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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Traditionssegler mit Blasmusik begrüßt

15.08.2011

CAROLINENSIEL Die ganze Woche lang hatte Manfred Sell, Leiter des Deutschen Sielhafenmuseums in Carolinensiel, sorgenvoll auf den Wetterbericht fürs Wochenende geblickt: Er verhieß nichts gutes für die Wattensail 2011. Und tatsächlich scheuten mehrere Eigner von Traditionsschiffen wegen Wind und Regens den Weg in den Museumshafen.

Doch dann wurde das Wetter am Freitag gut – und es liefen tatsächlich mehr Plattbodenschiffe in Carolinensiels Hafen ein, als sich zunächst angekündigt hatten. Bei der großen Parade der Küstenschiffe am Samstagnachmittag strömten dann auch die Besucher bei strahlendem Sonnenschein in den Hafen.

Mit knapp 55 Schiffen nahmen diesmal zwar weniger Traditionsschiffe an dem Treffen teil und der Hafen war nicht annähernd so voll wie in den Vorjahren. Aber dennoch hatten die Besucher eine Menge zu gucken und es gab viele verschiedene Schiffstypen zu bewundern.

Ältestes Schiff bei dem Treffen war der Frachtsegler „Spaarndam“ aus den Niederlanden, gebaut 1887. Benannt ist der Skutje nach einem Dorf in Nordholland – seine Namensschwester, das 1922 gebaute niederländische Auswandererschiff „Spaarndam“, lief 1939 auf dem Rückweg von new Orleans nach Rotterdam kurz vor der Themsemündung auf eine Miene.

Eines der größten Schiffe im Hafen war mit knapp 17 Metern die „Hoop op Zegen“ – wegen der Enge auf der Harle nahm sie nicht am Korso teil. Die 1908 gebaute Klipperaak wurde im niederländischen Wattenmeer zum Fang von Plattfischen, Miesmuscheln und Seetang genutzt.

Neben vielen weiteren Schiffstypen von Aaken bis Zeschouws und den Schiffen des Sielhafenmuseums – der Kutter „Gebrüder“, das Lotsenboot „Marie van’t Siel“ und der Tjalk „Immanuel“ – gab es diesmal mit „Friesland“ und „Hans von Wilster“ zwei Ewers zu sehen.

Der Schiffstyp des Ewer ist seit dem Mittelalter im Gebiet der Unterelbe und Unterweser als Frachtschiff bekannt. Im 19. Jahrhundert waren Ewer die in Deutschland am häufigsten eingesetzten Schiffe als Frachter in der Küsten- und Flussschifffahrt, teilweise auch als Fischereifahrzeuge.

Begrüßt wurden die Schiffe beim Einlaufen von flotter Musik des Blasorchesters Harlingerland, während Museumsleiter Manfred Sell ihre Besonderheiten erläuterte und die Skipper begrüßte. Und immer wieder donnerten Salutschüsse über den Hafen und erklangen Schiffshörner. Rund um den Hafen hatte die Dorfgemeinschaft Carolinensiel ein Hafenfest organisiert.

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