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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Packende Spiele am Urwaldrand

26.05.2015

Neuenburg „Es war ein großes Fest!“ Mit diesen Worten drückten die Organisatoren der HSG Neuenburg/Bockhorn um Florian Prill ihre große Zufriedenheit mit dem Verlauf der 68. Auflage des Handball-Pfingstturniers aus. Zugleich brachten sie damit die ausgelassene Stimmung, die von Freitag bis Sonntag auf der altehrwürdigen Urwaldkampfbahn in Neuenburg geherrscht hatte, treffend auf den Punkt.

Großes Miteinander

„Das 13-köpfige Organisatoren-Team kann auf ein äußerst erfolgreiches, wenn auch anstrengendes Pfingstwochenende zurückblicken“, bilanzierte Prill mit Blick auf die rund 600 Handballer, die beim Traditionsturnier „ausgelassen, aber meist doch sehr ruhig“ den Abschluss einer anstrengenden Hallensaison gefeiert hatten: „Es war ein großes Miteinander.“

Auch das Wetter spielte, bis auf den leichten Nieselregen am Sonnabendvormittag, wieder mit. Für beste Stimmung unter den Sportlern von nah und fern sowie anderen Gästen sorgten abseits der Rasenspielfelder zudem die beiden großen Zeltpartys in der Nacht zu Sonnabend und Sonntag mit DJ Westi.

„Spielerisch sahen die zahlreichen Zuschauer auch in diesem Jahr wieder Partien auf hohem Niveau, welche in den Finalbegegnungen häufig auch erst nach Siebenmeterwerfen entschieden wurden“, sagte Prill. Dabei konnten gleich drei der vier Titel aus dem Vorjahr nicht erfolgreich verteidigt werden.

Im Wettstreit um den „Volksbank-Cup“ bei den Männern und Frauen mussten von den insgesamt 54 gemeldeten Mannschaften fünf aus diversen Gründen kurzfristig zurückziehen, so dass die Spielplangestalter kurz ins Schwitzen kamen und ihre Spielpläne etwas modifizieren mussten. Danach hatten die übrigen 49 Mannschaften aufgrund des Nieselregens zunächst mit ihrer Standhaftigkeit auf dem rutschigen Rasengeläuf zu kämpfen.

Hochkarätige Spiele

Dann jedoch kam die Sonne durch, und die Teams zeigten vor allem zum Turnierende hin, zunehmend hochkarätige und äußerst spannende Spiele. Auf fünf Spielfeldern wurde bei immer besser werdenden Bedingungen um das begehrte Preisgeld gespielt. Bei den Männern (34 Mannschaften) hatten die „Los Mercenarios“, eine gemischte Mannschaft mit Spielern aus dem ganzen Norden Deutschlands, nach vier Turniersiegen in den vergangenen vier Jahren auch diesmal wieder die Favoritenrolle inne.

Doch eine Mannschaft machte diesmal einen Strich durch die Rechnung des Titelverteidigers: So bezwang das Team „Concordia Engelbrechtsche Wildnis/Blomesche Wildnis YY“ aus Glückstadt bei seiner Turnierpremiere in Neuenburg den Seriensieger in einem torarmen Finale hauchdünn mit 3:2.

Das Spiel um Platz drei bestritten Turnierneuling HSG Lesum/St. Magnus I und die Hobbymannschaft von der TSG Ritterhude. Letztere spielen verschiedene Turniere in verschiedene Sportarten und konnten, angetreten mit nur vier wirklichen Handballern, für einige Überraschungen sorgen. Die Krönung gelang im kleinen Finale mit dem knappen 7:5-Erfolg und somit dem dritten Platz.

Bei den Frauen (15 Teams) wollte „Geh mal Bier hol’n reloaded“ aus Bremen seinen Titel verteidigen, was aber wie bei den Männern ebenfalls nicht gelang. Der Favorit schied bereits im Viertelfinale gegen die HSG Wilhelmshaven aus. Im Finale trafen sich zwei Bekannte aus dem Vorjahr wieder. Nachdem es für „Donna Della Schiuma“ und die „Jade(Busen)Wunder“ in 2014 „nur“ zum Spiel um Platz drei gereicht hatte, traf man sich nun im Finale wieder.

Dabei setzten dich die „Jade(Busen)Wunder“ mit 8:5 durch und revanchierten sich damit zugleich für die Niederlage aus dem Vorjahr im kleinen Finale. Trotz Niederlage feierte aber auch „Donna Della Schiuma“ aus Schaumburg ihren zweiten Platz – zumal der Nachwuchs dieses Teams, die „Desperados Housewifes“, sich Rang drei sichern konnte. Letztere hatten in einem spannenden Spiel um Platz drei die HSG Wilhelmshaven mit 9:8 nach Siebenmeter-Werfen bezwungen.

Zum Abschluss stand am Sonntag ab 11 Uhr das Turnier der höherklassigen Mannschaften auf dem Programm. „Dadurch stieg das Niveau nochmals an, und es wurde noch verbissener um das Preisgeld gekämpft“, erläuterte Prill. Bei den Frauen wetteiferten nach einer kurzfristigen Absage nur noch drei Teams um den Turniersieg. Im Modus Jeder gegen Jeden machten am Ende die „Jade(Busen)Wunder“ ihren Doppelturnier-Sieg perfekt. Zweite wurden die „Spartaner“ aus Varel, gefolgt von der HSG Neuenburg/Bockhorn.

Sehenswerte Tore

Bei den Männern zeigten die zwölf Mannschaften nach einem langen Wochenende noch einmal viel Einsatz. „Und auch Sehenswertes: So kamen die Zuschauer mit dem einen oder anderen schönen Kempa-Tor auf ihre Kosten“, freute sich Prill.

Im packenden Finale standen sich am Ende des Tages der Seriensieger „Los Mercenarios“ sowie „Die Bionischen“ aus Rostock gegenüber. Da es nach der regulären Spielzeit von 15 Minuten Unentschieden stand, musste das Siebenmeterwerfen die Entscheidung herbeibringen. Nach sechs Schützen jubelten dann die „Los Mercenarios“, die damit ihre Titel vom Sonntag aus dem Vorjahr verteidigen konnten. Im Siebenmeterwerfen um Platz drei unterlag „Boavista Porno“ aus Angermund dem Team „Concordia Engelbrechtsche Wildnis/Blomesche Wildnis YY“ knapp mit 3:5.


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