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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Sande vor schwieriger Rückkehr aufs Eis

08.11.2019

Sande Zwar kann von der Rückkehr zur Normalität beim Eishockey-Regionalligisten ECW Sande nach den traumatischen Erlebnissen von vor knapp zwei Wochen noch immer keine Rede sein. Doch haben fast alle Spieler von Coach Sergey Yashin inzwischen das Training in der Eishalle an der Weserstraße wieder aufgenommen. Dort, wo am 26. Oktober im Spitzenspiel zwischen den Jadehaien und dem Hamburger SV der tragische Unfall von HSV-Spieler Tjalf Caesar geschah (die NWZ berichtete).

Der 23-Jährige war im zweiten Drittel nach einem Zweikampf mit dem Kopf voran in die Bande gekracht und hatte sich dabei eine derart schwere Verletzung zugezogen, dass er noch auf dem Eis reanimiert werden musste. Nach einer ersten OP in Sanderbusch befand sich Caesar zunächst im künstlichen Koma. Anfang der Woche wurde er in eine Spezialklinik nach Hamburg verlegt.

Der HSV veröffentlichte am Dienstagabend eine Mitteilung von Caesars Familie. Darin heißt es, dass der HSV-Verteidiger nicht mehr im künstlichen Koma liege sowie über „Blinzeln und vorsichtiges Nicken kommunizieren“ könne. Alles Weitere bleibe abzuwarten. In der kommenden Woche solle Caesar ein weiteres Mal operiert werden.

„Diese Nachricht ist natürlich erstmal positiv. Wir hoffen alle weiter nur das Beste für den Jungen“, betont ECW-Kapitän Nick Hurbanek: „Zudem bin ich überwältigt, wie großartig die Hamburger unterstützt werden, aber auch wie viel Zuspruch auch wir erhalten. Man sieht, der Zusammenhalt im Eishockey-Norden ist riesig.“

Bemerkenswert: Zu einer Trainingseinheit des ECW waren rund 70 Haie-Fans in die Eishalle Sande gekommen, um die Spieler bei der mental schwierigen Rückkehr aufs Eis zu unterstützen. In der vergangenen Woche war zudem von den Verantwortlichen die Hilfe eines Trauma-Spezialisten vor Ort organisiert worden.

„Jeder geht anders mit so einem Schock um. Auch mich hat das sehr, sehr mitgenommen. Ich denke es ist gut, mit einem Spezialisten darüber zu reden“, erläutert Hurbanek: „Abwarten muss man natürlich, wie es aussieht, wenn es auf dem Eis wieder um Punkte geht, wenn Zweikämpfe und Checks dazukommen. Das wird dann noch mal eine ganz andere Nummer.“

Während der ECW Sande am Wochenende noch spielfrei hat, bestreitet der Hamburger SV an diesem Freitag erstmals wieder ein Punktspiel. Gegner ist die zweite Mannschaft des Stadtrivalen Hamburg Crocodiles.

Derweil sind die beiden aufgrund der tragischen Vorkommnisse verlegten Auswärtsspiele der Jadehaie neu terminiert worden. Die Partie in Salzgitter wurde auf Sonntag, 17. November, 18 Uhr, angesetzt. Zwei Tage zuvor am Freitag, 15 November, 20 Uhr, ist der ECW regulär bei den Crocodiles Hamburg 1b gefordert. Das zweite Nachholspiel bei den Harzer Falken soll am Freitag, 3. Januar, ausgetragen werden. Ob indes das abgebrochene Spiel gegen den HSV in Sande überhaupt wiederholt wird, bleibe laut Hurbanek abzuwarten: „Das wäre für die Hamburger, aber auch für uns eine ganz schwierige Situation.“

Unterdessen ist ein alter Bekannter zu den Jadehaien zurückgekehrt – Sergejs Piskunovs. Der 26-jährige Angreifer war in der Meister-Saison 2018/19 nach Sturmpartner Vitalijs Hvorostinins zweitbester Scorer des ECW und hatte sein Glück danach beim Neusser EV in der Regionalliga West versucht, kam dort aber nicht so richtig zum Zuge. „Er ist ein Center mit Tordrang, der auch sehr gut nach hinten arbeitet und hat uns seine Hilfe angeboten“, freut sich Hurbanek über die Verstärkung. Zumal „noch völlig offen“ sei, ob oder wann der in den tragischen Zweikampf im HSV-Spiel verwickelte Lubomir Sivak wieder in der Lage ist aufzulaufen.

Abseits der Eisfläche laufen die Spendenaktionen der Jadehaie für die Familie des verunglückten HSV-Spielers weiter. So sind bei einer Losaktion zu einer Halloween-Party inklusive einer Spende der Eishalle Sande 700 Euro zusammengekommen. Beim nächsten Heimspiel am 23. November gegen die Harsefeld Tigers wird die Redaktion der Stadionzeitung „Power Break“ Geld für die Unterstützung der Familie Caesar sammeln, auf die außerordentlich hohe Behandlungs- und Folgekosten zukommen.

Zudem wurde – wie berichtet – vom ECW-Fanbeauftragten ein Spendenkonto eingerichtet: Sparkasse Wilhelmshaven, IBAN: DE 06 2825 0110 0035 1509 03. Kontoinhaber: Michael Scarlatescu. Verwendungszweck: Helft Tjalf.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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