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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Handball: SG behält in Schlussphase Nerven

19.02.2018

Varel Nach kurzer Schlingerfahrt zu Beginn der Rückrunde haben die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden wieder vollen Kurs in Richtung direkter Wiederaufstieg aufgenommen. Zwar taten sich die Friesen am Samstagabend beim abstiegsgefährdeten TSV Bremervörde deutlich schwerer als noch eine Woche zuvor beim erlösenden 31:23-Heimsieg gegen Bissendorf-Holte. Doch behielten sie auch im Landkreis Rotenburg mit 27:25 (16:12) die Oberhand.

Zugleich bauten die Vareler (29:5 Punkte) die Tabellenführung gegenüber dem VfL Edewecht (24:10) auf fünf Minuspunkte aus. Grund: Die Ammerländer unterlagen 26:31 beim TV Cloppenburg, wo die SG zwei Wochen zuvor noch mit 21:31 unter die Räder gekommen war. So rutschte der VfL hinter der HSG Barnstorf/Diepholz (25:11) auf den dritten Rang ab. Letztere kam am Sonntag in Elsfleth nicht über ein 26:26 hinaus und spielte den Friesländern damit ebenfalls in die Karten.

In Bremervörde hatten sich die Altjührdener zu Beginn ein Duell auf Augenhöhe mit dem Tabellenvorletzten geliefert. Vor allem die offensive 4:2-Deckung der Hausherren, die von der ersten Sekunde an den wiedergenesenen Oliver Staszewski und Youngster Joke Brüning kurz deckten, schmeckte dem favorisierten Spitzenreiter überhaupt nicht: „Dadurch mussten wir viele Dinge individuell lösen, wodurch sich natürlich kein schönes Handballspiel entwickelt hat“, bedauerte SG-Spielertrainer Ivo Warnecke. Dennoch glichen die Gäste nach dem 2:4 (7.) beim 5:5 (12.)erstmals wieder aus und nahmen beim Stand von 9:8 aus SG-Sicht (20.) eine Auszeit.

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Danach lief es noch besser, sodass die Vareler über 12:8 (24.) zur Pause mit vier Toren in Front lagen. „Vor allem die Deckung stand in der ersten Hälfte kompakt. Allerdings hat mir das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff nicht gut gefallen, da haben wir gleich vier Bälle leichtfertig weggeworfen – sonst wäre die Führung noch komfortabler gewesen“, analysierte Warnecke: „Dennoch hatten wir für die zweiten 30 Spielminuten ein gutes Gefühl.“

Bis zum 18:12 (32.) lief auch alles nach Plan – auch weil die Außen Patryk Abram und Jan-Uwe Behrends (beide 6) unterm Strich eine gute Trefferquote hatten. Dann jedoch brachten zwei umstrittene Zeitstrafen gegen Brüning (38.) und Abram (39.) die Gäste aus dem Tritt. Plötzlich bekamen die Bremervörder um Routinier Adnan Salkic (11/4) vor rund 250 Zuschauern und einer immer lauter werdenden Kulisse Oberwasser, während die Vareler einige gute Wurfchancen ausließen. Den Anschlusstreffer des TSV, der im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand steht, zum 18:19 (45.) konnte Varel zwar noch einmal kontern – 22:18 (49.). Doch war die Partie spätestens beim 23:23 (56.) und 24:24 (57.) völlig offen.

„Das Positive ist, dass wir trotz der hitzigen Stimmung in der Halle und dem Feuer in den Augen der Gegenspieler ruhig geblieben sind und gute Entscheidungen getroffen haben“, lobte Warnecke. So traf Staszewski (8/1) nach einer Auszeit und angezeigtem Zeitspiel nicht nur bei einem Neunmeter über eine Drei-Mann-Mauer hinweg zum 25:24 (58.), sondern behielt 75 Sekunden vor dem Abpfiff auch vom Siebenmeterstrich die Nerven und markierte das vorentscheidende 26:24 (59.).

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