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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

ECW Sande vor emotionaler Heimkehr

22.11.2019

Sande Den nächsten Schritt zurück in den Liga-Alltag machen am Samstag die Spieler und Verantwortlichen des Eishockey-Regionalligisten ECW Sande. Es dürfte ein sehr emotionaler sein. Zwar haben die Jadehaie nach den dramatischen Ereignissen um die schwere Verletzung von HSV-Spieler Tjalf Caesar bei der Heimpremiere am 26. Oktober gegen den Hamburger SV (die NWZ berichtete) inzwischen bereits zwei Punktspiele absolviert. Doch geht es nun in der Partie gegen die Harsefeld Tigers erstmals wieder unter Wettkampfbedingungen zurück an den Ort des Geschehens in die heimische Eishalle an der Weserstraße.

„Wir sind alle noch mal enger zusammengerückt“, sagt Nick Hurbanek. Nach den schweren ersten Wochen mit der Rückkehr aufs Eis im Training, der Inanspruchnahme psychologischer Hilfe sowie einer selbstverordneten Spielpause mache das Team „inzwischen wieder einen guten Eindruck“, betont der ECW-Kapitän: „Was aber dem einen oder anderen dann am Samstagabend kurz vor der Partie gegen Harsefeld vielleicht alles durch den Kopf geht, das bleibt abzuwarten.“

Fakt ist, die Jadehaie werden diesmal nicht in ihren gewohnten blauen Heimtrikots auflaufen, sondern in extra angefertigten pinken Trikots. Diese werden von allen ECW-Spielern signiert und höchstbietend in einer Spendenaktion zugunsten von Tjalf Caesar und dessen Familie versteigert (siehe Infobox).

Trotz der 3:5-Niederlage am vergangenen Sonntag bei den Salzgitter Icefighters – keine 48 Stunden nach dem 10:0-Kantersieg bei den Crocodiles Hamburg 1b – ist der ECW Sande gegen das noch punktlose Schlusslicht aus Harsefeld, das zuletzt zu Hause mit 2:17 gegen Spitzenreiter HSV unter die Kufen kam, in der Favoritenrolle.

„Wir dürfen uns von den bisherigen Ergebnissen nicht dazu verleiten lassen, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen“, warnt Hurbanek: „Ich bleibe dabei: In dieser Liga ist alles möglich.“

Zumal es wahrscheinlich ist, dass in den Reihen des Verbandsliga-Aufsteigers aus dem Landkreis Stade bereits an diesem Samstag erstmals bis zu sechs Neuzugänge (5 Feldspieler/1 Goalie) aus dem Kader des zu Wochenbeginn wegen einer defekten Eishalle vom Spielbetrieb zurückgezogenen Ligarivalen Adendorfer EC auflaufen. „Das kann im Eishockey schnell gehen“, weiß Hurbanek: „Die Jungs vom AEC sind in jedem Fall Verstärkungen.“

Auf Sander Seite fehlen indes neben Pierre Rene Runge, Dominik Sobczak auch die gesperrten Christian Synowiec und Lubomir Sivak. Fraglich sind die Einsätze von Ivan Rohac und Kevin Schophuis. Derweil dürften Johannes Mundt, Christoph Josch und Viatcheslav Koubenski, anders als gegen Salzgitter, nun wieder zur Verfügung stehen.

„Natürlich wollen wir unbedingt gewinnen, um den Anschluss zur Spitze zu halten“, betont Hurbanek. Dazu fordert auch Coach Sergey Yashin mit Blick auf die Niederlage in Salzgitter vor allem eine bessere Chancenverwertung sowie ein verbessertes Überzahlspiel.

Benefizaktionen

Im Heimspiel des ECW Sande gegen die Harsefeld Tigers sind einige Spendenaktionen zugunsten des schwer verletzten HSV-Spielers Tjalf Caesar geplant. So spielen die Jadehaie gegen Harsefeld in extra angefertigten pinken Trikots. Diese werden von allen Spielern signiert und anschließend versteigert. Bis zur zweiten Drittelpause können Interessierte in der Pistenbar ihre Gebote für die Trikots abgeben. Diese gehen an den Höchstbietenden und die Einnahmen auf das vom ECW-Fanbeauftragten eingerichtete Spendenkonto: Sparkasse Wilhelmshaven, IBAN: DE 06 2825 0110 0035 1509 03. Kontoinhaber: Michael Scarlatescu. Verwendungszweck: Helft Tjalf.

Die Berliner Scheune stellt am Samstagabend unterdessen einen Stand mit 200 Donuts in der Halle auf. Diese werden für eine Spende von zwei Euro ausgegeben. Zudem gehen die Spenden beim Verteilen der Stadionzeitung „Power Break“ diesmal nicht, wie gewohnt, an die Junghaie, sondern ebenfalls auf das Spendenkonto für Caesar. „Alles tolle Aktionen, die Tjalf Caesar hoffentlich richtig weiterhelfen“, betont ECW-Kapitän Nick Hurbanek: „Wir hoffen alle weiterhin nur das Beste für den Jungen – und dass auch die Zuschauer am Samstag bei uns alle schön ihr Taschengeld mitbringen, um die Aktionen zu unterstützen.“

Der 23-Jährige Hamburger, der am 26. Oktober in der Sander Eishalle reanimiert werden musste und inzwischen nach mehreren Operationen in einer Hamburger Klinik liegt, hat sich vergangenen Sonntag erstmals selbst nach dem tragischen Unfall im Spiel beim ECW mit einer bewegenden Mitteilung auf der Facebookseite des HSV zu Wort gemeldet: „Danke an alle, die an mich denken. Ich werde niemals aufhören zu kämpfen! Dinge wie Reden fallen mir noch sehr schwer, daher tut es gut, wenn ihr weiter hinter mir steht. Vor allem auch die große Eishockeyfamilie. Solange ihr mich vorantreibt und nicht vergesst, kann ich gar nicht mit dem Kämpfen aufhören.“

Auch der HSV hat zu Spendenaktionen aufgerufen. So wurden allein bei einem Benefizspiel des Regionalligisten gegen Oberligist Crocodiles Hamburg 16 500 Euro gesammelt. Unter der Woche teilte der Verein erfreut mit, dass bis zum 19. November schon 36 300 Euro zusammengekommen seien. Diese sollen Tjalfs Familie zugute kommen, um die Behandlungs- und mögliche weitere Folgekosten zu decken.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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