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Handball: SG-Team pfeift aus letztem Loch

18.11.2016

Varel Knüppeldick kommt es zurzeit für die SG VTB/Altjührden: So hat sich die bereits am vergangenen Wochenende extrem prekäre Personalsituation bei den Drittliga-Handballern unter der Woche nochmals verschärft. Laut Spielplan müssten die Friesen, die mit 6:14 Punkten aktuell nur vier Zähler Vorsprung vor der Abstiegszone aufweisen, an diesem Sonnabend ins rund 400 Kilometer Bernburg zum SV Anhalt reisen. Die Partie beim Tabellenachten (11:9) in der Bruno-Hinz-Sporthalle ist auf 17 Uhr terminiert.

Doch bekommen die Vareler Stand Donnerstag gerade einmal einen Torwart und sieben Spieler zusammen. „Es ist frustrierend, man kommt sich zurzeit wie im falschen Film vor“, sagt SG-Trainer Andrzej Staszewski. Aufgrund der akuten Personalmisere haben die Vareler Kontakt zum Staffelleiter aufgenommen, der auch grünes Licht für eine Spielverlegung geben würde – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Bernburger dem zustimmen. Das war bis Donnerstagabend noch nicht geschehen.

Wie schon in der Vorwoche bei der 24:29-Heimniederlage gegen Altenholz, als die Vareler ab Mitte der zweiten Hälfte nur noch einen einzigen Feldspieler als Alternative auf der Bank sitzen hatten und sich dennoch gegen den Favoriten kampfstark und teuer verkauften, fallen weiterhin Kapitän Helge Janßen (Achillessehnenreizung), Torwart Björn Bröckerhoff (Herz-Rhythmus-Störungen) und Youngster Tom Wiedenmann (Atemprobleme) aus.

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Zum Krankenlazarett gehören inzwischen auch Max Wiedenmann (erlitt Zehenbruch gegen Altenholz) und Jan Derk Janßen (Magen-Darm-Grippe). Zudem steht Torwart-Trainer Andre Seefeldt diesmal (lange im Vorfeld abgesprochen) aus familiären Gründen nicht als Ersatz auf der Bank zur Verfügung. Da es seit der Auflösung der HSG Varel-Friesland auch keine eigene Zweite mehr gibt, aus der Ergänzungsspieler hochgeholt werden könnten, und die JHSG Varel über keine A-Jugend verfügt, bleiben dem Drittliga-Team die Hände gebunden.

„Diese Personalmisere macht einen fast sprachlos“, erklärt Staszewski, der angesichts chronisch klammer Kassen bei der SG von vornherein mit einem gefährlich dünn besetzten Mini-Kader von 13 Spielern in die Saison hatte gehen müssen: „Wir versuchen, die Köpfe nicht hängen zu lassen. Aber immer wieder gibt es eine neue kalte Dusche.“

Bereits nach dem Altenholz-Spiel hatte SG-Vorstand Lothar Brecht auch einem aufgebrachten Fan gegenüber betont: „Es ist kein Geld da, um zu reagieren. Zumal wir jemanden holen müssten, der die Qualität mitbringt, der Mannschaft sofort zu helfen. Das ist teuer und ginge nur mit einem neuen Sponsor.“

Der allerdings ist aktuell genauso wenig in Sicht wie personelle Unterstützung für die verbliebenen SG-Spieler, die sich angesichts der Dauerbelastung immer mehr im Abstiegskampf aufreiben und auf die Zähne beißen müssen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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