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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Streik: Clubs müssen sich Schiris suchen

11.03.2017

Friesland Im Fußball-Bezirk Weser-Ems wollen die Schiedsrichter an diesem Sonntag keine Spiele leiten. Sie bestreiken die Partien in den Bezirksligen, um auf teils üble Beleidigungen hinzuweisen. Komplett abgesagt werden die Spiele aber nicht. Der Fußball-Bezirk Weser-Ems im Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) erklärte, dass die betroffenen Vereine sich vor Ort um einen Spielleiter kümmern müssten. Ob dies klappt, ist fraglich.

Auslöser für den eintägigen Streik am Sonntag ist ein Fall aus Ostfriesland. Ein Schiedsrichter war bei einer Partie in Firrel (Kreis Leer) von einem Zuschauer beschimpft worden. Eine zunächst verhängte 400-Euro-Strafe gegen GW Firrel hob das Verbandssportgericht später auf. Mit dem Streik wollen die Schiedsrichter nun darauf hinweisen, welchen Anfeindungen sie sich ausgesetzt sehen.

BV Bockhorn - BW Bümmerstede (Sonntag, 15 Uhr, Hilgenholter Straße). Der BVB muss als einziges hiesiges Heimteam an diesem Wochenende auf die Suche nach einem Schiedsrichter gehen. Teammanager Thomas Hinrichs sieht darin aber keine Probleme. „Wenn die Info vom Fußballbezirk kommt, werden wir natürlich aktiv werden und uns um geeignete Schiedsrichter kümmern“, sagte er auf NWZ-Nachfrage: „Falls wir keine offizielle Benachrichtigung erhalten und am Sonntag kein Schiedsrichter kommt, reagieren wir kurzfristig – wie immer, wenn auch an einem normalen Spieltag kein Schiedsrichter erscheint. Unser Gegner muss dem dann zustimmen. Das hat bisher immer funktioniert.“

Sportlich nehmen die Fußballer von BVB-Coach Simon Theilmann nach dem Rückschlag im Abstiegskampf durch das 1:4 gegen Wiefelstede nun einen neuen Anlauf, um endlich den ersten Saisonsieg auf heimischem Platz unter Dach und Fach zu bringen und damit die Hoffnungen auf den Liga-Verbleib am Leben zu halten. Angesichts von bereits sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer wäre ein Erfolg gegen Bümmerstede eminent wichtig – zumal es das nachfolgende Programm für die Wehde-Kicker absolut in sich hat: Es folgen bereits am Mittwoch das Nachholspiel beim Heidmühler FC sowie dann die Spiele gegen den SV Wilhelmshaven und SV Brake.

„Auch deshalb würde uns ein Erfolg gegen Bümmerstede natürlich gut tun“, sagte Bockhorns Co-Trainer Holger Schütz: „Dazu müssen wir uns gegenüber dem Spiel gegen Wiefelstede steigern und vor allem die kapitalen, individuellen Fehler abstellen.“

Verzichten muss der BVB dabei auf Kapitän Wilko Eggers, der wegen einer Gelb-Roten-Karte gesperrt ist. „Ansonsten sind alle an Bord“, erklärte Schütz.

SV Brake - TuS Obenstrohe (Sonntag, 14 Uhr). Der Druck liegt eindeutig beim gastgebenden Tabellenzweiten. Die Braker dürfen sich nach dem unglücklichen 0:0 im Verfolgerduell beim SV Wilhelmshaven, als man kurz vor Schluss einen Strafstoß verschossen hatte, keine weiteren Punktverluste im Titel-Dreikampf leisten. „Die müssen in der Tat Attacke spielen“, rechnet auch TuS-Coach Rainer Kocks mit einem hochmotivierten Gegner: „Zumal sie aus dem Hinspiel gegen uns noch eine Rechnung offen haben.“ Schließlich hatten die in dieser Saison so extrem vom Verletzungspech gebeutelten Obenstroher Mitte September 2016 das Hinspiel – damals noch fast in Bestbesetzung – mit 4:2 gewonnen.

„Auch diesmal werde ich nicht tief in die Motivationskiste greifen müssen“, mutmaßt Kocks. Schließlich geht es für seine Mannen erneut gegen Ex-Trainer Gerold Steindor, der nach seiner erfolgreichen Zeit beim TuS – mit Kocks als Co-Trainer – aus seinem kurzen sportlichen Ruhestand in die Wesermarsch gewechselt war.

Anders als im Hinspiel fehlen dem TuS nun beim Wiedersehen allerdings wichtige Akteure wie Christian Albers (beruflich verhindert) und die verletzten Kai Schröder, Matthias Lamche sowie Julian Stieg. „Ich lasse mir etwas einfallen“, verspricht Kocks: „Wobei wir nicht mit offenem Visier da hinfahren, weil die Jungs nach den letzten Ergebnissen auch nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen.“

GVO Oldenburg - Heidmühler FC (Sonntag, 14 Uhr). „Jetzt kommen andere Zeiten auf uns zu, mit Teams, die nicht nur den Anspruch haben, uns zu schlagen, sondern auch das Potenzial“, weiß HFC-Trainer Hans-Jürgen Immerthal um die Schwere der Aufgabe beim Tabellensechsten: „Das Fliegen der langen Bälle erwartete ich ab sofort nicht mehr, sondern eine enge Partie in Osternburg gegen einen mitspielenden Gegner.“

Personell kann der Spitzenreiter dabei nicht aus dem Vollen schöpfen. In Niklas Fasshauer (Muskelfaserriss), Tim Rockmann (studienbedingt) sowie den Brüdern Tarek und Youssef El-Ali (Knieverletzungen) fallen bis auf weiteres vier Leistungsträger aus. „Sie fehlen uns natürlich, aber andere können ihre Positionen auch spielen“, erklärt Immerthal. Gut möglich, dass etwa der beim 4:1-Sieg gegen den STV Wilhelmshaven für Fasshauer eingewechselte Winterpausen-Zugang Awadu Moro erneut eine Chance im offensiven Mittelfeld erhält: „Er hat das gut gemacht und wäre eine Option.“->

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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