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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Motorsport: Mit Vollgas und viel Geschick zum Erfolg

24.09.2013

Upjever Ein abgesteckter Parcours, ein Kart mit Vier-Takt-Motor, ein Fahrer und zwei Läufe mit je 50 Sekunden Zeit, die addiert werden: Das ist Kartslalom. Der Fahrer mit dem schnellsten Zielergebnis und null umgeworfenen Pylonen gewinnt, denn pro angefahrenes Hütchen gibt es zwei Strafsekunden obendrauf.

Lars Dählmann und Keno Hertrampf üben diesen Sport mit großer Begeisterung aus – und das noch dazu erfolgreich. Das zeigten sie auch am Sonntag beim „Heimspiel“ auf dem Fliegerhorst Upjever, wo der norddeutsche Endlauf des „ADAC Jugend-Kart-Slalom“ ausgefahren wurde. Lars Dählmann aus Fedderwarden wurde Dritter in der Klasse K 5 (Jg. 1997 bis 1995) , Keno Hertrampf aus Varel Vierter in der K 4 (Jg. 1999/1998).

Großer Traum

Das Rennbusiness bedeutet für die beiden alles und ist auch der große Zukunftstraum: „Natürlich ist das absolute Ziel jedes Fahrers, einmal in der Formel 1 zu fahren, aber schon eine andere Formel-Klasse wäre ein riesen Erfolg“, sagen die beiden Nachwuchstalente unisono.

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Der 18-jährige Lars Dählmann kam 2003 durch seine Eltern erstmals zum MSC Jever-Heidmühle. „Meine Eltern wollten gerne, dass ich ein Hobby betreibe“, erinnert er sich. „Fußball oder Handball kamen für mich gar nicht in Frage!“ So entfachte sich das Rennfieber in dem aus Fedderwarden kommenden Motorsportler.

Nach ersten Versuchen auf der Rennstrecke entschied er sich für den Slalomparcours, welchen er stets sehr erfolgreich absolvierte. Ein Vorbild für den amtierenden Niedersachsenmeister der Klasse K 5 gibt es natürlich auch. Während Michael Schumacher – der ebenfalls einst mit dem Kart erste Versuche machte – immer mehr aus der Mode gerät, rückt der dreifache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (26) in den Vordergrund: „Es ist schon sehr toll, was er leistet in seinem Alter. Da würde ich auch gern einmal hin.“

Dählmann startet bis zum Ende dieser Saison in der Klasse K 5 (Jg. 1997 bis 1995). Bald ist es damit jedoch vorbei. Im nächsten Jahr ist das Kapitel Kartslalom altersbedingt abgeschlossen. „Vielleicht geht es dann zum Autoslalom“, richtet er seinen Blick nach vorn und erläutert den wesentlichen Unterschied zwischen Kart und Auto: „Im Kart macht man noch alles allein.“ Ohne Servolenkung bekäme man ein ganz neues Fahrgefühl. Dem Rennsport treu bleiben, lautet jedenfalls die Devise.

Keno Hertrampf ist vier Jahre jünger als Dählmann. Ihm stehen noch einige Jahre Kartslalom bevor. Vor acht Jahren in Varel angefangen, endete seine Begeisterung für den Sport nie. „Man kann immer noch etwas dazu lernen!“, sagt er. Durch einen Freund hatte Hertrampf vor acht Jahren das Kartfahren ausprobiert und beschloss, es zu seinem Hobby zu machen. Unterstützt wird er durch die ganze Familie, und auch Freunde kommen manchmal zu Wettkämpfen. Anders als bei Dählmann ist es nicht Vettel, zu dem der 14-Jährige aufschaut, sondern ein Finne. „Ich finde Kimi Räikkönen ganz gut. Der fährt nicht immer vorne mit, sondern hat auch einmal einen schlechten Tag“, erklärt er. „So kann man sich besser mit ihm und der eigenen Leistung identifizieren.“

Trainiert werden die beiden jeden Sonnabend von Coach Tobias Jalaß, auf dem Gelände hinter der Fitness-World in Schortens. Verschiedene Parcours und Elemente bilden den Trainingsschwerpunkt. Es ist eben nicht nur die Schnelligkeit, die diesen Sport ausmacht. Übersicht und mentale Kraft sind ebenso entscheidend. „Körperliche Fitness entscheidet auch“, schmunzelt Dählmann und verweist darauf, wie das ein oder andere Kilo zu viel schon einmal ein paar Sekunden schlucken könne.

Bundesendlauf folgt

Schon in drei Wochen geht es zum nächsten Wettkampf. Beim Bundesendlauf treffen die besten Fahrer aller Bundesländer in Schleswig aufeinander. Auch Dählmann und Hertrampf sind qualifiziert und rechnen sich durchaus gute Chancen aus. „Alle Kartfahrer kennen sich meistens und gehen freundlich miteinander um. Aber während der Rennphase beherrscht reines Konkurrenzdenken jeden einzelnen Fahrer“, berichtet Dählmann.

„Es ist überhaupt nicht einfach, was die Fahrer da leisten“, bestätigt derweil Dirk Heuer. Er ist Sportleiter beim MSC Jever-Heidmühle und selbst noch nicht solange dabei wie Hertrampf und Dählmann. Anders als bei den beiden kam Heuer auch nicht durch seine Eltern, sondern durch seinen Sohn zum Kartsport, machte einen Trainerschein und besetzt seitdem die Sportleiter-Position. Das spannende für ihn seien die vielen Faktoren, die in ein Ergebnis hineinspielen. Wetter, Wind, Tagesform und Strecke entscheiden über kleinste Zeitabweichungen.

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