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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Menschen: Syrer findet sportliche Heimat

02.03.2017

Zetel Bestens aufgestellt ist die Tischtennisabteilung des Turn- und Sportvereins Zetel. In der 2. Bezirksklasse belegt die erste Herrenmannschaft den 1. Platz. Maßgeblich beteiligt an diesem Aufstieg ist die Nummer zwei im Team, der Spieler Meriy Mohammad. Der 26-Jährige ist mit seiner Familie aus Syrien geflohen und hat in Zetel seine sportliche Heimat gefunden.

Tischtennisabteilung des TUS Zetel

Das Männerteam des TuS Zetel führt die Tabelle der 2. Bezirksklasse an: 14 Siege, 1 Niederlage und 28:2 Punkte fassen das sehr gute Mannschaftsergebnis zusammen. Hier hat Meriy Mohammad als Übungsleiter und seit der Vorrunde der Spielsaison 2016/2017 auch als Spieler seine Tischtennisfamilie gefunden. Gespielt wird noch gegen den SV Büppel, VfL Edewecht und am letzten Spieltag gegen den Tabellenzweiten, TSG Bokel.

Ziel ist der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse Ammerland/Wilhelmshaven/Friesland.

Die erfolgreichen Spieler: Christian Bigus, Meriy Mohammad, Hans-Werner Niemeyer, Horst Bender, Matthias Neumann, Karsten Wuttke, Uwe Plötze und Uwe Wienken.

Seit September vergangenen Jahres spielt er in der Mannschaft des Turn- und Sportvereins Zetel. Und er ist ein absoluter Gewinn für das Team, sagt Trainer Günter Neumann. „Seit Meriy bei uns ist, haben wir erst ein Spiel verloren. Er ist trainingsfleißig, motiviert, pünktlich und zuverlässig. Wir sind froh, dass wir ihn haben. Unser Ziel mit ihm ist der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse.“

Der Spieler hat sich so gut in das Team integriert, dass ihm vom TuS Zetel ein Übungsleiterposten für das Tischtennistraining angeboten wurde. Meriy Mohammad betreut nun seit Januar auch als Übungsleiter die Tischtennisgruppe Kinder/ Jugendliche und Erwachsene des Vereins. Jeden Montag und Freitag wird trainiert.

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Der junge Vater ist studierter Sportlehrer und hat zusätzlich eine Trainerlizenz in Syrien erworben. Mit seiner offenen, freundlichen Art und seinem fachlichen Können überwindet er die Sprachschwierigkeiten mühelos. Für ihn ist der Sport Integration in den deutschen Alltag – und sein Deutsch bessert sich laufend. Der Übungsleiter ist beliebt und Neumann meint: „Meriy hat trotz allem, was er erlebt hat, eine positive Ausstrahlung. Er kann es eben gut ’rüberbringen.“

Im Jahre 2015 flüchtet die kleine Familie von Meriy Mohammad mit Frau, Baby und Eltern aus den Kriegswirren in Syrien zu Fuß über die Balkanroute nach Österreich; von dort aus geht es mit dem Zug nach Dortmund und dann später nach Zetel. Meriy Mohammads Sohn Nedal, benannt nach seinem Opa, war erst fünf Monate alt, als die Familie das Land verlassen hat.

„Wir sind in der Gemeinde Zetel gut aufgenommen worden und sehr dankbar, wir fühlen uns hier wohl“, sagt Meriy Mohammad. Seine Zukunft sieht er in Deutschland, und zwar als Sportlehrer. „Hier können wir in Frieden leben.“ Auch sein Bruder Djwar und seine Schwester Hevin leben in Zetel. Djwar möchte Maschinenbau studieren und spielt auch Tischtennis beim TuS. „Aber nicht so erfolgreich wie mein Bruder. Der Kontakt zu den anderen jungen Leuten macht mir Spaß und gleichzeitig lerne ich besser Deutsch.“

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