• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Nach der Pause brechen alle Dämme

01.09.2014

Altjührden Es sollte ein hoffnungsvoller Heimstart mit neuer Mannschaft in die neue Spielzeit werden, doch es endete in einem Debakel. Bis zum 13:10-Zwischenstand (28.) lief bei den stark verjüngten Drittliga-Handballern der HSG Varel-Friesland noch alles im grünen Bereich, dann kündigte sich das drohende Unheil aber bereits mit zwei unnötigen Gegentreffern nach Patzern zum 13:13-Pausenstand an. Nach dem Seitenwechsel brachen bei den Hausherren vor 470 Zuschauern dann alle Dämme.

Während sich die nun völlig verunsicherten Vareler eine Vielzahl von teils haarsträubenden technischen Fehlern leisteten und VfL-Torwart Edgars Kuksa (18 Paraden) mit reihenweise Fehlwürfen zum Helden warfen, klappte bei den Gästen aus Fredenbeck einfach alles. Fast jeder Wurf war ein Treffer, so dass sie – angeführt von Maciak Tluczynski und Lars Kratzenberg (beide 8 Treffer) im Rückraum – am Ende über 15:13 (33.), 19:14 (41.) und 29:19 (55.) auf 33:23 davonzogen. Der Sieg hätte bei besserer Chancenverwertung in den Schlussminuten, als diverse HSG-Anhänger bereits längst enttäuscht die Halle verlassen hatten, sogar noch höher ausfallen können.

Dabei hatten die Vareler einen Fehlstart wie in der vergangenen Saison (23:31 in Düsseldorf), von dem man sich lange nicht erholen konnte, unbedingt vermeiden wollen. Doch es kam anders. „Das ist das Dümmste, denn genau das sollte nicht passieren!“, ärgerte sich HSG-Spieler Torben Lemke maßlos und zeigte sich stellvertretend für seine Mitspieler auch selbstkritisch. „Die Halle war gut gefüllt und wir liefern solch eine Leistung ab. Das tut weh und uns allen richtig leid.“

HSG-Trainer Andrzej Staszewski brauchte nach dem Schlusspfiff lange, um die richtigen Worte zu finden. „Das war ein riesiger Fehlstart, wir haben versagt“, nahm er später kein Blatt vor den Mund. Was er während der zweiten Hälfte auch versuchte, in Auszeiten oder mit Zurufen von Außen – keine taktische Umstellung, kein Appell, sich zumindest kämpferisch zur Wehr zu setzen, sollte fruchten. Viel zu früh hatten seine Spieler, egal ob jung oder erfahren, die Köpfe hängen gelassen, waren kopflos ins Verderben gerannt.

Dabei hatte die HSG vor der Pause, angeführt von Oliver Staszewski auf Rückraum Mitte und Helge Janßen am Kreis, phasenweise durchaus ihr Potenzial angedeutet. Auch wenn sich in der Abwehr vor allem im Mittelblock und auf der linken Seite schon die ersten Risse zeigten, die vor allem Kratzenberg konsequent zu Treffern nutzte.

Nach Wiederbeginn verloren die Vareler allerdings völlig den Faden. Sie verzettelten sich vorne immer mehr in verzweifelten Einzelaktionen und warfen eine Fahrkarte nach der anderen. In der Abwehr offenbarten sich trotz verschiedener Deckungssysteme (offensive 6:0, 4:2 oder 4+2) immer wieder Lücken, die vor allem der erfahrene Tluczynski mit Treffern zum teil aus 14 Metern gnadenlos ausnutzte. Zudem hatten beide HSG-Torhüter einen schwachen Tag erwischt und kamen in der zweiten Hälfte nur auf magere sechs Paraden (Legler 4, Seefeldt 2).

Fakt ist: Die Saison hat gerade erst begonnen, fürs Schwarzmalen ist es noch viel zu früh. Die junge Truppe, die sich nach Abgängen von Leistungsträgern wie Niels Bötel, Petar Bubalo oder Vaidas Dilkas noch finden muss, hat nun 14 Tage Zeit, sich auf die nächste Partie vorzubereiten – und in Staszewski einen erfahrenen Coach, der die am Sonnabend am Boden zerstörten Spieler wieder auf Kurs bringen kann. Fakt ist aber auch: Es wartet noch sehr viel Arbeit auf die Verantwortlichen und Spieler.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2510
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.