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Handball: TuS Obenstrohe droht HSG mit Rückzug

06.07.2015

Varel Auch im zweiten Anlauf hat die HSG Varel-Friesland keinen Nachfolger für den zurückgetretenen Vorstand Rüdiger Brüling gefunden. Nachdem eine Mitgliederversammlung der vier Stammvereine TuS Obenstrohe, Vareler TB, TuS Dangastermoor und TV Altjührden schon vor vier Wochen im Vereinsheim des TuS Dangastermoor ergebnislos geblieben war (die NWZ  berichtete), scheiterten am Freitagabend im Clubhaus des TuS Obenstrohe an der Plaggenkrugstraße erneut alle Aufrufe.

Holger Katmann, Zweiter Vorsitzender des TuS Obenstrohe, reagierte unverzüglich: „Wir halten uns die Option offen, den HSG-Vertrag fristgerecht zum 31. Dezember 2015 aufzukündigen.“

Brüling betonte noch einmal, dass aus seiner Sicht die HSG in den vergangenen Jahren nicht zu einem Verein zusammengewachsen sei. Es sei kein Konzept zu erkennen. Den Stammvereinen blieben aber einige Kosten erspart, da die zweite Mannschaft in der kommenden Saison nicht am Spielbetrieb teilnimmt.

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HSG-Vorstand Lothar Brecht, zuständig nur für die erste Männermannschaft in der 3. Liga, widersprach Brüling in aller Deutlichkeit. „Ich habe eine völlig andere Meinung. Die Erste und Zweite waren immer ein Thema. Alle bisherigen Trainer der Ersten waren an einer Zusammenarbeit mit der Zweiten interessiert und haben das auch unterstützt.“ Im Abstiegskampf der letzten Saison habe er dem Trainer allerdings den Rücken gestärkt, „als er aus verständlichen Gründen keinen Spieler an die Zweite abgeben wollte“. Brecht: „Deinen Rücktritt und Frust habe ich nicht verstanden“, betonte er in Richtung Brüling.

Katmann und die drei Vorsitzenden Marlen Webersinke (Vareler TB), Kurt Ehlen (TuS Dangastermoor) und Peter Dorsch (TV Altjührden) waren sich einig, dass man einen allerletzten Versuch starten sollte, die HSG Varel doch noch am Leben zu erhalten. Bis zur nächsten Versammlung Ende September sollen die vier Stammvereine nun Kandidaten benennen, die für die Nachfolge von Brüling in Frage kommen. „Das ist die letzte Chance, sonst treten wir aus der HSG aus“, so Katmann.

Auch finanziell ist die HSG nicht mehr auf Rosen gebettet. „Wir können uns für die kommende Saison nur noch einen Spieler leisten“, sagte Brecht am Freitagabend. Allem Anschein nach reicht das Geld nur noch für einen neuen Rückraumspieler, der aber erst noch gefunden werden muss. Damit dürfte der nächste Abstiegskampf für die Drittliga-Mannschaft um Trainer Andrzej Staszewski programmiert sein.

Mit drei Torhütern (Andre Seefeldt, Hendrik Legler, Levin Stasch), zwei Linksaußen (Max Wiedenmann, Jan Derk Janßen), einem Rechtsaußen (Kevin Langer), zwei Kreisläufern (Helge Janßen, Till Schinnerer), zwei Rückraum-Linken (Oliver Staszewski, Martins Libergs) und einem Rückraum-Rechten (Marek Mikeci) erweist sich der Kader wenige Wochen vor Saisonstart in der Weststaffel als sehr dünn.


Mehr Infos unter   www.handball-varel.de 
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