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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Aqua Fit öffnet bald im neuen Glanz – doch auch lang genug?

24.11.2018

Schortens Noch zehn Wochen Zeit und noch eine Menge Arbeit: Am 1. Februar soll das sanierte, modernisierte und zum Sportbad zurückgebaute Schortenser Hallenbad Aqua Fit wiedereröffnen. Aktuell arbeiten im Bad die Fliesenleger, Maler, Klempner und Putzer, damit das Hallenbad zwei Jahre nach Sanierungsbeginn und fast drei Jahre nach Schließung wieder an den Start gehen kann. Das große Sportbecken, das Lehrschwimmbecken und ein neues kleines Kinderspielbecken sowie Dampfbad und Sauna plus Außenterrasse stehen den Besuchern dann wieder zur Verfügung.

Schulen und Vereine haben bereits vor Monaten Zeiten und Bahnen für den Schwimmunterricht und Trainingsbetrieb gebucht – rund 80 Prozent der Kapazitäten sind bereits verplant. Im Bäderausschuss ging es nun darum, die Tarife dafür festzulegen. Und da folgte der Ausschuss den Empfehlungen der Verwaltung – am Dienstag, 27. November, soll das Paket in der Ratssitzung endgültig festgezurrt werden. Bereits beschlossene Sache sind seit der letzten Ratssitzung die Eintrittspreise für den öffentlichen Badebetrieb.

Vereine subventioniert

Das bedeutet nun also: Schulen, Vereine und Institutionen wie etwa DLRG oder die Bundeswehr, die das Bad nutzen wollen, zahlen pro Bahn und Stunde künftig 25 Euro. Im alten Aqua Toll wurden dafür nur knapp 6 Euro verlangt – und das war meilenweit entfernt von jedweder Kostendeckung.

Ursprünglich hatte die Stadt mit rund 150 000 Euro jährlichen Einnahmen von Schulen und Vereinen kalkuliert, tatsächlich deuten sich 230 000 Euro an, sagte Bäderleiter Peter Kramer. Vieles davon kommt – wie auch früher im alten Aqua Toll – aus dem Schulbudget und somit von der Stadt. Aber auch der Landkreis ist mit vielen seiner Schulen in Schortens wieder mit im Bad.

Auch die örtlichen Vereine wie der Heidmühler FC, der nach langer Badschließung mit einer deutlich dezimierten Schwimmsparte aus den umliegenden Bädern in Wilhelmshaven, Varel und dem Wangerland wieder an seine langjährige Trainingsstätte zurückkehrt, und die DLRG werden von der Stadt aus den Töpfen der Sportförderung subventioniert. Sie zahlen somit selbst nur zehn statt 25 Euro pro gebuchter Bahn und Stunde.

Zum Beschluss, auf den sich der Ausschuss geeinigt hat, zählt auch die Ergänzung der CDU, nach einem Jahr zu prüfen, wie die Stadt mit ihren Entgelten und Kosten hinkommt, um dann entsprechend nachzusteuern.

Siegesmund Hirsch von der Schwimmsparte des Heidmühler FC erklärte, dass seine Abteilung 2019 quasi vor dem Neuaufbau steht. Anfangs werde man vermutlich noch gar nicht so viele Bahnen brauchen wie zunächst angemeldet. Gleichwohl bat der Verein darum, Kapazitäten freizuhalten, damit die HFC-Schwimmsparte Perspektiven für die weitere Entwicklung hat.

Doch da zaudern Verwaltung und Politik: „Bahnen für ein halbes oder ein Jahr perspektivisch freizuhalten, ist nicht möglich“, so Anja Müller von der Stadt Schortens. „Wir wollen und müssen das Bad schließlich wirtschaftlich betreiben.“ Peter Kramer erinnerte daran, dass es immer Wechsel gebe, da sollte man frühzeitig und zuallererst mit den ortsansässigen Vereinen sprechen, bevor frei gewordene Kapazitäten anderweitig vergeben werden.

Udo Borkenstein (SPD) schlug vor, die Bahnen nicht ganz so langfristig zu vergeben, so dass DLRG oder HFC, TuS Oestringen und andere hiesige Vereine zum Zug kommen, wenn sie mehr Platz und mehr Zeiten benötigen. „Vereine und DLRG haben stark gelitten“, so Borkenstein.

Bürgern mehr Zeit geben

Während die Tarife für Schulen und Vereine geklärt sind, gibt es bei den vorgeschlagenen Öffnungszeiten noch Diskussionsbedarf. Der Montag ist nahezu vollständig den Schulen und Vereinen vorbehalten, das soll auch so bleiben. An den übrigen Tagen können die Bürger ab 15 Uhr (donnerstags ab 13 Uhr) ins Bad. Janto Just (Freie Bürger) hält ein Ende des öffentlichen Badebetriebs am Sonntagabend um 18 Uhr aber für zu früh (von 18 bis 21 Uhr sind Trainingszeiten der DLRG vorgesehen) und die Öffnung am Samstag erst um 15 Uhr für zu spät. Gerade am Wochenende kommen viele Familien, da seien die Zeiten zu gedrängt.

Auch Martin von Heynitz (Grüne) kritisiert: „Die Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit sind zu kurz“.

Zum Bad gehört auch die externe Energiezentrale, die nicht nur das Hallenbad, sondern auch die benachbarte Grundschule Jungfernbusch inklusive Turnhalle sowie Bürgerhaus und Rathaus mit Wärme und Strom versorgen soll. Der Bau kommt zügig voran. Nächste Woche ist das Gebäude dicht, so Bauamtsleiter Theo Kramer. Dann erfolgt der Einbau des Herzstücks: Das Blockheizkraftwerk. Alle Leitungen liegen bereits in der Erde, das Bad ist angeschlossen. Neun Prozent der Energie sollen durch Verbrennen von getrocknetem Laub und Strauchschnitt erzeugt werden.


Video von der Bad-Baustelle: unter   www.youtube.com/nwzplay 
Video

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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