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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Jadehaie bremsen sich mit Strafen aus

25.03.2019

Sande Was für ein turbulentes Auftaktspiel im Playoff-Finale der Eishockey-Regionalligen Nord und Ost: Zwei Drittel lang hatten die Jadehaie des ECW Sande vor 802 Zuschauern im „Wolfsbau“ beim Titelfavoriten Schönheide fast alles richtig gemacht und wähnten sich beim Stand von 4:1 bis zur 45. Spielminute schon auf der Siegerstraße. Dann jedoch zogen sie im Schlussviertel zu viele Strafzeiten, kassierten in fast zehnminütiger doppelter Unterzahl binnen 122 Sekunden drei Gegentreffer in Folge zum 4:4 (48.) und mussten fünf Minuten vor dem Ende auch noch den Siegtreffer der Schönheider Wölfe zum 5:4 (1:1, 0:3, 4:0)-Endstand in Spiel eins der „Best-Of-Three-Serie“ hinnehmen.

„Natürlich ärgern wir uns über uns selber“, brachte ECW-Kapitän Nick Hurbanek die Stimmungslage bei den Jadehaien nach der Rückkehr aus dem 600 km entfernten Erzgebirge am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr auf den Punkt: „Diese Strafen im Schlussdrittel wollten wir eigentlich vermeiden. Da müssen wir cleverer sein.“

Trainer-Stimmen

Sven Schröder (Coach Schönheider Wölfe): Wir haben im zweiten Drittel völlig den Spielfluss verloren und zu viele Strafen kassiert. In der Drittelpause dürfte man mich auch außerhalb der Kabine gehört haben. Da hebe ich einiges eingefordert. Natürlich haben uns im dritten Drittel die Strafen geholfen, die Sande gezogen hat, sodass wir nach dem 1:4 noch das Comeback vollziehen konnten. Ich bin glücklich und stolz.

Sergey Yashin (Coach ECW Sande): Es war ein schönes und interessantes erstes Finalspiel mit vielen Zweikämpfen, Strafen und Toren. Natürlich bin ich mit dem Ergebnis unzufrieden, aber es war Werbung fürs Eishockey.

Aber der Reihe nach: Zwar hatte Ost-Meister Schönheide den besseren Start erwischt und besaß nach der frühen Führung durch Kapitän Kilian Glück (2.) auch mehr Spielanteile. Doch blieben die Mannen von ECW-Coach Sergey Yashin cool und hielten spielstark dagegen. Den Ausgleichstreffer markierte Routinier Vitali Janke (9.).

Im Mitteldrittel drehten die Jadehaie dann richtig auf. Sehr zur Freude der 40 mitgereisten sowie 80 zu Hause beim Public Viewing in der „Kult Sportsbar“ vor dem Livestream kräftig mitfieberten Haie-Fans. Während Schönheide immer mehr den Faden verlor und diverse Strafen kassierte, nutzten die Sander die einfache Überzahl gekonnt aus zum 2:1-Führungstreffer durch Peter Boon (26.) und 3:1 per Schlagschuss von Piskunovs (31.).

Und es kam noch besser aus Sicht der Gäste: So erhöhte Tim Maier in der 37. Minute aus der Drehung vor dem Tor sogar auf 4:1. Spätestens jetzt wirkten die Wölfe schwer angeschlagen. „Da war es richtig ruhig in der Halle“, erklärte Hurbanek. Die in dieser Phase klar besseren Jadehaie hätten sogar noch höher führen können, schlugen aus einer doppelten Überzahl am Ende des Mittel-Abschnitts aber kein Kapital. „Das bleibt unser großes Manko in dieser Saison, da müssen wir mehr draus machen“, haderte der Kapitän mit dem Powerplay-Spiel.

Im Schlussdrittel hatten die Gäste sogar trotz einfacher Unterzahl die große Chance aufs 5:1. Doch scheiterten sie durch Boon und im Nachschuss durch Ivan Rohac am Wölfe-Goalie Niko Stark (44.).

Es folgte die dramatische Wende: In zweifacher Unterzahl kassierten die Jadehaie zunächst das 2:4 durch Florian Heinz (46.). Weiterhin mit zwei Mann weniger auf dem Eis, konnten die Sander einen Schuss von Jannik-Noah Grätke zwar blocken, sein zweiter Versuch zappelte aber im Netz – 3:4 (48.). Nur 30 Sekunden später kam es noch dicker, denn Wölfe-Topscorer Petr Kukla gelang sogar der 4:4-Ausgleich. Die Partie war plötzlich wieder komplett offen, und die Wölfe-Fans völlig aus dem Häuschen.

Das Momentum lag nun aufseiten der Schönheider. Als der vor dem ECW-Gehäuse postierte Vincent Wolf seinen Schläger in einen von Jan Gruß abgezogenen verdeckten Schuss von der blauen Linie hielt und die Scheibe damit unhaltbar abfälschte, war die Partie endgültig auf den Kopf gestellt – 5:4 (55.).

Statistik

Playoff-Finale Regionalliga Nord/Ost

Schönheider Wölfe - ECW Sande 5:4 (1:1, 0:3, 4:0)

Tore 1:0 Glück (2.), 1:1 Janke (9.), 1:2 Boon (26. /Überzahl 1), 1:3 Piskunovs (31./Überzahl 1), 1:4 Maier (37.), 2:4 Heinz (46./Überzahl 2), 3:4 Grätke (48./Überzahl 2), 4:4 Kukla (48./Überzahl 2), 5:4 Wolf (55.).

Strafminuten 22 Schönheide - 16 Sande.

Spiel 2 ECW Sande - Schönheider Wölfe (Sonnabend, 30. März, 19.30 Uhr, Eishalle Weserstraße) in Sande. Spiel 3 (falls nötig) Schönheider Wölfe - ECW Sande (Sonntag, 31. März, 17 Uhr).

Modus Das Playoff-Finale wird im Modus „best of three“ ausgespielt. Das Team, das zuerst zwei Spiele gewinnt, ist Nord/Ost-Meister.

Eintrittskarten Tickets für Spiel 2 sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Diese sind unter anderem die EWE-Service-Punkte in Varel (Neue Straße 19), Wilhelmshaven (Marktstraße 41) und Jever (Alter Markt 16) sowie die Tankstelle Q 1 (Gökerstraße 127, Wilhelmshaven) und die Gaststätte „Zur scharfen Ecke“ (Hauptstraße 90, Sande). Dauerkarten besitzen für die Finalrunde dabei keine Gültigkeit.

Zwar versuchten die Gäste noch einmal alles, brachten den Puck aber trotz vierminütiger Überzahl in der Schlussphase nicht mehr über die Torlinie. Auch die Herausnahme von ECW-Goalie Nikolajs Zurkovs zugunsten eines sechsten Feldspielers trug keine Früchte mehr. „Natürlich haben wir auf der langen Rückfahrt über das Spiel geredet, aber gehen die Köpfe bei uns jetzt nicht runter“, gab sich Hurbanek kämpferisch: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, werden zu Hause jetzt alles reinhauen und wenn es so sein soll, noch mal nach Schönheide fahren.“

Fakt ist: Die Jadehaie benötigen am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Eishalle Weserstraße) unbedingt einen Heimsieg gegen die Wölfe, um Spiel drei des Playoff-Finales zu erzwingen, das tags darauf dann wieder in Schönheide ausgetragen werden würde. Gehen die Sander auch zu Hause leer aus, ist Schönheide Nord/Ost-Meister.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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