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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Mit Karate stark fürs Leben

01.04.2014

Wangerooge Zwei Spaziergänger bleiben an der Promenade auf der Insel Wangerooge stehen, der Anblick am Strand ist dann doch etwas ungewöhnlich: Erich Ries trägt eine Art weißen Kimono, Turnschuhe, und hat die Kante, an der die Wellen auf den Strand der Insel schlagen fest im Blick, die Sonne taucht den Horizont in Rot.

Der 58-Jährige ballt die Fäuste vor der Brust, als würde er versuchen, Energie daraus zu ziehen, lässt dann gleichmäßig die Arme kreisen. Langsam, kontrolliert, Ries lässt noch zwei Lufttritte folgen. Die zwei Beobachter bemerkt er kaum.

Eine gestellte Situation für den Fotografen – eigentlich. Und doch auch wieder nicht, denn das Trainieren im Außenbereich ist ein Bestandteil von Kenko Kempo Karate, einer Variante der fernöstlichen Kampfsportart, die der gebürtige Westersteder Ries im Jahre 2009 erdacht hat.

Über 30 Jahre Erfahrung

Noch wichtiger jedoch: „Der Sport ist auch geeignet für ältere Menschen oder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen“, sagt Ries.

Seit mehr als 30 Jahren betreibt Ries Kampfsport, hauptsächlich Karate, auch in der Vollkontaktvariante. Irgendwann geht es nicht mehr so wie früher, erst kleine „Wehwechen“, dann größere. Sportschäden nennen das Mediziner lapidar, die jahrelange Strapazierung der Gelenke ist schuld.

Aufgeben will Ries seinen Sport jedoch nicht. Also denkt er sich kurzerhand eine eigene Variante aus. Eine, die Gelenke, Bänder und Muskeln zwar fordert, aber eben nicht übermäßig belastet.

Seitliche Tritte werde nur niedrig ausgeführt, auf Drehtritte wird weitgehend verzichtet. Die Sportart enthält Elemente aus Taichi, verschiedenen Karate-Variationen, aber auch israelischen Kampftechniken, dazu Qui-Gong, also auch meditative Bestandteile. „Alles organisch integriert“, sagt Ries.

Anders als bei anderen Sportarten sei der Kreislauf nach dem Training seiner Karate-Variante nicht aufgeputscht, so dass ein anschließendes Einschlafen schwierig ist. „Man fühlt sich stattdessen entspannt“, sagt Ries. Mit dem Sport könne man auch darum noch im hohen Alter beginnen – nach vorheriger ärztlicher Untersuchung.

Erstes Bundestreffen

Ries selbst gibt sein Wissen an Schüler und auch Lehrer anderer Kampfsportarten weiter, die auf seinen Stil neugierig geworden sind. Auch ein Buch hat er bereits zum Thema veröffentlicht.

Kürzlich lud Ries zum 1. Bundestreffen der Kenko Kempo Karate-Organisation ein. „Bislang war ich quasi die Organisation“, sagt er. Nun will er die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen, seine Sportart weiter verbreiten.


     www.kenkokempokarate.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
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Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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