktuellen HFC-Aushängeschilder indes bereits sicher in der Tasche: Eden im Sprint über 60 und 200 Meter sowie im Hochsprung, Becker im Stabhochsprung. Bis dahin werden beide im Training fleißig weiter an einer Verbesserung arbeiten.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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