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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Alle scheitern an der Schmierseife

14.05.2018

Varel „Das war klasse, ich habe noch nie so viel Blödsinn in so kurzer Zeit gehört“, sagte Dieter Zimmermann aus Westerstede am Samstag, nachdem er zum ersten Mal im Kuriositätenmuseum „Spijöök“ am Vareler Hafen war. Mit seinen Freunden aus Hessen war er Teilnehmer der ersten Führung in diesem Jahr. Die Saison in dem Museum wurde nun eröffnet, und Höhepunkt der Feierlichkeiten waren natürlich die Fischerspiele.

In diesem Jahr gab es 32 Mutige, die sich dieser ganz besonderen Herausforderung stellten. Ziel des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Spiels ist es, über einen mit Schmierseife präparierten runden Balken zu balancieren und einen kleinen Vareler Drachenfisch, der am Ende des Balkens befestigt ist, trockenen Fußes an Land zu bringen. „Es ist ein gefährliches Spiel“, betonte Fischerspielmeister Iko Chmielewski.

Nacheinander versuchten alle mit speziellen Geh- und Balancetechniken, die rutschige Angelegenheit zu meistern, allerdings vergeblich, jeder plumpste in das 17 Grad kühle Wasser des Hafenbeckens. Allerdings gab es diesmal einen Halbgewinner. Der Berliner Johann Prinz hatte bei seinem Reinfall den Fisch schon in der Hand. Mit seiner Freundin Anna Liening war er mit dem Rad am Hafen vorbeigekommen und entschied sich spontan zur Teilnahme.

Neben den Fischerspielen konnten sich Einheimische und Urlauber am Samstag von den Kuriositäten im „Spijöök“ begeistern lassen. Die Winterpause hatten die pfiffigen Museumsbetreiber der Aktionskunstgruppe „Menschenmüll“ genutzt, um Müll von Menschen zu sammeln und sinnvoll zu verwerten. So wurden einige neue Exponate erschaffen.

Erstmals konnte das „Scary-Doll-Projekt“ des niedersächsischen Erziehungsministeriums der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es sollte kleine Jungs an das Spielen mit Puppen heranführen, wurde aber aufgrund der nicht absehbaren psychischen Schädigungen dieses jungen Klientels wieder eingestellt, sagte Iko Chmielewski mit einem Augenzwinkern. Auch „neue, von Donald Trump bei der U. S. Navy eingeführte Taucherhelme“ waren zu sehen. Da sie aus Schaumstoff bestehen, sind sie ultraleicht, aber „tauchen gar nichts“. Großes Interesse gab es ebenso an einem mit modernsten elektronischen Bauteilen vollgestopften „Sparschwein für Bitcoins“.

Die neuen und alten Errungenschaften von umstrittener Sinnhaftigkeit sind ab sofort samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr im Kuriositätenmuseum (Kohlhofsweg 5c) in Varel zu sehen.

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