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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Nach WM ist für Varelerin vor WM

21.09.2016

Riviera Maya /Varel Die aufregende WM-Premiere in Mexiko bravourös gemeistert, die nächste große Herausforderung in Kanada bereits fest im Blick: Die 17-jährige Esther Henseleit aus Varel spielt derzeit die bislang ereignisreichste Saison ihrer noch jungen Karriere und überzeugt dabei auch fernab des beschaulichen Jadebusens bei hochkarätig besetzten Golfturnieren auf der anderen Seite des großen Teiches.

Eindrucksvolle Erfolgsbilanz

Im Alter von neun Jahren hat Esther Henseleit mit Golf begonnen. Heimatclub der aktuell 17-jährigen Varelerin ist der Golf-Club Am Meer in Bad Zwischenahn. Seit einigen Jahren tritt die Schülerin der Freien Waldorfschule Oldenburg erfolgreich in der Frauen-Bundesliga für den Hamburger GC an.

Die mehrfache deutsche Jugendmeisterin wurde im Vorjahr deutsche Vizemeisterin bei den Frauen und gehört seit 2014 als Nationalspielerin dem Golf Team Germany an.

In der Weltrangliste der Amateur-Golferinnen belegt Esther Henseleit aktuell den 113. Platz. In Europa rangiert sie gar an Position 40.

Das Motto der Varelerin lautet: „Always positive!“

Im Nationaltrikot hatte Henseleit am Wochenende als Teil des deutschen Frauen-Trios bei den Titelkämpfen der besten Amateur-Golfteams der Welt im mexikanischen Riviera Maya den geteilten 27. Platz belegt. Dabei war die Friesländerin die beste Spielerin des Golf Teams Germany und beendete die Weltmeisterschaft mit 300 Schlägen (+12) nach vier Wettkampftagen auf Rang 48.

Größtes Erlebnis

„Die WM-Teilnahme war mein bisher größtes Erlebnis“, bilanzierte die 17-Jährige, die in der Frauen-Bundesliga für den Hamburger GC antritt: „Ich konnte mich erstmals mit Spielerinnen von allen Kontinenten messen und sehr viele neue Erfahrungen sammeln.“

Zwar hatte sie wie ihre Teamkolleginnen Sophie Hausmann (53. Platz mit 301/+13) und Antonia Eberhard (77. mit 306/+18), beide vom GC Hubbelrath, vor den Titelkämpfen mit einer Platzierung unter den besten 20 geliebäugelt. Dennoch zog sie ein positives Fazit.

„Ich kann sehr viel aus der Woche in Mexiko mitnehmen“, betont Henseleit: „Bei uns allen hat sich das Ergebnis nicht so schlecht angefühlt, wie man es an der Platzierung festmachen kann.“ So habe sie sehr viele Menschen aus der ganzen Welt getroffen, was eine besonders schöne Erfahrung gewesen sei: „Auch golferisch habe ich definitiv Erfahrungen gesammelt, die mir helfen werden, meinen weiteren Weg zu gehen.“

Enormes Niveau

Insbesondere das enorme Leistungsniveau des neuen Weltmeisters Korea, der sich den Titel mit 547 Schlägen (-29) und großem Vorsprung vor der Schweiz (568/-8) und Irland (569/-7) schnappte, hinterließ Eindruck. Letztlich blieben nur sieben von 55 Teams unter Par. Das deutsche Trio, das viele Birdie-Chancen (ein Schlag unter Par) liegen gelassen hatte und daher mit der Leistung auf den Grüns haderte, benötigte 600 Schläge (+24).

„Jede Nation spielt anderes Golf – und es ist sehr spannend das zu sehen“, erklärt Henseleit. So hätten die Koreanerinnen sehr einfaches, solides Golf gespielt: „Aber sie haben eben kaum Fehler gemacht und sehr gut geputtet. Wenn man nur ihr Spiel gesehen hat, konnte man keinen offensichtlichen Unterschied zu anderen Nationen finden“, erklärt die Schülerin an der Freien Waldorfschule Oldenburg: „Doch mit ihrem Ergebnis haben die Koreanerinnen alle anderen deklassiert.“

Nach einer kurzen Zwischenstation bei Freunden in den USA greift die Varelerin in der kommenden Woche nun bei der Jugend-WM in Kanada wieder zu ihren Golfschlägern und vertritt erneut die deutschen Nationalfarben. „Mein Schwung fühlt sich sehr gut an – und wenn mein Spiel auf den Grüns wieder etwas besser wird, rechne ich mir gute Chancen auf ein gutes Einzelergebnis aus“, gibt sich die 17-Jährige optimistisch.

Auch in der Teamwertung traut sie der deutschen Delegation einiges zu: „Wir treten dort sehr stark auf und können alle tief spielen. Wenn wir eine gute Woche erwischen, dann können wir uns bestimmt eine Platzierung unter den besten Fünf sichern.“ Vielleicht reicht es am Ende ja sogar zu einer Medaille.

Doch unabhängig vom Ausgang dieser WM ist Henseleit mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. „Ich habe es dieses Jahr geschafft, mich bei mehreren internationalen gut zu präsentieren und somit mein Ziel erreicht – auch wenn größere Erfolge ausgeblieben sind“, erklärt sie: „Schließlich konnte ich technisch und psychisch einen guten Grundstein für die nächsten Jahre legen.“

Fernziel im Hinterkopf

In dieser Hinsicht lebt der von ihr schon lange gehegte Traum einer Profikarriere weiter: „Das ist ein weit entferntes Ziel, das ich aber immer im Hinterkopf habe“, sagt Henseleit, die abseits aller Golfplätze der Welt im kommenden Jahr trotz Reisestrapazen und Wettkampfstress in Oldenburg ihr Abitur anstrebt.

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2510

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