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Handball: TuS Obenstrohe zieht sich aus der HSG zurück

24.10.2015

Varel Wie geht es in Zukunft mit der HSG Varel-Friesland weiter? Zur neuen Saison steht der Handballspielgemeinschaft möglicherweise ein kompletter Umbruch bevor. Wie jetzt bekannt wurde, hat der TuS Obenstrohe in der vergangenen Woche seinen HSG-Vertrag fristgerecht gekündigt. Die Obenstroher, die den größten Vereinsanteil an Handballern in der seit 2002/2003 bestehenden Spielgemeinschaft stellen, zogen Konsequenzen aus der bisher erfolglosen Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen HSG-Vorstand Rüdiger Brüling.

Bis Ende September sollten die vier Stammvereine der HSG, neben dem TuS Obenstrohe der Vareler TB, TuS Dangastermoor und TV Altjührden jeweils mindestens einen Kandidaten für eine neue Führungsspitze benennen, so war es auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen worden – ohne Ergebnis. „Es gab keine Rückmeldung“, sagt Brüling. „Die ganze Angelegenheit ist mehr als bedauerlich für den Handballsport in der HSG, aber es muss wohl so zu Ende gehen, damit ein Schnitt gemacht werden kann für einen kompletten Neuanfang.“ Der Spielbetrieb für die laufende Saison sei aber gesichert, betont Brüling.

Auf Nachfrage der NWZ  sagte der Vorsitzende des TuS Obenstrohe, Peter Mostowski, dass die Vereinsmitglieder ein klares Statement abgegeben hätten, dass es so nicht mehr weitergehen könne. „Die HSG ist nicht so zusammengewachsen, wie man sich das vorgestellt hat. Viele Mitglieder fühlen sich nicht richtig zuhause.“ Mostowski kritisierte, dass in der HSG der Breitensport im Zuge des Leistungsgedankens zunehmend ins Hintertreffen geraten wäre. „Das ist nicht der richtige Weg. Beim TuS Obenstrohe setzten wir auf die Breite und Jugend.“ Die erste HSG-Mannschaft ohne einen vernünftigen Unterbau mit eigenen Talenten zu bestücken, sei kaum möglich, wenn vorwiegend fertige Spieler von außen hinzukämen. Der Obenstroher Vorsitzende bezog sich dabei vor allem auch auf die zweite HSG-Männermannschaft, die für die laufende Saison kein spielfähiges Team stellen konnte. Diese Tatsache, ein fehlendes Konzept und „der Abgang des Trainers zum TvdH Oldenburg haben das Fass bei mir zum überlaufen gebracht“, hatte Brüling auf der Mitgliederversammlung im Juni einige Gründe für seinen im März erklärten Rücktritt erläutert.

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Nicht nachvollziehen kann HSG-Vorstand Lothar Brecht, zuständig für die erste Männermannschaft in der 3. Liga, den Ausstieg des TuS Obenstrohe. „Ich bin überrascht. Ich hätte gedacht, dass Obenstrohe etwas daran liegt, die HSG zusammenzuhalten.“ Es sei ja auch die Jugendabteilung von dieser Entscheidung betroffen. Wie es in der neuen Saison mit der HSG weitergehen soll, kann Brecht noch nicht beantworten. Doch er sagt: „Die erste Mannschaft wird sicherlich bestehen bleiben, möglicherweise spielt sie dann für den Vareler Turnerbund oder tritt wie früher als SG VTB/Altjührden an.“

Zur Zukunft des Handballs beim TuS Obenstrohe soll es bald eine Mitgliederversammlung geben, sagte Mostowski. „Wir werden unseren Mitglieder etwas anbieten, das sind wir ihnen schuldig. Wenn sich Personen bereiterklären, mitzuhelfen und als Funktionäre tätig zu werden, dann können wir uns sehr gut vorstellen, unsere Handballabteilung wieder aufzumachen“. Falls nicht, sei auch eine Spielgemeinschaft mit Dangastermoor vorstellbar.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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