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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Polospieler sitzen fest im Sattel

25.03.2019

Varel Bereits zum siebten Mal hatte der Sportverein Büppel am Wochenende zum internationalen Bikepolo-Turnier „Büppelmania“ in die Weberei eingeladen. Die Bikepolo-Teams kamen aus ganz Deutschland und aus den Niederlanden, Polen und der Schweiz. Auch einzelne Freizeitsportler kamen nach Varel und schlossen sich spontan zu Teams zusammen. So war dieses Mal ein in Groningen wohnender Brasilianer dabei und auch Christian Wagner aus Regensburg. Er hatte diese Sportart vor einigen Jahren im Internet entdeckt und konnte einige Freunde für das Spiel begeistern. „Anfangs hatten wir uns aus Skistöcken Schläger gebastelt“, erzählte er schmunzelnd. Bikepolo kommt langsam aus seiner Nischendasein heraus, mittlerweile gebe es Zubehör und spezielle Räder zu kaufen. Das Spielfeld in der Weberei ist recht klein, doch da gebe es keine Vorschriften. Für dessen Sicherheitsumrandung liefert übrigens eine Brauerei aus Jever leere Bierkästen an. Für die Dreier-Teams dauert eine Partie zehn Minuten. „Wir halten uns da an das amerikanische Regelwerk“, erläuterte Christian Wagner, der auch immer Ersatzschläger mit dabei hat, denn „bei harten Schlägen brechen die manchmal“.

Frieda Eberle aus Berlin wurde vor einigen Jahren durch einen Freund auf Bikepolo aufmerksam. „Das macht Spaß, aber anfangs hatte ich so einige blaue Flecke durch Stürze oder ungeschickte Schläge“, sagte sie. Aus Lust und Laune spielt sie nun mit Freunden auf allen möglichen freien Plätzen in Berlin und nimmt manchmal an Turnieren teil. Dabei lernte sie auch Spielerinnen aus Hamburg und Leipzig kennen. Jetzt gingen sie als Mädels-Mannschaft in Varel an den Start.

Aus der ukrainischen Stadt Charkiw war Dima Tytenko zur „Büppelmania“ angereist. „In unserer Zwei-Millionenstadt gibt es zwölf aktive Spieler“, sagte er. Mehrmals im Jahr besucht er Turniere in aller Welt, um Gleichgesinnte zu treffen und sein Spiel zu verbessern.

Beim Bike-Polo versuchen die Spieler in Dreier-Teams, auf dem Fahrrad sitzend einen kleinen Ball mit Poloschlägern ins gegnerische Tor zu befördern. Die „Büppelmania“ sei in der Bikepolo-Gemeinde immer so etwas wie der „inoffizielle Saisonauftakt“, erläuterte Mitorganisator Frank Glanert. „Die Spieler freuen sich, im Winter gibt es nicht viele Gelegenheiten, Bikepolo zu spielen, die Zahl der Indoorveranstaltungen ist sehr gering“, sagte er. Für die Teilnehmer, die sich größtenteils durch soziale Netzwerke im Internet kennen, steht in Varel die Gemeinschaft, die familiäre Atmosphäre und das Treffen mit Freunden an erster Stelle.

Andreas Thiele vom Orgateam freute sich über das große Interesse am Vareler Turnier. „Wir sind weltweit der kleinste Ort, in dem Bikepolo gespielt wird“, sagte er und dankte allen Helfern und Unterstützern, die auch dieses Mal wieder für einen gelungen sportlichen Wettbewerb sorgten.

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