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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Freundschaften halten bereits 50 Jahre

24.05.2019

Sande Der Kanu- und Segelverein – das war für Dieter Schäfer und seine Freunde vor 50 Jahren kein Hobby, das war eine Lebensaufgabe. Sie mochten den Sport, das Paddeln, die Boote, vor allem faszinierte sie aber eines: man traute den jungen Leuten zu, sich mit etwas Unterstützung ein Vereinsheim aufzubauen.

„Wir haben damals quasi auf dem Vereinsgelände gelebt“, erzählt Schäfer, Gründungsmitglied des Kanu- und Segelvereins. Am Samstag, 25. Mai, feiert der Verein 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür beim Kanu- und Segelverein findet am Samstag, 25. Mai, von 11 bis 17 Uhr auf dem Vereinsgelände an der Sander Mühle statt mit Probepaddeln und Stand-Up-Paddeling, Vorführungen, Ausstellung „Paddeln im Wandel der Zeit”.

Viele junge Leute hatten damals Interesse am Paddeln, doch zur Gründung des Vereins am 4. Dezember 1968 in Sanderbusch brauchte es mehrere Anläufe. Dann aber klappte es und die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte im April 69. Bald wurden die ersten vier Boote angeschafft, zwei „Bummler“ und zwei Faltboote, erinnert sich Schäfer. Er war damals Vorsitzender.

Schwerfällige Bummler

Die „Bummler“ waren bequeme, aber sehr schwerfällige Boote, die entsprechend langsam unterwegs waren. Schäfer erinnert sich noch gut an alle Details und kommt mit Thomas König, der wenige Jahre später Mitglied wurde und heute Vorsitzender ist, über die Qualitäten der Boote ins Fachsimpeln.

Der frisch gegründete Verein hatte ein großes Problem: es gab zwar etliche junge Leute, die Spaß am Paddeln hatten, aber ein Clubgelände gab es nicht. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen hatten einige Gönner, darunter den früheren Sander Gemeindedirektor Heinrich Deterding und Toni Gaßmann, Sportlehrer am Mariengymnasium sowie Felix Haubrich aus dem Bezirksverband Oldenburg-Ostfriesland der Paddler. Mit deren Hilfe gelang es, vorerst in der Sander Mühle unterzukommen. „Wir mussten richtig viel tun: das Wasser lief die Wände herunter – mit Holz, Teerpappe und viel Farbe haben wir das Notwendigste hinbekommen“, so Schäfer.

Spannend wurde es, als die jungen Paddler, allesamt um die 20, auf dem Nachbargelände ein Vereinsheim bauen durften. „Viele Sander haben uns mit Material, mit Geld oder mit Dienstleistungen unterstützt“, weiß Schäfer noch. Es sei „viel Rennerei“ gewesen, das Geld und die nötigen Genehmigungen zu erhalten. Und dann schickte ein Bauunternehmen den Altgesellen, um den jungen Leuten das Mauern beizubringen.

Irgendwann stand der Bau – und er hält bis heute. Wenn Schäfer und König in Erinnerungen schwelgen, als sie wie junge Abenteurer in Zelten auf dem Baugelände gelebt haben, dann ist ihre Begeisterung deutlich zu spüren.

1974 war Richtfest – mehr als 6000 Arbeitsstunden hatten die jungen Leute geleistet. „Da sind Freundschaften entstanden, die halten ein Leben lang“, berichtet König. Damals war der Kanuclub ein Jugendclub, ein Treffpunkt für alle jungen Leute. Hinzu kamen bald auch erste sportliche Erfolge.

Jugendarbeit im Zentrum

Auch heute noch klappt die Jugendarbeit im Verein gut, alle fühlen sich verantwortlich, dass den Jugendlichen Werte wie Offenheit füreinander weitergegeben würden. „Freundschaft ist hier immer noch das wichtigste“, sagt Christian Reimann. Alle schätzen die besondere Art des Unterwegsseins mit dem Kajak. „Man nimmt die Umgebung auf eine ganz andere Art wahr – und man bekommt überall schnell Kontakt“, verrät er.

Interessant sei zudem, mit wie wenig man auskomme: „Wer mit dem Kanu unterwegs ist, kann nicht viel mitnehmen, man lernt, minimalistisch zu packen“, sind alle drei einig. Etliche geführte Paddeltouren für alle Generationen werden Jahr für Jahr angeboten.

Heute hat der Verein 107 Mitglieder, ihm gehören 15 Einer-Kajaks und sechs Zweierboote. So können Neueinsteiger sich erst einmal ein Boot leihen. Mit dem Paddeln kann jeder ab zehn Jahren beginnen, das Schwimmabzeichen in Bronze sollte er haben. Sicherheit steht an erster Stelle, Kentertrainings inbegriffen.

Denn jeder noch so harmlos wirkende See kann Tücken haben, deshalb lautet der wichtigste Grundsatz: Niemals die Gefahr unterschätzen.

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