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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Sportler befürchten Verzögerung

20.09.2019

Varel /Langendamm Das Schreiben der Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV) an die Stadt und den Rat, in dem die PKV den Bau des Sport- und Bürgerparks in Langendamm ablehnt und Hilfe für eine andere Lösung anbietet, sorgt weiterhin für reichlich Diskussionsstoff. Schon in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz zeigten sich die Ratsmitglieder von dem Schreiben überrascht.

Auch Kai Langer, der als Vorsitzender des Kreissportbundes Friesland wesentlich daran beteiligt war, die Planungen für den Sport- und Bürgerpark dahin zu bringen, wo sie derzeit stehen, war auf Nachfrage des „Gemeinnützigen“ am Donnerstag überrascht.

Seine Befürchtung: „Den Prozess jetzt anzustoßen, würde wieder alles verzögern.“ Verlieren würden dann vor allem die Sportler. Ende des Monats soll die Projektskizze in Berlin vorgestellt werden, um die vier Millionen Euro Förderung zu sichern. In einigen Tagen etwas Neues zu kreieren, sei wenig realistisch.

„Starten wieder bei null“

Sollte man tatsächlich die bisherigen Pläne über den Haufen werfen und Langendamm als Ort für den Sport- und Bürgerpark ausschließen, müsste man schließlich wieder nach einer neuen Fläche suchen. „Wir würden wieder bei null anfangen müssen. Das gibt mindestens ein, zwei Jahre Verzögerung – und das ohne finanzielle Zusagen des Bundes“, so Langer.

Besonders irritiert ist Kai Langer vom Zeitpunkt, den die Verantwortlichen bei der Papier- und Kartonfabrik mit ihrem Schreiben gewählt haben. „Nachdem wir soviel diskutiert haben, jetzt damit anzukommen, ist für mich unbegreiflich“, so Langer. „Das finde ich ein bisschen dreist.“ Mit den Planungen für den Sport- und Bürgerpark befasse man sich schon seit 2016, vor rund einem Jahr habe sich herauskristallisiert, dass Langendamm als Standort am ehesten in Frage komme. Die PKV sei daher mit ihrem Schreiben reichlich spät dran. Langer: „Das hätte man sicher anders lösen können.“

Die Geruchsemissionen der Fabrik seien kein Thema in Langendamm. Direkt an den Sport- und Bürgerpark schließe sich Wohnbebauung an und auch auf dem Sportplatz in Langendamm sei der Geruch kaum wahrnehmbar.

Dass die Stellungnahme der PKV etwas spät kommt, räumt auch PKV-Sprecher Sönke Klug auf Nachfrage des „Gemeinnützigen“ ein. Man sei sich bewusst, dass man dran sei. „Andererseits hat erst die letzte Planänderung, durch die der Sportpark deutlich näher an uns herangerückt ist, dazu geführt, dass wir uns sehr viel intensiver mit den Themen beschäftigt haben“, sagt Klug. Zwar habe man die jetzt geäußerten Bedenken schon vorher der Stadt mitgeteilt, man habe aber nicht den Eindruck, dass sie bei der Entscheidungsfindung hinreichend berücksichtigt worden waren.

Daher habe man sich entschlossen, noch einmal klar den eigenen Standpunkt mitzuteilen und einen Lösungsvorschlag auszuarbeiten. „Wir wollten einen gut begründeten, fundierten Vorschlag machen“, so Klug weiter.

Problem Geruch

Die Befürchtung seitens der Fabrik ist, dass wenn der Sport- und Bürgerpark erst einmal steht, doch noch eine Diskussion über die Emissionen entbrennen könnte – zu Lasten der PKV. Klug verwies außerdem darauf, dass der Sport- und Bürgerpark sicherlich auch von vielen Menschen genutzt werde, die den Geruch der Papier- und Kartonfabrik nicht gewohnt sind oder gar nicht kennen. „Wir reden hier nicht nur über Anwohner, die uns seit Jahrzehnten kennen“, so Klug. Natürlich würde man am liebsten geruchsfrei arbeiten, dass sei aber nicht möglich.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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