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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

SG setzt nach Schock auf Trotzreaktion

08.02.2019

Varel Dass Himmel und Hölle im Sport oft ganz nah beieinander liegen, bekommen zurzeit die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden schmerzhaft zu spüren. So war der sensationelle Heimsieg am vergangenen Samstag gegen den zuvor 17 Spiele in Folge siegreichen Spitzenreiter HSG Krefeld – verbunden mit zwei enorm wichtigen Big Points im Abstiegskampf – äußerst teuer erkauft.

Denn am Mittwoch, und damit nur drei Tage vor dem Abstiegsgipfel an diesem Samstag (19.45 Uhr) beim Tabellennachbarn TuS Volmetal, bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen in Sachen erneuter schwerer Knieverletzung von Lukas Kalafut. Für den Torjäger der Vareler ist die Saison gelaufen, nachdem er – trotz des Tragens einer stabilisierenden Orthese am vorgeschädigten rechten Knie – bei einer Angriffsaktion gegen Krefeld einen Riss des vorderen Kreuzbandes nebst Meniskusschaden erlitten hat.

Am selben Knie hatte sich der ehemalige slowakische Nationalspieler vor sieben Jahren – damals ebenfalls im Trikot der Vareler – schon einmal einen Kreuzbandriss zugezogen. Im November 2017 erlitt der Pechvogel in seiner Zeit beim Zweitligisten Wilhelmshavener HV erneut in diesem Knie einen Anriss des vorderen Kreuzbandes und musste eine längere Zwangspause hinnehmen.

OP-Termin am Montag

Kalafut soll nun bereits am kommenden Montag operiert werden und fehlt fortan als Mann für die einfachen Tore aus dem Rückraum. Und es kommt noch dicker für die Friesen: So wurde bei Torwart Patryk Plaszczak ein Blutstau im Bein diagnostiziert. Auch der Pole muss Mitte des Monats unters Messer und kann frühestens im April wieder eingesetzt werden. Zudem ist der Rückraum-Rechte Kevin Langer wegen einer im Januar im Testspiel gegen den TV Cloppenburg erlittenen Bänderverletzung im Fuß noch zwei weitere Wochen zum Zuschauen verdammt.

Ausgerechnet vor dem im Abstiegskampf richtungweisenden Februar mit diversen Duellen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte fehlen Christian Schmalz damit also gleich drei Akteure: „Die personelle Lage ist natürlich eine Katastrophe“, sagt der SG-Coach, zumal weitere Spieler angeschlagen sind: „Aber jetzt müssen alle Verbliebenen eben für die Verletzten noch eine Schippe drauflegen.“

Dass sein Team trotz großer personeller Rückschläge in der Lage ist, noch enger zusammenzurücken, haben die seit vier Spielen unbesiegten Vareler mit zuletzt furiosen 5:1 Punkten gegen die ersten Drei der West-Staffel eindrucksvoll bewiesen. Dennoch ist die Personaldecke aktuell so dünn, das weitere Ausfälle kaum noch kompensiert werden könnten.

„Wir sondieren den Markt und gucken, ob wir noch etwas machen können, aber es wird sehr schwierig“, erläutert Christoph Deters. Zumal die Zeit drängt, denn das Transferfenster schließt bereits in einer Woche am 15. Februar. Varels Sportlicher Leiter hatte schon direkt nach der Mitte Januar im Testspiel gegen den OHV Aurich erlittenen Knieblessur von Kalafut kurz die Fühler ausgestreckt, ehe die Ärzte nach eingehenden Untersuchungen doch noch Entwarnung gaben und der 31-Jährige Anfang vergangener Woche wieder ins Training eingestiegen war.

Deters kämpferisch

„Es sieht danach aus, dass wir statt 16 jetzt vorerst nur noch 14 Krieger im Abstiegskampf zur Verfügung haben, aber auch davon lassen wir uns nicht umwerfen“, gibt sich Deters kämpferisch und optimistisch.

Somit gilt die volle Konzentration nun der Partie an diesem Samstagabend im Hagener Volmetal – „eine der wichtigsten auf der Mission Klassenerhalt“ (Deters). „Du kannst in dieser Liga nur drin bleiben, wenn Du auch auswärts Punkte holst. Daher wollen und müssen wir dort punkten“, betont Schmalz. Wohl wissend, dass die SG im bisherigen Saisonverlauf erst einen einzigen Zähler aus der Fremde entführen konnte.

Auf richtigem Weg

„Andererseits haben mich die Jungs mit ihrer Leistung gegen Krefeld bei all den Widrigkeiten begeistert. Sie sind auf dem richtigen Weg“, sagt Schmalz, der seit Anfang dieses Jahres das Zepter an der Seitenlinie führt: „Im Heimspiel waren Helge Janßen und Kai Schildknecht hinten in der Abwehr unser Herz – und das werden sie auch gegen Volmetal wieder sein.“ Wenn dann noch Levin Stasch und Routinier Andre Seefeldt erneut zu großer Form zwischen den Pfosten auflaufen, wäre der Grundstein erneut gelegt.

Zudem haben die Volmetaler zuletzt sechs Niederlagen in Folge kassiert und strotzen trotz Heimvorteils vor emotional aufgeladener Kulisse nicht gerade vor Selbstvertrauen. Enorm wichtig wird es für die mit einem Fanbus anreisenden Vareler sein, den besten Torschützen der Liga – wie schon beim klaren 31:19-Erfolg im Hinspiel – in den Griff zu bekommen. Jan König ist nicht nur vom Siebenmeterstrich ein sicherer Vollstrecker, sondern setzt auch auf Rückraum Mitte Akzente. „Volmetal ist ein direkter Konkurrent und muss in der Tabelle auch nach dem Spiel hinter uns bleiben!“, betont Deters abschließend.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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