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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Alle für einen im Drittliga-Schicksalspiel

22.03.2019

Varel Spätestens jetzt gibt es keine Ausreden mehr: Wenn die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden dem drohenden direkten Wiederabstieg in die Oberliga noch ein Schnippchen schlagen wollen, dann sollte nach sechs Niederlagen in Folge der Bock an diesem Wochenende am Steinhuder Meer tunlichst umgestoßen werden.

Im Kellerduell beim Schlusslicht MTV Großenheidorn (6:42 Punkte) muss sechs Spieltage vor dem Saisonende endlich der erste Sieg in fremder Halle her, um den Druck auf die beiden vor den Altjührdenern (11:37) platzierten Abstiegsrivalen Lippe II (14:34) und Volmetal (13:35) hoch zu halten. Der Anwurf des Schicksalspiels in der Halle am Schulzentrum Nordbruch in Wunstorf erfolgt um 19.30 Uhr.

„Für Großenheidorn ist dieses Spiel schon die letzte Chance. Aber auch wir müssen unbedingt liefern – ein Sieg muss her“, bringt Christian Schmalz die prekäre Ausgangslage für beide Teams auf den Punkt. Den Schlüssel zum Erfolg für den erhofften Befreiungsschlag sieht der SG-Coach in der Defensive. „Als wir unser bislang letzte Spiel gewonnen haben, haben wir nur 22 Gegentreffer kassiert. Hinten, da liegt unsere Stärke und da müssen wir gegen den MTV ansetzen. Wir brauchen definitiv eine gute Torwart- und eine starke Abwehrleistung“, erklärt Schmalz: „Wenn wir uns darauf wieder besinnen und das schaffen, dann gewinnen wir auch.“

Sein Team müsse defensiv so gut sein, dass es sich vorne im Angriff auch mal ein, zwei Fehler erlauben könne. „Zudem könnten wir mit Ballgewinnen auch mal einfache Tore kreieren, indem wir etwa Patryk Abram über Tempogegenstöße oder die erste Welle wieder mehr ins Spiel bringen“, sagt der Trainer.

Unter der Woche sind immerhin zwei wiedergenesene Spieler ins Training zurückgekehrt: der abwehrstarke Kreisläufer Kai Schildknecht und Torwart Patryk Plaszczak. Somit fehlen „nur“ noch die seit Wochen so schmerzhaft vermissten Langzeitverletzten Lukas Kalafut (nach Knie-OP jetzt in Reha) und Jan-Uwe Behrends (soeben an Schulter operiert).

Doch auch der MTV Großenheidorn wird an diesem Sonnabend noch einmal alle Kräfte mobilisieren und hofft auf den ersten Sieg seit fünf Monaten. Das letzte Erfolgserlebnis der Seeprovinzler datiert vom 27. Oktober 2018. Damals düpierte der MTV ausgerechnet die Vareler in deren eigenem „Wohnzimmer“ mit 27:22. Danach folgten 15 Niederlagen in Serie.

Dass sich der Tabellenletzte aber noch immer nicht aufgegeben hat, bewiesen die Mannen von MTV-Trainer Marc Siegesmund in der Vorwoche. Gegen den ersatzgeschwächten Spitzenreiter aus Krefeld lieferten die Großenheidorner einen tollen Kampf, noch dazu mit einer bärenstarken Torhüterleistung. Allerdings wurde sie dafür am Ende bei der knappen 25:27 (11:11)-Niederlage nicht belohnt und gingen abermals komplett leer aus.

„Wir müssen insbesondere auf Till Hermann aufpassen“, warnt Schmalz vor dem pfeilschnellen Linksaußen der Hausherren, der für die neue Saison schon einen Vertrag beim Bundesligisten Frisch Auf Göppingen unterschrieben hat. „Hermann spekuliert auf Fehlwürfe und ist ein guter Ballklauer – da muss bei uns die Rückwärtsbewegung stimmen“, sagt der SG-Trainer. Angeschlagen auf Vareler Seite sind indes Lukas Brötje (Pferdekuss) und Dennis Summa (Schulterprobleme). Sie werden aber am Sonnabend auf die Zähne beißen.

Besonders in den Blickpunkt rückt auf Vareler Seite allerdings Helge Janßen. Der 34-Jährige trägt seit der Saison 2002/2003 das Vareler Trikot und ist mit seinem Verein in der Zweiten und Dritten Liga durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Am Dienstagabend hatten die SG-Verantwortlochen – wie berichtet – den schon länger feststehenden Rücktritt des Kapitäns, Abwehrchefs und Publikumslieblings zum Saisonende publik gemacht.

„Dass Helge aufhört, ist schon ein Schlag, weil er nicht einfach so zu ersetzen ist. Und es wäre schlimm, wenn er zum Ende seiner Laufbahn absteigen müsste“, betont Schmalz: „Daher erwarte ich von allen anderen, dass sie sich in den kommenden Spielen insbesondere für ihren Kapitän noch mehr reinhängen. Niemand ist so lange wie Helge im Verein. Er hat es sich verdient, dass jetzt alle für ihn im Kampf um den Klassenerhalt noch mal ein paar Schippen drauflegen!“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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