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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller

17.12.2018

Leichlingen /Varel Eine derart gelöste Stimmung hatte es auf keiner der bisherigen Auswärtsfahrten in dieser Saison bei den Drittliga-Handballern der SG VTB/Altjührden gegeben. Schließlich hatte der Abstiegskandidat zuvor beim vor der Saison hochgehandelten Leichlinger TV völlig überraschend das Kunststück fertiggebracht, dem klar favorisierten Tabellendritten beim 28:28 (17:15) einen Punkt abzujagen.

Erster Auswärtspunkt

Und so gab es auf der 320 Kilometer langen Rückfahrt gleich mehrere Dinge zu feiern: den ersten Punktgewinn in fremder Halle überhaupt in der aktuellen Spielzeit, die gleichzeitigen Patzer der gesamten direkten Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt sowie nach 24 Uhr den 30. Geburtstag von Kreisläufer Kai Schildknecht.

Trainerstimmen

Lars Hepp (LTV-Trainer): Ich bin sehr enttäuscht, denn das war kein gutes Spiel von uns. Unsere 4:2-Deckung hat nicht so gut geklappt, wie ich es mir erhofft hatte, obwohl wir im Innenblock gut verteidigt haben. Dass wir am Ende bei einer 28:27-Führung wie von der Tarantel gestochen nach vorne rennen, statt Freiwürfe zu ziehen und die Zeit herunterlaufen zu lassen, kann ich nicht nachvollziehen. Egal, ob der letzte Siebenmeter berechtigt oder nicht berechtigt war – zu diesem Strafwurf darf es gar nicht erst kommen. Unterm Strich geht die Punkteteilung in Ordnung. Glückwunsch an Varel.

Ralf Koring (SG-Trainer): Ich bin glücklich, dass sich die Jungs endlich mal auswärts belohnt haben, denn zuvor haben sie in fremden Hallen viel Lehrgeld gezahlt. Ich denke, der Punktgewinn war über das ganze Spiel gesehen auch verdient. Die Jungs hatten gegen Leichlingen nichts zu verlieren, und viele Sachen, die wir uns vorgenommen hatten, haben geklappt.

„Natürlich herrschte bei uns eine gelöste Stimmung nachdem der Handball-Gott endlich mal auf unserer Seite war – aber die Jungs haben das beim LTV auch gut gemacht“, sagte Interimscoach Ralf Koring. „Die seit ein paar Wochen erkennbare Entwicklung im Angriff geht weiter“, lobte auch Varels Sportlicher Leiter Christoph Deters: „Es wird immer besser, denn wir lassen den Ball immer länger fliegen, statt unvorbereitet den Abschluss zu suchen.“

Dennoch hätte der Schuss im Rheinland nach 60 umkämpften Spielminuten durchaus wieder nach hinten losgehen können. Denn drei Minuten vor dem Abpfiff lagen die Gäste mit 26:28 zurück und drohten auch nach dem achten Auswärtsspiel der Saison mit leeren Händen dazustehen. „Wir haben eine gute Partie gespielt und sind trotzdem kurz vor Schluss auf der Verliererstraße, weil wir wieder in alte Muster zurückfallen“, bedauerte Deters.

Doch dann übernahmen insbesondere zwei Rückraum-Akteure Verantwortung und bestätigten damit zugleich ihren leistungsmäßig starken Aufwärtstrend. Zunächst verkürzte der agile Jonas Rohde 28 Sekunden vor Abpfiff auf 27:28. Die Vareler setzten danach alles auf Karte, deckten mit einer offenen 3:3-Formation und kamen tatsächlich noch einmal in Ballbesitz.

Dieser wurde sofort in einen Gegenangriff umgemünzt, an dessen Ende Regisseur Summa nach Meinung der Unparteiischen regelwidrig gestoppt wurde. Der Gefoulte selbst trat in der Schlusssekunde an den Strich, behielt auch bei seinem fünften Strafwurf an diesem Abend die Nerven und ging nach dem umjubelten Ausgleich in einem SG-Spielerknäuel unter.

Auch LTV-Coach Lars Hepp sprach nach dem Ende von einem verdienten Unentschieden. Schließlich waren seine „Pirates“ vor der Pause über Zwischenstände von 5:8 (14. Minute), 6:10 (17.) und 8:12 (21.) sogar einem größeren Rückstand hinterhergerannt. Dabei hatten sich die Vareler auch von einer anfänglichen 4:2-Abwehrformation der Hausherren nicht aus dem Konzept bringen lassen. Genau diese Deckungsvariante streuten im Verlauf der Partie übrigens auch die Gäste immer wieder ein, um die Rheinländer vor wechselnde Aufgaben zu stellen.

Statistik

3. Liga West

Leichlinger TV - SG VTB/Altjührden 28:28 (15:17)

Leichlinger TV Stecken, Ferne – Schneider 4, Rachow 4, Zulauf, Aust-Herde 2, Rosendahl, Padeken 1, Kübler 3, Schulz 6, Menzlaff 2, Wiencek 3, Kreckler 3/2.

SG VTB/Altjührden Stasch, Plaszczak, Seefeldt – Schildknecht 3, Brötje, Janßen, Kalafut 4, Langer 4, Summa 11/5, Söndergaard, Thünemann, Straten, Danielsen, Abram 1, Rohde 5.

Siebenmeter 2/2 LTV – 5/5 SG.

Strafminuten 8 LTV – 6 SG.

Schiedsrichter Robin Bittner und Samuel Casselmann (Dreieich).

Zuschauer 200.

Stationen 0:2 (4.), 4:4 (9.), 5:8 (14.), 6:10 (17.), 8:12 (21.), 12:12 (24.), 15:17 (Hz.) – 17:18 (34.), 20:20 (41.), 23:23 (45.), 26:25 (51.), 28:26 (57.), 28:28 (Endstand).

Nächstes Spiel SG VTB/Altjührden - SGSH Dragons, Sonnabend, 17 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle Altjührden.

Dennoch war die Begegnung nach einem 4:0-Lauf des LTV beim 12:12 (24.) wieder völlig offen – und blieb es bis zum Schluss. Dabei hatte Varels Torhüter Patryk Plaszczak mit gutem Stellungsspiel Anteil daran, dass die SG bis zur 41. Minute (21:20) immer wieder vorlegen und Leichlingen jeweils nur ausgleichen konnte. Auch der eingewechselte Levin Stasch trug in der Schlussphase mit drei wichtigen Paraden dazu bei, dass Varel am Ende nicht als Verlierer vom Feld gehen musste.

Abstiegsrivalen patzen

Noch besser wurde die Laune bei den Friesen nach Schlusspfiff beim Blick auf die Ergebnisse der direkten Abstiegsrivalen am ersten Rückrunden-Spieltag, denn sie waren allesamt komplett leer ausgegangen. Somit kletterte das SG-Team auf den drittletzten Tabellenplatz und verkürzte den Rückstand aufs rettende Ufer auf vier Punkte.

Nun empfangen die Vareler am kommenden Sonnabend (bereits um 17 Uhr) im letzten Spiel des Jahres das nächste Schwergewicht der Liga, die SGSH Dragons . „Die Schalksmühler sind noch mal eine andere Nummer. Aber wir wollen auch dieses Spiel so positiv wie möglich gestalten“, betonte Koring.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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