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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Jebet setzt i-Tüpfelchen mit Rekord

21.08.2017

Schortens Mit hochgerissenen Armen und einem lauten Juchzer bei vollem Tempo entlud sich am Samstagabend bei Naom Jebet kurz vor der Ziellinie die ganze Anspannung und Anstrengung. Lautstark angefeuert von den vielen Zuschauern auf der kurzen Zielgerade des Jever-Fun-Laufes vor dem Schortenser Bürgerhaus, hatte die 23-jährige Kenianerin soeben das Kunststück fertiggebracht, im Hauptrennen über 10 englische Meilen (16,09 km) den zehn Jahre alten Streckenrekord zu knacken und trotz der recht frischen Temperaturen am Abend eine neue Bestzeit bei den Frauen aufgestellt.

Dreifach-Triumph

In 52:27 Min. war Jebet um drei Sekunden schneller als ihre Landsfrau Peninah Jerop Arusei (52:30 Min.) im Jahr 2007. Auch am Samstag gab es einen kenianischen Dreifach-Triumph: Zweite wurde Kiplimo Joyce Jemutai, die nach einem packenden Zweikampf mit Jebet in 52:30 Min. den alten Streckenrekord egalisierte. Titelverteidigerin Tabitha Gichia (53:33 Min.), die mit Magenbeschwerden zu kämpfen hatte, wurde diesmal Dritte. Beste Europäerin war als Vierte die Britin Lily Partridge (56:26 Min.).

Anteil am neuen Streckenrekord hatte in Georg Diettrich der drittbeste Deutsche im hochkarätig besetzten Männer-Feld. Der für den LC Wechloy startende Oldenburger hatte mit dem Frauen-Führungstrio Schritt gehalten, nach wechselnden Führungen in dieser Gruppe bei Kilometer 12 noch einmal das Tempo verschärft und fungierte somit zugleich als Pacemaker für die spätere Siegerin Jebet und Jemutai.

„Für mich lief es richtig gut“, zeigte sich Diettrich mit der Zeit von 52:26 Min. und Rang acht bei den Männern sehr zufrieden: „Die Kenianerinnen sind sehr gleichmäßig gelaufen – es hat Spaß gemacht“, betonte der 46-Jährige, der sich in einer Trainingsgruppe mit weiteren hiesigen Lauf-Größen wie Jan Knutzen, Andreas Kuhlen oder Michael Majewski auf einen Herbstmarathon vorbereitet.

Der neue Sieger bei den Männern über zehn englische Meilen ist indes der alte. Der Kenianer Ezra Kering verteidigte in 47:29 Min. seinen Titel und war dabei 43 Sek. schneller als 2016. Der Streckenrekord seines kenianischen Landsmannes Kemboi Shadrack (45:23 Min.) aus dem Jahr 2010 geriet allerdings erneut nicht in Gefahr.

Auf den zweiten Platz spurtete Agustino Sulle. Der in Brasilien lebende und trainierende 19-Jährige aus Tansania, der vorab als Geheimfavorit gehandelt wurde, benötigte bei seinem Europa-Debüt 47:32 Min., gefolgt vom Kenianer Daniel Kemoi (47:38 Min.). Nur 14 Sekunden dahinter lief Hendrik Pfeiffer (24) als Vierter ins Ziel. Der hoffnungsvolle Marathonläufer aus Köln, der als einziger Nicht-Afrikaner lange mit der Spitzengruppe mithalten konnte, war in 47:52 Min. zugleich bester Europäer. Mit einer Minute Rückstand folgte der Brite Johnny Mellor (48:53 Min.), der wie im Vorjahr Fünfter wurde.

Das größte Teilnehmerfeld bei der 31. Auflage des Jever-Fun-Laufes hatte sich zuvor bei Nieselregen über 10 Kilometer auf die Strecke begeben. Darunter waren auch rund 250 Teilnehmer der NWZ-Aktion „Lauf geht’s“. Sie nutzten den Jever-Fun-Lauf als „Meilenstein“ in der Vorbereitung auf den Halbmarathon am 22. Oktober in Oldenburg.

Einsames Rennen

Ein einsames Rennen an der Spitze hatte derweil praktisch vom Start weg Byhane Tsegay von der SG aquinet Lemwerder geführt. Der 24-Jährige stellte am Ende in 33,05 Min. eine persönliche Bestzeit auf, war damit aber dennoch nicht ganz zufrieden. „Ich wollte hier in Schortens versuchen, unter 33 Minuten zu laufen, das hat leider nicht ganz geklappt“, erklärte der gebürtig aus Eritrea stammende, nun in Hude sesshafte Athlet und haderte mit leichten Magenproblemen, die ihm auf der Strecke zu schaffen gemacht hatten.

Zudem konnte er sich in der Führungsarbeit mit niemandem abwechseln. „Dennoch freue ich mich über den Sieg und komme nächstes Jahr gerne wieder – dann aber schon mit einer neuen Bestzeit unter 33 Minuten!“ Zweitschnellster Mann im Ziel war Tim Hartmann (SG Kronshagen/Kiel/34:14 Min.) Dritter wurde Matthias Schütte (35:01 Min.) vom BV Garrel.

Bei den Frauen war Paula Böttcher vom VfL Oldenburg das Maß der Dinge. Sie siegte souverän nach 39:12 Min. vor Maren Gieschen (LG Buntentor Roadrunners/40:23 Min.) und Lokalmatadorin Heike Piotrowski, die diesmal für das Team Hebammen startete und sich nach 42:05 Min. riesig über Rang drei freute. Die für das Team „Lauf geht’s“ laufende Doris Dörgeloh (45:00 Min.) wurde gute Sechste.

Den Auftakt des 31. Jever-Fun-Laufes des Heidmühler FC hatten die jüngsten Starter gemacht. Nach den drei Bambini-Läufen jeweils über 400 Meter waren die Schülerinnen und Schüler über eine englische Meile an der Reihe. Bei den Mädchen waren die Horsterinnen Neela (7:04 Min.) und Kea Hobbie (7:12 Min.) am Schnellsten. Dritte wurde Lena Yersin vom Mariengymnasium Jever (7:13 Min.).

Enger Zieleinlauf

Bei den Jungen ging es vorne noch enger zu, hier setzte sich Marten Strack (Hamburg) in 6:13 Min. vor Simon Kaschke (JSG Wilhelmshaven/6:15 Min.) und dem Niederländer Maurits Diepeveen (Arnheim/6:26 Min.) durch.

Über 5 Kilometer behauptete sich bei den Männern Hendrik Schutte (Gymnasium Marianum Meppen) in 16:43 Min. mit großem Vorsprung. Zweiter wurde Kai Biermann (TuS Weene/18:01 Min.), gefolgt von Andres Gier (Radclub Bremen/18:14 Min.) und Henning Fähnders (BSG Volksbank Jever/18:27 Min.).

Bei den Frauen siegte Fiona Affeldt vom TV Lilienthal (19:44 Min.). Auf Platz zwei landete Lokalmatadorin Fenna Froehlich vom Heidmühler FC (20:07 Min.). Dritte wurde Talea Fellensiek (WSSV/21:46 Min.) vor Solveig Thoß (MG Jever/23:56 Min.).


Videos unter   www.facebook.com/nwzfriesland 
Ein „Lauf geht’s“-Video unter   www.nwzonline.de/videos 
Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/friesland/fotos 
Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2510

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