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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Sie brennen für den härtesten Job

13.09.2017

Varel /Berlin Ihr Job ist einer der härtesten der Welt. Und viele machen ihn sogar freiwillig: die Feuerwehrmänner. Sechs Kameraden aus Obenstrohe, Zetel und Wilhelmshaven bewiesen nun ihre Leistungsfähigkeit bei einem Wettkampf auf dem Tempelhofer Feld in Berlin – der so genannten Firefighter Combat Challenge (siehe Infobox).

Fünf Disziplinen gilt es zu bewältigen: Zunächst muss ein zwölf Meter hoher Treppenturm mit einem 20 Kilo schweren Schlauchpaket erklommen werden. Oben angekommen, muss der Feuerwehrmann ein weiteres 20-Kilo-Schlauchpaket am Seil hinaufziehen.

Danach geht es die Treppe ohne zusätzliches Gewicht wieder hinab wo der Wettkämpfer ein 72 Kilogramm schweres Gewichtstück mit einem 4-Kilo-Hammer 1,5 Meter weit treiben muss. Nach dem Hammerschlagen wird ein 40-Meter-Slalom-Parcours absolviert, an dessen Ende ein gefüllter Feuerwehrschlauch aufzunehmen und etwa 25 Meter auszuziehen ist. Nach den 25 Metern muss ein Ziel mit dem Wasserstrahl getroffen werden.

Zum Schluss muss eine lebensechte 80-Kilo schwere Puppe 30 Meter ins Ziel „gerettet“ werden. „Diese Aufgaben spiegeln das gesamte Spektrum wider, das ein Feuerwehrmann mindestens einmal in seinem Leben im Einsatz erwartet“, sagt Volker Sermond. Das Ziel: Neben dem sportlichen Aspekt geht es darum, seine Arbeitsaufgabe besser, schneller und sicherer zu machen.

Fünf Feuerwehr-Disziplinen

Der Wettkampf ist hervorgegangen aus einem physischen Test, der für die Feuerwehr entwickelt wurde und der die Anforderungen an die Feuerwehrmänner widerspiegelt. Nach umfangreichen Recherchen und Tests wurden 1976 die fünf häufigsten Aufgaben bei einem Brandeinsatz zusammengefasst. Mit dabei waren Treppen steigen, Schlauch mit einem Seil hochziehen, ein Hammerschlagsimulator, einen mit Wasser gefüllten Schlauch ziehen und einen Dummy retten. Das ganze natürlich in kompletter Schutzausrüstung und angeschlossenem Atemschutzgerät.

Der Vareler Stadtbrandmeister aus Obenstrohe, der bei der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven arbeitet, und seine fünf Kameraden haben in den vergangenen sechs Monaten bis zu drei Mal wöchentlich im Team trainiert. „Hinzu kamen individuelle Einheiten, die jeder für sich absolviert hat“, sagt Volker Sermond.

Der schnellste Teilnehmer in Berlin war ein Feuerwehrmann aus Polen. Er benötigte für die Hindernisstrecke 1:27 Minuten. Doch auch das Team „Nordsee Firefighter“, wie sich die Friesländer nennen, war mit seinen Ergebnissen „völlig zufrieden“ (Sermond).

Schnellster war dabei ein Neuling: Carsten Janßen von der Feuerwehr Zetel benötigte bei seiner ersten Teilnahme 2:01 Minuten. „Ein tolles Ergebnis“, sagt Volker Sermond. Es folgten Hauke Mönck aus Obenstrohe mit 2:15 Minuten (Vorjahr 2:34), Marco Effmann aus Obenstrohe mit 2:15 Minuten (2:27), Volker Sermond in 2:19 Minuten (2:26), Marc Albers aus Wilhelmshaven in 2:28 Minuten (2:43) sowie Hannes Lazinski aus Obenstrohe in 3:19 Minuten. Er war zum ersten Mal dabei.

Gestartet wurde zudem im Tandem sowie in der Fünfer-Staffel.

Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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