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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Müller: Segel setzen auf der Mühlengalerie

25.07.2012

NEUSTADTGöDENS Der Wind blies kräftig auf dem Wedelfeld, als Prof. Dr. Katja Rösler das Segel raffte und mit vorsichtigem Schwung auf der rückwertigen Seite des Flügels in die dafür vorgesehene Halterung bugsieren wollte. Beim dritten Anlauf klappte es endlich. Windmüller Karl-Edzard Heeren hatte ihr mit einem Tipp geholfen, das schwierige Vorhaben zu bewerkstelligen.

Wer Müller oder Müllerin werden will – auch wenn es „nur“ ein Zertifikat zum freiwilligen Müller gibt – muss ordentlich was leisten. Das zeigte sich schnell bei dem Praxisseminar, das jetzt in Neustadtgödens an Wasserschöpfmühle und Peldemühle stattfand.

Müllermeister Johann Hüneke, einer der letzten Vertreter seiner Zunft, begleitete als Ausbilder den Kursus für freiwillige Müller, der von der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule in Diepholz angeboten wird. Acht Nachwuchskräfte sind dabei, davon fünf Frauen. Katja Rösler kommt aus Wittingen und hat vor kurzem eine Mühle gekauft, die sie zu Wohnzwecken nutzt. Dennoch will sie lernen, mit einer Mühle und ihrer Arbeitsweise umzugehen.

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So wie auch Katja Schüler aus Jever. Sie hat sich gemeinsam mit ihrem Partner Kai Kasper an der Oberahmer Peldemühle mit dem „Mühlenvirus“ infiziert, die beiden Endzwanziger sind der Nachwuchs hier. Beim Seminar zeigten sie, dass sie schon viel gelernt haben – kein Wunder: sie sind häufig mit dem Vater Wolfgang Kasper und mit Dietmar Weiß, beide freiwillige Müller in Oberahm, auf der Mühle anzutreffen.

Der Erhalt der historischen Mühlen sei das eine, weitaus wichtiger sei aber, die Bauwerke mit Leben zu erfüllen, so Hüneke. Dafür müssten die Interessenten eine Ausbildung absolvieren, bei der in rund 160 Unterrichtsstunden allerhand gelernt werde: über den Aufbau einer Mühle, über die Arbeitsweise, das Besegeln, das fachkundige „Fangen“ also das Bremsen, aber auch über Wetterkunde, sicherheitsrelevante Vorschriften und vieles mehr. Die Ausbildung dauert mindestens ein Jahr, denn wichtig sei, alle Jahreszeiten und das entsprechende Verhalten der Mühle kennen zu lernen, so Hüneke.

In Neustadtgödens gibt es ideale Lernvoraussetzungen, denn hier gibt es gleich zwei historische Mühlen die völlig verschieden arbeiten. Jetzt lernten die Teilnehmer, wie sich die Mühle unter dem Einfluss der Segel verändert. Je nachdem wie die Segel gesetzt werden, kann damit die Drehzahl der Flügel beeinflusst werden. Sieht ganz einfach aus, ist aber „echt harte Arbeit“, stellten die Teilnehmer fest.

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